Kapitel 77: brāhmaṇabhedavarṇana
Die Arten der Brāhmaṇas und der Umgang des Königs mit ihnen
Bhīṣma ordnet die Brāhmaṇas nach ihrer Tätigkeit den Rängen Brahman, Götter, Kṣatriya, Vaiśya und Śūdra zu und legt dar, wen der König besteuern darf. Das Kapitel schließt mit der Pflicht des Königs, auch einen aus Not stehlenden Vedakundigen zu unterhalten.
Bhīṣma sprach: „Die mit den Merkmalen des Wissens Ausgestatteten, die überall die Überlieferung Schauenden: diese Brāhmaṇas, König, werden als dem Brahman gleich bezeichnet.“
Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (Perf.3.Sg.)
vidyālakṣaṇasaṃpannāḥ
mit den Merkmalen des Wissens ausgestattet (Kompositum, Nom.Pl.m.)
sarvatra āmnāyadarśinaḥ
überall die Überlieferung schauend (Adv.; Nom.Pl.m.)
ete brahmasamāḥ rājan
diese dem Brahman Gleichen, König (Nom.Pl.; Vok.Sg.)
Die mit Opferpriestern und Lehrern Ausgestatteten, die in ihren eigenen Werken Feststehenden: diese, König, sind unter den Brāhmaṇas den Göttern gleich.
Wort für Wort
ṛtvigācāryasaṃpannāḥ
mit Opferpriestern und Lehrern ausgestattet (Kompositum, Nom.Pl.m.)
sveṣu karmasu avasthitāḥ
in den eigenen Werken feststehend (Lok.Pl.; Part.Pass.Nom.Pl.)
ete devasamāḥ rājan
diese götterähnlich, König (Nom.Pl.; Vok.Sg.)
brāhmaṇānām bhavanti uta
unter den Brāhmaṇas sind sie fürwahr (Gen.Pl.; 3.Pl.Präs.; Partikel)
Opferpriester, Hauspriester, Ratgeber, Bote und der Unterweiser in [weltlichen] Angelegenheiten: diese, König, sind unter den Brāhmaṇas den Kṣatriyas gleich.
Wort für Wort
ṛtvik purohitaḥ mantrī
Opferpriester, Hauspriester, Ratgeber (Nom.Sg.m.)
dūtaḥ atha arthānuśāsakaḥ
Bote und Unterweiser in Angelegenheiten (Nom.Sg.m.; Partikel)
ete kṣatrasamāḥ rājan
diese den Kṣatriyas gleich, König (Nom.Pl.; Vok.Sg.)
brāhmaṇānām bhavanti uta
unter den Brāhmaṇas sind sie fürwahr (Gen.Pl.; 3.Pl.Präs.)
gojāvimahiṣāṇāṃ ca vaḍavānāṃ ca poṣakāḥ; vṛttyartham abhipadyante tān vaiśyān saṃpracakṣate; aiśvaryakāmā ye cāpi sāmiṣārthāś ca bhārata; nigrahānugraharatāṃs tān dvijān kṣatriyān viduḥ
Die Pfleger von Rindern, Ziegen, Schafen, Büffeln und Stuten, die dies um des Lebensunterhalts willen betreiben: diese nennt man Vaiśyas. Die aber, Bhārata, die nach Herrschaft verlangen und auf Fleisch [und Gewinn] aus sind, die an Strafen und Gunsterweisen Freude haben: diese Zweifachgeborenen kennt man als Kṣatriyas.
Wort für Wort
gojāvimahiṣāṇām ca vaḍavānām ca poṣakāḥ
Pfleger von Rindern, Ziegen, Schafen, Büffeln und Stuten (Gen.Pl.; Nom.Pl.m.)
vṛttyartham abhipadyante
um des Lebensunterhalts willen betreiben sie (Adv.; 3.Pl.Präs.Med.)
tān vaiśyān saṃpracakṣate
diese nennt man Vaiśyas (Akk.Pl.; 3.Pl.Präs.Med.)
aiśvaryakāmāḥ ye ca api
die nach Herrschaft Verlangenden, und die auch (Nom.Pl.; Relativpron.)
