Kapitel 228: yogarathavidhi-sāṃkhyayogaviśeṣaḥ
Der Yoga-Wagen, die Stufen der Yogakräfte und der Unterschied von Yoga und Sāṃkhya
Vyāsa beschreibt Yoga als Wagen mit den Sinnen als Zugtieren und schildert die Gestalten, die dem Yogin aufleuchten, sowie die Früchte der Herrschaft über die Elemente. Danach stellt er Sāṃkhya und Yoga mit ihren fünfundzwanzig Prinzipien nebeneinander und schildert den befreiten Sāṃkhya.
vyāsa uvāca; atha ced rocayed etad druhyeta manasā tathā; unmajjaṃś ca nimajjaṃś ca jñānavān plavavān bhavet
Vyāsa sprach: „Wenn ihm dies zusagt, so möge er sich auch im Geist ebenso [dagegen] auflehnen [?]; auftauchend und untertauchend möge der Wissende einen Floßbesitzer abgeben.“
Wort für Wort
vyāsa uvāca
Vyāsa sprach (Nom.Sg.; 3.Sg.Perf.)
atha ced rocayed etad
wenn nun dies ihm zusagt (3.Sg.Opt.)
druhyeta manasā tathā
möge er sich auflehnen/anfeinden [?] im Geist ebenso (3.Sg.Opt.Med./Instr.)
unmajjaṃś ca nimajjaṃś ca
auftauchend und untertauchend (Part.Präs.Nom.Sg.)
jñānavān plavavān bhavet
der Wissende möge einen Floß haben (Nom.Sg.; 3.Sg.Opt.)
druhyeta ist im Zusammenhang unklar (druh „feindlich sein“); Lesart unsicher.
Die Standhaften bringen durch aus Einsicht geschaffene Flöße die Unwissenden hinüber; die Unwissenden bringen weder andere noch sich selbst je hinüber.
Wort für Wort
prajñayā nirmitair
durch aus Einsicht geschaffene (Instr.Pl.)
dhīrās tārayanty abudhān plavaiḥ
die Standhaften bringen hinüber die Unwissenden mit Flößen (Nom.Pl.; 3.Pl.Kaus.; Akk.Pl.; Instr.Pl.)
nābudhās tārayanty anyān
nicht die Unwissenden bringen andere hinüber (Nom.Pl.; 3.Pl.)
Der Weise, dessen Fehler durchschnitten sind, soll, im Yoga gefügt, zwölf [Übungen] aus dem Yoga üben, furchtlos gegenüber Mittel und Verlust, [auf] die durch zehn Werke angenehmen Ziele [gerichtet] [?].
Wort für Wort
chinnadoṣo munir
der Weise mit durchtrennten Fehlern (Nom.Sg.; Bahuvrīhi)
yogān yukto yuñjīta
aus dem Yoga gefügt, möge er fügen/üben (Abl.; Part.Nom.; 3.Sg.Opt.Med.)
dvādaśa
zwölf
daśakarmasukhān arthān
durch zehn Werke angenehme Ziele (Akk.Pl.; Komp.) [?]
upāyāpāyanirbhayaḥ
furchtlos vor Mittel und Verlust (Nom.Sg.; Komp.)
Zweite Vershälfte syntaktisch unsicher; „zwölf“ und „zehn Werke“ nicht sicher aufzulösen.
cakṣur ācāravit prājño manasā darśanena ca; yacched vāṅmanasī buddhyā ya icchej jñānam uttamam; jñānena yacched ātmānaṃ ya icchec chāntim ātmanaḥ
Der kluge Kenner des [rechten] Verhaltens [gleichsam als] Auge [?] soll durch Geist und Anschauung Rede und Geist mit der Einsicht zügeln, wer das höchste Wissen wünscht; durch Wissen soll er sich selbst zügeln, wer den Frieden des Selbst wünscht.