sāmiṣārthāḥ ca bhārata
auf Fleisch/Gewinn Gerichtete, und, Bhārata (Nom.Pl.; Vok.Sg.)
nigrahānugraharatān tān dvijān
an Strafe und Gunst Erfreute, diese Zweifachgeborenen (Akk.Pl.)
kṣatriyān viduḥ
als Kṣatriyas kennen sie (Akk.Pl.; Perf.3.Pl.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). sāmiṣārthāḥ: wörtlich „auf Fleisch/Beute gerichtet“; Deutung unsicher.
mlecchadeśās tu ye ke cit pāpair adhyuṣitā naraiḥ; gatvā tu brāhmaṇas tāṃś ca caṇḍālaḥ pretya ceha ca; vrātyān mlecchāṃś ca śūdrāṃś ca yājayitvā dvijādhamaḥ; akīrtim iha saṃprāpya narakaṃ pratipadyate; mahāvṛndasamudrābhyāṃ paryāyeṇaikaviṃśatim; brāhmaṇo ṛgyajuḥsāmnāṃ mūḍhaḥ kṛtvā tu viplavam; kalpam ekaṃ kṛmiḥ so 'tha nānāviṣṭhāsu jāyate; vrātye mlecche tathā śūdre taskare patite 'śucau; kudeśe ca surāpe ca brahmaghne vṛṣalīpatau; anadhītiṣu sarvatra bhuñjāne yatra tatra vā; bālastrīvṛddhahantuś ca mātāpitror guros tathā; mitradruhi kṛtaghne ca goghne caiva kathaṃ cana; putraghātini śatrau ca na mantrān yojayed dvijaḥ; sa teṣāṃ viplavaḥ prokto mantravidbhiḥ sanātanaiḥ; yadi vipro videśasthas tīrthayātrāṃ gato 'tha vā; yadi bhītaḥ prapanno vā kudeśaṃ śaucavarjitam; susaṃyataḥ śucir bhūtvā mantrān uccārayed dvijaḥ; ārtaś coccārayen mantram ārtatrāṇaparo 'tha vā; hīneṣv api prayuñjāno nāsau viplāvakaḥ smṛtaḥ; krūrakarmā sukarmā vā karmabhir vañcito 'tha vā; tattvavittarate pāpaṃ śīlavān saṃyatendriyaḥ
Welche Länder der Mlecchas es auch gibt, von sündigen Menschen bewohnt: ein Brāhmaṇa, der dorthin geht, wird hier wie im Jenseits ein Caṇḍāla. Der niedrigste der Zweifachgeborenen, der Vrātyas, Mlecchas und Śūdras opfern lässt, erlangt hier Schande und gerät in die Hölle; im Wechsel [kommt er] einundzwanzigmal nach Mahāvṛnda und Samudra [?]. Ein betörter Brāhmaṇa, der Verderbnis an den Ṛg-, Yajur- und Sāma-[Versen] begeht, wird für ein Weltzeitalter lang ein Wurm und in mancherlei Kot geboren. Bei einem Vrātya, Mleccha, ebenso Śūdra, Dieb, Gefallenen, Unreinen, in einem schlechten Land, bei einem Branntweintrinker, Brahmanenmörder, Gatten einer Vṛṣalī; bei Nicht-Studierenden überall, bei einem, der [dort] irgendwo isst; bei einem Mörder von Kindern, Frauen und Greisen, von Mutter, Vater und Lehrer, bei einem Freundesverräter, Undankbaren, irgendwie Rindertöter, Sohnesmörder und Feind: bei diesen soll ein Zweifachgeborener keine Mantras anwenden. Das wird von den ewigen Mantrakundigen als ihr Verderben bezeichnet. Wenn ein Brāhmaṇa in der Fremde weilt oder auf Pilgerfahrt gegangen ist, oder wenn er, ängstlich oder Zuflucht suchend, in ein schlechtes Land ohne Reinheit geraten ist: dann soll der Zweifachgeborene, gut gezügelt und rein geworden, die Mantras sprechen. Oder als Bedrängter mag er den Mantra sprechen, oder auf die Rettung Bedrängter bedacht; auch wenn er [sie] unter Niedrigen anwendet, gilt er nicht als Verderber. Ob grausam im Tun oder gut im Tun oder durch Taten getäuscht: der Wahrheitskundige, tugendhaft und mit gezügelten Sinnen, kommt über die Sünde hinweg.
Wort für Wort
mlecchadeśāḥ tu ye ke cit
Mleccha-Länder aber, welche auch immer (Nom.Pl.; Relativ- und Indefinitpron.)
pāpaiḥ adhyuṣitāḥ naraiḥ
von Sündigen bewohnt, von Menschen (Instr.Pl.; Part.Pass.Nom.Pl.)
gatvā tu brāhmaṇaḥ tān ca
wenn aber ein Brāhmaṇa dorthin gegangen ist (Abs.; Nom.Sg.; Akk.Pl.)
caṇḍālaḥ pretya iha ca
ein Caṇḍāla [wird er] im Jenseits und hier (Nom.Sg.; Abs.; Adv.)
vrātyān mlecchān ca śūdrān ca yājayitvā
Vrātyas, Mlecchas und Śūdras opfern lassend (Akk.Pl.; Abs.Kaus.)
dvijādhamaḥ akīrtim iha saṃprāpya
der niedrigste Zweifachgeborene, Schande hier erlangend (Nom.Sg.; Akk.Sg.; Abs.)
narakam pratipadyate
gerät in die Hölle (Akk.Sg.; 3.Sg.Präs.Med.)
mahāvṛndasamudrābhyām paryāyeṇa ekaviṃśatim
nach Mahāvṛnda und Samudra im Wechsel einundzwanzig [Male] (Abl./Instr.Du. [?]; Instr.Sg.; Akk.Sg.)
brāhmaṇaḥ ṛgyajuḥsāmnām mūḍhaḥ kṛtvā tu viplavam
ein Brāhmaṇa, der Ṛg-, Yajus-, Sāman-[Verse] betört Verderbnis bewirkt hat (Nom.Sg.; Gen.Pl.; Nom.Sg.; Abs.; Akk.Sg.)
kalpam ekam kṛmiḥ saḥ atha
ein Weltzeitalter lang ein Wurm, er dann (Akk.Sg.; Nom.Sg.; Pron.)
nānāviṣṭhāsu jāyate
in mancherlei Kot wird er geboren (Lok.Pl.; 3.Sg.Präs.Med.)
vrātye mlecche tathā śūdre taskare patite aśucau
bei Vrātya, Mleccha, ebenso Śūdra, Dieb, Gefallenem, Unreinem (Lok.Sg.)
kudeśe ca surāpe ca brahmaghne vṛṣalīpatau
in schlechtem Land, bei Branntweintrinker, Brahmanenmörder, Vṛṣalī-Gatten (Lok.Sg.)
anadhītiṣu sarvatra bhuñjāne yatra tatra vā
bei Nicht-Studierenden überall, bei dem, der irgendwo isst (Lok.Pl.; Adv.; Part.Präs.Lok.Sg.)
bālastrīvṛddhahantuḥ ca mātāpitroḥ guroḥ tathā
beim Mörder von Kind, Frau, Greis, von Mutter und Vater, vom Lehrer ebenso (Kompositum, Gen.Sg./Du.)
mitradruhi kṛtaghne ca goghne ca eva katham cana
beim Freundesverräter, Undankbaren, Rindertöter, irgendwie (Lok.Sg.; Adv.)
putraghātini śatrau ca na mantrān yojayet dvijaḥ
beim Sohnesmörder und Feind soll der Zweifachgeborene keine Mantras anwenden (Lok.Sg.; Akk.Pl.; Opt.Kaus.3.Sg.)
wenn ein Brāhmaṇa in der Fremde weilt oder auf Pilgerfahrt gegangen ist (Nom.Sg.; Akk.Sg.; Part.Pass.)
yadi bhītaḥ prapannaḥ vā kudeśam śaucavarjitam
oder wenn er ängstlich oder Zuflucht suchend in ein schlechtes Land ohne Reinheit [geraten ist] (Part.Pass.; Akk.Sg.)
susaṃyataḥ śuciḥ bhūtvā mantrān uccārayet dvijaḥ
gut gezügelt, rein geworden soll der Zweifachgeborene die Mantras sprechen (Nom.Sg.; Abs.; Opt.Kaus.3.Sg.)