Wort für Wort
cakṣur ācāravit prājño
Auge [?], Kenner des Verhaltens, der Kluge (Nom.Sg.)
manasā darśanena ca
durch Geist und durch Anschauung (Instr.Sg.)
yacched vāṅmanasī buddhyā
er zügle Rede und Geist durch Einsicht (3.Sg.Opt.; Akk.Du.; Instr.Sg.)
ya icchej jñānam uttamam
wer das höchste Wissen wünscht (Nom.Sg.; 3.Sg.Opt.; Akk.Sg.)
jñānena yacched ātmānaṃ
durch Wissen zügle er das Selbst (Instr.Sg.; Akk.Sg.)
ya icchec chāntim ātmanaḥ
wer den Frieden des Selbst wünscht (Akk.Sg.; Gen.Sg.)
Wenn ein Mensch, auch wenn er sehr furchtbar ist, diesen [Übungen] nachschaut [sie betrachtet/befolgt], sei er allveda-kundig oder ohne Ṛc-Verse und ohne Murmeln,
Wort für Wort
eteṣāṃ ced anudraṣṭā
wenn ein Nachschauender dieser (Gen.Pl.; Nom.Sg.)
puruṣo 'pi sudāruṇaḥ
auch ein Mensch, sehr furchtbar (Nom.Sg.)
yadi vā sarvavedajño
sei er ein Kenner aller Veden (Nom.Sg.)
yadi vāpy anṛco 'japaḥ
oder auch ohne Ṛc-Verse, ohne Gebetsmurmeln (Nom.Sg.; Bahuvrīhi)
taraty eva mahādurgaṃ jarāmaraṇasāgaram; evaṃ hy etena yogena yuñjāno 'py ekam antataḥ; api jijñāsamāno hi śabdabrahmātivartate
so überquert er dennoch das große Unwegsame, das Meer von Alter und Tod. So nämlich überschreitet einer, der mit diesem Yoga [sich übt], selbst wenn er zuletzt nur einen [Teil] übt, schon als bloß Forschender das Wortbrahman.
Wort für Wort
taraty eva mahādurgaṃ
er überquert wahrlich das große Unwegsame (3.Sg.Präs.; Akk.Sg.)
jarāmaraṇasāgaram
das Meer von Alter und Tod (Akk.Sg.; Komp.)
evaṃ hy etena yogena
so nämlich mit diesem Yoga (Instr.Sg.)
yuñjāno 'py ekam antataḥ
auch als Übender einen [Teil] zuletzt (Part.Med.Nom.Sg.; Akk.Sg.; Adv.)
api jijñāsamāno hi
schon als bloß Wissenwollender (Part.Desid.Nom.Sg.)
Der Dharma ist [seines Wagens] Sitzfläche, die Scham der Wagenkorb, Mittel und Verlust die Deichsel, der Apāna die Achse, der Prāṇa das Joch, die Einsicht [seine] Lebensspanne [?], das Lebendige die Fessel.
Wort für Wort
dharmopastho hrīvarūthaḥ
Dharma als Sitz, Scham als Wagenkorb (Bahuvrīhi, Nom.Sg.)
upāyāpāyakūbaraḥ
Mittel und Verlust als Deichsel (Bahuvrīhi)
apānākṣaḥ prāṇayugaḥ
Apāna als Achse, Prāṇa als Joch (Bahuvrīhi)
prajñāyur jīvabandhanaḥ
Einsicht als Lebensspanne [?], Lebendiges als Fessel (Bahuvrīhi)
Der Vers beschreibt den Yoga-Wagen; prajñāyuḥ unsicher.
[Der Wagen] hat das Bewusstsein als Sitzbank, ist schön, das Ergreifen des Verhaltens ist seine Radfelge; Sehen und Tasten fahren ihn, Riechen und Hören sind [seine] Zugtiere.
Wort für Wort
cetanābandhuraś cārur
mit Bewusstsein als Sitzbank, schön (Nom.Sg.)
ācāragrahanemivān
das Ergreifen des Verhaltens als Radfelge habend (Nom.Sg.)
Mit der Einsicht als Nabe, mit allen Lehrsystemen [?] als Treibstachel, mit dem Wissen als Wagenlenker, vom Kṣetrajña bestiegen, standhaft, mit Glauben und Selbstbezähmung als Vorläufern.
Wort für Wort
prajñānābhiḥ
mit Einsicht als Nabe (Nom.Sg.)
sarvatantrapratodo
mit allen Tantras/Systemen [?] als Stachel (Nom.Sg.)
jñānasārathiḥ
mit Wissen als Lenker (Nom.Sg.)
kṣetrajñādhiṣṭhito
vom Kṣetrajña bestiegen (Part.Pass.Nom.Sg.)
dhīraḥ
standhaft (Nom.Sg.)
śraddhādamapuraḥsaraḥ
Glauben und Selbstbezähmung als Vorhut (Nom.Sg.; Komp.)
Er folgt dem Pfad der Entsagung, ist sicher, geht auf Reinheit, hat die Meditation als Weidegrund; [dieser] mit dem Lebendigen bespannte göttliche Wagen erstrahlt in der Brahmawelt.
Wort für Wort
tyāgavartmānugaḥ kṣemyaḥ
dem Pfad der Entsagung folgend, sicher (Nom.Sg.)
śaucago dhyānagocaraḥ
auf Reinheit gehend, Meditation als Weidegrund (Nom.Sg.)
jīvayukto ratho divyo
mit dem Lebendigen bespannt, der göttliche Wagen (Nom.Sg.)
brahmaloke virājate
in der Brahmawelt erstrahlt er (Lok.Sg.; 3.Sg.Präs.Med.)
kramaśaḥ pārthivaṃ yac ca vāyavyaṃ khaṃ tathā payaḥ; jyotiṣo yat tad aiśvaryam ahaṃkārasya buddhitaḥ
der Reihe nach: was erdhaft ist, was luftig ist, der Raum ebenso und das Wasser, was die Herrschaft des Lichts ist, [die Herrschaft] des Ichbewusstseins, von der Einsicht her;
Wort für Wort
kramaśaḥ pārthivaṃ yac ca
der Reihe nach das Erdhafte, und was (Adv.; Nom.Sg.n.)
vāyavyaṃ khaṃ tathā payaḥ
das Luftige, der Raum, ebenso das Wasser (Nom.Sg.n.)
jyotiṣo yat tad aiśvaryam
was des Lichts [ist], das ist Herrschaft (Gen.Sg.; Nom.Sg.)
ahaṃkārasya buddhitaḥ
des Ichbewusstseins, von der Einsicht her (Gen.Sg.; Abl.-Adv.)
Syntax des Verses elliptisch, Fortsetzung in Vers 15.
eteṣv api hi jāteṣu phalajātāni me śṛṇu; jātasya pārthivaiśvarye sṛṣṭir iṣṭā vidhīyate
Auch wenn diese entstanden sind, höre von mir die Früchte; für den, bei dem die Herrschaft über die Erde entstanden ist, wird Schöpfung als erwünscht angeordnet.
Wort für Wort
eteṣv api hi jāteṣu
auch wenn diese entstanden sind (Lok.abs.)
phalajātāni me śṛṇu
die Arten der Früchte höre von mir (Akk.Pl.; Imp.)
jātasya pārthivaiśvarye
für den, bei dem entstanden ist, die Erdherrschaft (Part.Gen.Sg.; Lok.Sg.)
sṛṣṭir iṣṭā vidhīyate
Schöpfung, erwünscht, wird angeordnet (Nom.Sg.; 3.Sg.Pass.)
Auch nach [seiner] Farbe wird er erfasst, und aus Verlangen trinkt er die Neigungen [?]; und durch [dessen] Glanz wird seine Gestalt nicht gesehen, und so erlischt er.