ārtaḥ ca uccārayet mantram ārtatrāṇaparaḥ atha vā
als Bedrängter mag er den Mantra sprechen, oder auf die Rettung Bedrängter bedacht (Nom.Sg.; Opt.; Akk.Sg.)
hīneṣu api prayuñjānaḥ na asau viplāvakaḥ smṛtaḥ
auch unter Niedrigen anwendend gilt dieser nicht als Verderber (Lok.Pl.; Part.Med.; Part.Pass.)
krūrakarmā sukarmā vā karmabhiḥ vañcitaḥ atha vā
grausam Tuender oder gut Tuender oder durch Taten Getäuschter (Nom.Sg.; Instr.Pl.; Part.Pass.)
tattvavit arate pāpam
der Wahrheitskundige überwindet die Sünde (Nom.Sg.; 3.Sg.Präs.; Akk.Sg.)
śīlavān saṃyatendriyaḥ
tugendhaft, mit gezügelten Sinnen (Nom.Sg.m.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften). Mahāvṛnda und Samudra sind wohl Höllennamen oder Zeitmaße; Deutung unsicher. „Verderbnis“ (viplava) meint hier die Entweihung der Mantras durch unwürdige Verwendung.
janmakarmavihīnā ye kadaryā brahmabandhavaḥ; ete śūdrasamā rājan brāhmaṇānāṃ bhavanty uta
Die, denen Geburtsweihen und Werke fehlen, die Geizigen, die Brāhmaṇa-Verwandten [dem Namen nach]: diese, König, sind unter den Brāhmaṇas den Śūdras gleich.
Wort für Wort
janmakarmavihīnāḥ ye
die, denen Geburt und Werk fehlen (Nom.Pl.; Relativpron.)
kadaryāḥ brahmabandhavaḥ
Geizige, Brāhmaṇa-Verwandte (Nom.Pl.)
ete śūdrasamāḥ rājan
diese den Śūdras gleich, König (Nom.Pl.; Vok.Sg.)
brāhmaṇānām bhavanti uta
unter den Brāhmaṇas sind sie fürwahr (Gen.Pl.; 3.Pl.Präs.)
aśrotriyāḥ sarva eva sarve cānāhitāgnayaḥ; tān sarvān dhārmiko rājā baliṃ viṣṭiṃ ca kārayet
Alle, die nicht Vedakundige (Śrotriyas) sind, und alle, die kein Feuer eingerichtet haben: von allen diesen soll der gerechte König Abgabe und Frondienst erheben lassen.
Wort für Wort
aśrotriyāḥ sarve eva
Nicht-Śrotriyas, eben alle (Nom.Pl.)
sarve ca anāhitāgnayaḥ
und alle ohne eingerichtete Feuer (Nom.Pl.)
tān sarvān dhārmikaḥ rājā
diese alle der gerechte König (Akk.Pl.; Nom.Sg.)
balim viṣṭim ca kārayet
Abgabe und Frondienst soll er erheben lassen (Akk.Sg.; Opt.Kaus.3.Sg.)
abrāhmaṇānāṃ vittasya svāmī rājeti vaidikam; brāhmaṇānāṃ ca ye ke cid vikarmasthā bhavanty uta
Der König ist der Herr über den Besitz der Nicht-Brāhmaṇas, so [lehrt] das Vedische, und [auch über den] jener Brāhmaṇas, die im verkehrten Werk stehen.