Wort für Wort
varṇato gṛhyate cāpi
auch nach der Farbe wird er erfasst (Abl.-Adv.; 3.Sg.Pass.)
kāmāt pibati cāśayān
aus Verlangen trinkt er die Neigungen/Gefäße [?] (Abl.Sg.; 3.Sg.Präs.; Akk.Pl.)
na cāsya tejasā rūpaṃ dṛśyate
und nicht wird durch dessen Glanz seine Gestalt gesehen (Instr.Sg.; Nom.Sg.; 3.Sg.Pass.)
Durch den Sieg über das Ichbewusstsein werden diese fünf seinem Willen folgend; wenn dann von den Sechs her das Selbst und die Einsicht besiegt sind, gebietet er [?].
Wort für Wort
ahaṃkārasya vijiteḥ
durch den Sieg über das Ichbewusstsein (Abl./Gen.Sg.)
pañcaite syur vaśānugāḥ
diese fünf mögen dem Willen folgen (Nom.Pl.; 3.Pl.Opt.)
ṣaṇṇām ātmani buddhau ca
von den Sechs, im Selbst und in der Einsicht (Gen.Pl.; Lok.Sg.)
jitāyāṃ prabhavaty atha
wenn sie besiegt ist, dann gebietet er (Part.Lok.Sg.f.; 3.Sg.Präs.)
Bezug von ṣaṇṇām unklar (die fünf Elemente plus Ahaṃkāra?).
yato niḥsarate loko bhavati vyaktasaṃjñakaḥ; tatrāvyaktamayīṃ vyākhyāṃ śṛṇu tvaṃ vistareṇa me; tathā vyaktamayīṃ caiva saṃkhyāṃ pūrvaṃ nibodha me
Woher die Welt hervorgeht [und] „manifest“ heißt, darüber höre von mir ausführlich die aus dem Unmanifesten bestehende Darlegung; und ebenso lerne von mir zuerst die aus dem Manifesten bestehende Aufzählung [Sāṃkhya] kennen.
Wort für Wort
yato niḥsarate loko
woher die Welt hervorgeht (Abl.-Adv.; 3.Sg.Präs.; Nom.Sg.)
bhavati vyaktasaṃjñakaḥ
„manifest“ genannt wird (3.Sg.Präs.; Nom.Sg.)
tatrāvyaktamayīṃ vyākhyāṃ
darüber die aus Unmanifestem bestehende Darlegung (Akk.Sg.f.)
śṛṇu tvaṃ vistareṇa me
höre du ausführlich von mir (Imp.; Instr.Sg.)
tathā vyaktamayīṃ caiva saṃkhyāṃ
und ebenso die aus Manifestem bestehende Aufzählung (Akk.Sg.f.)
Man nennt eine andere, aus vier Merkmalen geborene, vierfache Gruppe: das Manifeste und das aus dem Unmanifesten Geborene, ebenso das Erwachte und das andere; Sattva und Kṣetrajña: auch dieses Paar ist aufgezeigt worden.
Wort für Wort
caturlakṣaṇajaṃ tv anyaṃ
ein anderes, aus vier Merkmalen geboren (Akk.Sg.)
caturvargaṃ pracakṣate
nennt man vierfache Gruppe (Akk.Sg.; 3.Pl.Präs.Med.)
vyaktam avyaktajaṃ caiva
das Manifeste und das aus Unmanifestem Geborene (Akk.Sg.n.)
tathā buddham athetarat
ebenso das Erwachte und das andere (Part.Akk.Sg.n.)
sattvaṃ kṣetrajña ity etad
Sattva [und] Kṣetrajña: dies (Nom.Sg.)
dvayam apy anudarśitam
auch das Paar aufgezeigt (Nom.Sg.n.; Part.Pass.)
Die Aufzählung der „vier“ ist unklar; Deutung unsicher.
dvāv ātmānau ca vedeṣu viṣayeṣu ca rajyataḥ; viṣayāt pratisaṃhāraḥ sāṃkhyānāṃ siddhilakṣaṇam
Zwei Selbste [gibt es] in den Veden, und beide haften an den Sinnesobjekten; der Rückzug von den Sinnesobjekten ist das Merkmal der Vollendung der Sāṃkhyas.
Wort für Wort
dvāv ātmānau ca vedeṣu
und zwei Selbste in den Veden (Nom.Du.; Lok.Pl.)
viṣayeṣu ca rajyataḥ
und an den Objekten haften sie (Lok.Pl.; 3.Du.Präs.Pass./Med.)
viṣayāt pratisaṃhāraḥ
vom Objekt der Rückzug (Abl.Sg.; Nom.Sg.)
sāṃkhyānāṃ siddhilakṣaṇam
der Sāṃkhyas Merkmal der Vollendung (Gen.Pl.; Nom.Sg.)
Ohne Ichbezug, ohne Ichbewusstsein, frei von den Gegensatzpaaren, mit durchtrenntem Zweifel: er zürnt nie, hasst nicht und spricht keine unwahren Worte.
Wort für Wort
nirmamaś cānahaṃkāro
ohne Mein und ohne Ichbewusstsein (Nom.Sg.)
nirdvaṃdvaś chinnasaṃśayaḥ
gegensatzfrei, mit durchtrenntem Zweifel (Nom.Sg.)
naiva krudhyati na dveṣṭi
nie zürnt er, hasst nicht (3.Sg.Präs.)
nānṛtā bhāṣate giraḥ
nicht unwahre Worte spricht er (Akk.Pl.; 3.Sg.Präs.Med.)
alolupo 'vyatho dānto na kṛtī na nirākṛtiḥ; nāsyendriyam anekāgraṃ nātikṣiptamanorathaḥ
Nicht gierig, unbekümmert, bezähmt, weder Handelnder [?] noch Verächter [?]; sein Sinnesorgan ist nicht zerstreut, seine Wünsche schweifen nicht übermäßig.
Wort für Wort
alolupo 'vyatho dānto
nicht gierig, unbekümmert, bezähmt (Nom.Sg.)
na kṛtī na nirākṛtiḥ
weder Tätiger noch Verächter [?] (Nom.Sg.)
nāsyendriyam anekāgraṃ
sein Sinnesorgan nicht vielspitzig/zerstreut (Nom.Sg.n.)
Allen Wesen zugetan, freundlich, Erdklumpen, Stein und Gold gleich achtend; gleich gegen Liebes und Unliebes, standhaft, gleich in Tadel und Selbstlob; begierdelos gegenüber allen Wünschen und fest im Brahmacarya;
Wort für Wort
sarvabhūtahito maitraḥ
allen Wesen wohlgesinnt, freundlich (Nom.Sg.)
samaloṣṭāśmakāñcanaḥ
Erdklumpen, Stein und Gold gleich (Nom.Sg.; Bahuvrīhi)
tulyapriyāpriyo dhīras
gleich gegen Liebes und Unliebes, standhaft (Nom.Sg.)
tulyanindātmasaṃstutiḥ
gleich in Tadel und Selbstlob (Nom.Sg.)
aspṛhaḥ sarvakāmebhyo
ohne Begehren nach allen Wünschen (Nom.Sg.; Abl.Pl.)
brahmacarye dṛḍhaś ca yaḥ
und wer fest im Brahmacarya [ist] (Lok.Sg.; Nom.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert).
Nun wird man auch vom Yoga aus befreit; durch welche Gründe, erkenne von mir; wer die Yoga-Herrschaft überschritten hat, der wird, indem er [sie] überschreitet, befreit.
Wort für Wort
atha yogād vimucyante
nun wird man aus dem Yoga befreit (Abl.Sg.; 3.Pl.Pass.)
kāraṇair yair nibodha me
durch welche Gründe, erkenne von mir (Instr.Pl.; Imp.)
yogaiśvaryam atikrānto
die Yoga-Herrschaft überschritten habend (Akk.Sg.; Part.Nom.Sg.)
yo 'tikrāmati mucyate
wer überschreitet, wird befreit (3.Sg.Präs.; 3.Sg.Pass.)