Wort für Wort
abrāhmaṇānām vittasya
der Nicht-Brāhmaṇas des Besitzes (Gen.Pl.; Gen.Sg.)
svāmī rājā iti vaidikam
Herr [ist] der König, so das Vedische (Nom.Sg.; Zitatpartikel; Nom.Sg.n.)
brāhmaṇānām ca ye ke cit
und von den Brāhmaṇas, welche auch immer (Gen.Pl.; Relativ- und Indefinitpron.)
vikarmasthāḥ bhavanti uta
im verkehrten Werk Stehende sind (Nom.Pl.; 3.Pl.Präs.; Partikel)
Der Satz läuft in Unit 13 (Zusatzpassage) bzw. 14 weiter.
vikarmasthās tu nopekṣyā jātu rājñā kathaṃ cana; niyamyāḥ saṃvibhajyāś ca dharmānugrahakāmyayā
Die im verkehrten Werk Stehenden aber darf der König niemals in irgendeiner Weise übersehen; sie sind zu zügeln und [mit einem Anteil] zu versorgen [?], aus dem Wunsch, das Dharma zu fördern.
Wort für Wort
vikarmasthāḥ tu na upekṣyāḥ
die im verkehrten Werk Stehenden aber sind nicht zu übersehen (Nom.Pl.; Gerundiv)
jātu rājñā katham cana
jemals vom König in irgendeiner Weise (Adv.; Instr.Sg.)
niyamyāḥ saṃvibhajyāḥ ca
zu zügeln und mit Anteil zu bedenken [?] (Gerundiv Nom.Pl.)
dharmānugrahakāmyayā
aus dem Wunsch, das Dharma zu fördern (Instr.Sg.)
saṃvibhajyāḥ: wörtlich „mit einem Anteil zu bedenken“; Sinn im Zusammenhang unsicher.
avṛttyā yo bhavet steno vedavit snātakas tathā; rājan sa rājñā bhartavya iti dharmavido viduḥ
Wer ohne Lebensunterhalt zum Dieb wird, sei er vedakundig und ein Snātaka: der ist, König, vom König zu unterhalten, so wissen es die Kenner des Dharma.
Wort für Wort
avṛttyā yaḥ bhavet stenaḥ
wer aus Mangel an Lebensunterhalt Dieb werden sollte (Instr.Sg.; Rel.; Opt.3.Sg.)
vedavit snātakaḥ tathā
vedakundig, ebenso Snātaka (Nom.Sg.)
rājan saḥ rājñā bhartavyaḥ
König, der ist vom König zu unterhalten (Vok.Sg.; Instr.Sg.; Gerundiv)
sa cen no parivarteta kṛtavṛttiḥ paraṃtapa; tato nirvāsanīyaḥ syāt tasmād deśāt sabāndhavaḥ
Wenn er sich dann nicht ändert, obwohl ihm der Lebensunterhalt bereitet wurde, Bezwinger der Feinde, so soll er aus diesem Land verbannt werden, samt seinen Verwandten.
Wort für Wort
saḥ cet na parivarteta
wenn er sich nicht ändert (Nom.Sg.; Partikel; Opt.Med.3.Sg.)
kṛtavṛttiḥ paraṃtapa
der [dem] Lebensunterhalt Geschaffen [wurde], Feindebezwinger (Nom.Sg.; Vok.Sg.)
tataḥ nirvāsanīyaḥ syāt
dann soll er zu verbannen sein (Adv.; Gerundiv; Opt.3.Sg.)
tasmāt deśāt sabāndhavaḥ
aus diesem Land samt Verwandten (Abl.Sg.; Nom.Sg.)
yajñaḥ śrutam apaiśunyam ahiṃsātithipūjanam; damaḥ satyaṃ tapo dānam etad brāhmaṇalakṣaṇam
Opfer, Vedakenntnis, Nichtverleumdung, Gewaltlosigkeit, Gastverehrung, Selbstbeherrschung, Wahrheit, Askese und Gabe: dies ist das Kennzeichen eines Brāhmaṇa.
Wort für Wort
yajñaḥ śrutam apaiśunyam
Opfer, Vedakenntnis, Nichtverleumdung (Nom.Sg.)
ahiṃsā atithipūjanam
Gewaltlosigkeit, Gastverehrung (Nom.Sg.)
damaḥ satyam tapaḥ dānam
Selbstbeherrschung, Wahrheit, Askese, Gabe (Nom.Sg.)
etat brāhmaṇalakṣaṇam
dies [ist] das Kennzeichen eines Brāhmaṇa (Nom.Sg.n.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert).