Kapitel 217: balivāsavasaṃvāde kālamāhātmyam
Bali erwidert Indra: Die Zeit nimmt alles, Glück und Unglück kreisen der Reihe nach
Fortsetzung des Gesprächs zwischen dem entmachteten Asura-Fürsten Bali und Indra. Bali antwortet gelassen auf Indras Spott und legt dar, dass alles der Zeit (kāla) unterliegt, dass niemand wahrhaft Täter ist und dass Herrschaft und Glück (śrī) wechseln.
siehst du nun diesen so jämmerlichen Zustand deiner selbst in der Macht [der Zeit]: von Verwandten und Freunden verlassen, trauerst du – oder trauerst du nicht?
Wort für Wort
dṛṣṭvā sukṛpaṇām cemām avasthām
gesehen habend und diesen sehr jämmerlichen Zustand (Abs., Akk.Sg.f.)
ātmano bale
deiner selbst, in der Gewalt/Kraft (Gen./Lok.) [?]
jñātimitraparityaktaḥ
von Verwandten und Freunden verlassen (Kompositum, Part.Pass., Nom.)
śocasy āho na śocasi
trauerst du oder trauerst du nicht (2.Sg.Präs.)
„bale“ ist unsicher; wörtlich etwa „in Bezug auf die Kraft/Gewalt“.
Nachdem du einst unvergleichliche Freude erlangt hattest und die Welten in deiner Gewalt standen, trauerst du nun um diesen Sturz – oder trauerst du nicht?“
Bali sprach: „Lass Hochmut und Stolz fahren, Götterkönig, und höre mich! Auch ich habe dir gegenüber früher viel Redlichkeit geübt. Der Wechsel im Ablauf der [Zeit]spanne ist für jeden unausweichlich; ich kannte die Größe der Welt [nicht] … [Text bricht ab].“
Wort für Wort
balir uvāca
Bali sprach (Perf.)
garvaṃ hitvā tathā mānam
Hochmut aufgegeben habend und Stolz (Abs., Akk.)
devarāja śṛṇuṣva me
Götterkönig, höre mich (Vok., Imp.Med.)
mayā ca tvānu sadbhāvaṃ pūrvam ācaritaṃ mahat
und von mir dir gegenüber große Redlichkeit früher geübt (Part.Pass. [?])
avaśyakālaparyāyam ātmanaḥ parivartanam
der unausweichliche Zeitwechsel, die Wandlung des Selbst/Eigenen (Akk./Gen.)
avidaṃl lokamāhātmya
ich wusste nicht / ohne Kenntnis der Weltgröße (abgebrochen) [?]
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; der Text bricht mit einer Lücke ab (* * * *). Die Wiedergabe des Schlusses ist unsicher.
antavanta ime dehā bhūtānām amarādhipa; tena śakra na śocāmi nāparādhād idaṃ mama
Endlich sind diese Leiber der Wesen, Herr der Unsterblichen; darum, Śakra, trauere ich nicht, und nicht aus einem Fehler [von mir] kommt dies über mich.
Wort für Wort
antavanta ime dehāḥ
endlich sind diese Körper (Nom.Pl.)
bhūtānām amarādhipa
der Wesen, o Herr der Unsterblichen (Gen.Pl., Vok.)
tena śakra na śocāmi
deshalb, Śakra, trauere ich nicht
nāparādhād idaṃ mama
nicht aus Schuld [kommt] dies für mich (Abl./Gen.)
Der Tod der Wesen ist [ihr] Ziel und Ende, wie das Meer für die Ströme; die Menschen, die dies nicht recht erkennen, geraten in Verwirrung, Blitzträger.
Wort für Wort
bhūtānāṃ nidhanaṃ niṣṭhā
der Wesen Tod [ist] das Ende/Ziel (Gen.Pl., Nom.)
srotasām iva sāgaraḥ
wie das Meer der Ströme (Gen.Pl., Nom.)
naitat samyag vijānantaḥ
nicht dies recht erkennend (Part.Präs., Nom.Pl.)
narā muhyanti vajrabhṛt
die Menschen werden verwirrt, o Blitzträger (3.Pl.Präs., Vok.)
Denn wenn der Mensch Einsicht gewinnt, wirft er alle Verfehlung ab; frei von Übel erlangt er Klarheit (sattva), und im Sattva stehend wird er gelassen.
Wort für Wort
buddhilābhe hi puruṣaḥ
denn bei Gewinn der Einsicht der Mensch (Lok., Nom.)
sarvaṃ nudati kilbiṣam
alles Übel vertreibt er (3.Sg.Präs.)
vipāpmā labhate sattvam
übelfrei erlangt er Sattva (Nom., 3.Sg.Med.)
sattvasthaḥ saṃprasīdati
im Sattva stehend wird er heiter/klar (Nom., 3.Sg.Präs.)
hataṃ hanti hato hy eva yo naro hanti kaṃ cana; ubhau tau na vijānīto yaś ca hanti hataś ca yaḥ
Den [schon] Erschlagenen erschlägt, wer einen Menschen erschlägt, und er ist selbst ebenfalls schon erschlagen; beide erkennen es nicht, der Erschlagende und der Erschlagene.
Wort für Wort
hataṃ hanti hato hy eva
den Erschlagenen erschlägt er, selbst schon erschlagen (Part.Pass./3.Sg.Präs.) [?]
yo naro hanti kaṃ cana
der Mann, der irgendjemanden erschlägt (Nom., 3.Sg.Präs.)
ubhau tau na vijānītaḥ
diese beiden erkennen nicht (3.Du.Präs.)
yaś ca hanti hataś ca yaḥ
der, der erschlägt, und der, der erschlagen wird (Nom.)
ko hi lokasya kurute vināśaprabhavāv ubhau; kṛtaṃ hi tat kṛtenaiva kartā tasyāpi cāparaḥ
Denn wer bewirkt für die Welt beide, Untergang und Ursprung? Getan ist jenes eben durch das Getane [selbst], und dessen Täter ist wiederum ein anderer.
Wort für Wort
ko hi lokasya kurute
wer denn bewirkt für die Welt (Nom., Gen., 3.Sg.Med.)
vināśaprabhavāv ubhau
beide, Untergang und Ursprung (Akk.Du.)
kṛtaṃ hi tat kṛtenaiva
denn getan ist es durch das Getane selbst (Part.Pass., Instr.) [?]
kartā tasyāpi cāparaḥ
und dessen Täter ist auch ein anderer (Nom.)
Verdichteter Vers; die Auflösung „durch das Getane“ (kṛtena) ist unsicher.
sarvaṃ kālaḥ samādatte gambhīraḥ svena tejasā; tasmin kālavaśaṃ prāpte kā vyathā me vijānataḥ
alles nimmt die Zeit an sich, die tiefe, mit ihrer eigenen Glut. Wenn diese [Zeit] über mich Macht gewonnen hat, welcher Kummer sollte mir, dem Wissenden, sein?
Wort für Wort
sarvaṃ kālaḥ samādatte
alles nimmt die Zeit an sich (3.Sg.Präs.Med.)
gambhīraḥ svena tejasā
die tiefe/unergründliche, mit eigener Kraft (Instr.)
tasmin kālavaśaṃ prāpte
wenn in diesem [Fall] in die Gewalt der Zeit geraten (Lok.abs.)
Das Verbrannte verbrennt sie [gleichsam] nachträglich, das Erschlagene erschlägt sie nachträglich; das Verlorene geht zuvor verloren; was zu erlangen ist, erlangt der Mensch.
Wort für Wort
dagdham evānudahati
das schon Verbrannte verbrennt sie hinterher (3.Sg.Präs.)
hatam evānuhanti ca
und das schon Erschlagene erschlagen sie hinterher (3.Pl.Präs.) [?]
naśyate naṣṭam evāgre
es geht verloren, das Verlorene schon zuvor (3.Sg.Präs.Med./Part.Pass.)
labdhavyaṃ labhate naraḥ
das Erlangbare erlangt der Mann (Ger., Nom.)
Sinn knapp; wörtlich ‚verbrennt das schon Verbrannte hinterher‘. Subjekt wohl Zeit/Schicksal; unsicher.
Für dies gibt es keine Insel, [und] woher ein jenseitiges Ufer? Auch ein diesseitiges Ufer ist nicht zu sehen; ein Ende der göttlichen Fügung sehe ich nicht, wenn ich darüber nachsinne.
Wort für Wort
nāsya dvīpaḥ
nicht gibt es für dies eine Insel (Nom.)
kutaḥ pāraṃ
woher ein jenseitiges Ufer (Adv./Nom.)
nāvāraḥ saṃpradṛśyate
auch das diesseitige Ufer wird nicht gesehen (3.Sg.Pass.)
nāntam asya prapaśyāmi
kein Ende davon sehe ich (1.Sg.Präs.)
vidher divyasya cintayan
der göttlichen Fügung, nachdenkend (Gen., Part.Präs.)
Bild vom Meer ohne Insel und Ufer; „asya“ bezieht sich auf die Zeit/Fügung.
Du aber, der du mich als Spreu-Esser kennst, im Haus in abgelegener Gegend, tadelst mich, indem du auf meine Gestalt als Esel verweist, die ich [dort] trage.
Wort für Wort
tuṣabhakṣaṃ tu māṃ jñātvā
als Spreu-Esser aber mich erkannt habend (Abs.)
praviviktajane gṛhe
in einem Haus, in dem sich abgeschieden Leute aufhalten/einsam (Lok.) [?]
bibhrataṃ gārdabhaṃ rūpam
die ich eine Eselsgestalt trage (Part.Präs., Akk.)
ādiśya parigarhase
darauf hinweisend tadelst du (Abs., 2.Sg.Präs.Med.)
Bali lebte, so der Zusammenhang, im Eselsgestalt verborgen in einem leeren Haus; Deutung des ersten Pāda („Spreu-Esser“, tuṣabhakṣa) unsicher.
‚Verehrung auch jener Himmelsrichtung, in der Bali, der Sohn der Virocana, ist!‘ – so wandten sie sich an mich, von Einsicht, Neid und Verblendung betört.
Wort für Wort
namas tasyai diśe 'py astu
Verehrung auch jener Himmelsrichtung sei (Dat., Imp.)
yasyāṃ vairocano baliḥ
in der Bali, Virocanas Sohn [ist] (Lok.)
iti mām abhyapadyanta
so traten sie zu mir hin (3.Pl.Impf.Med.)
buddhimātsaryamohitāḥ
von Verstand/Neid und Wahn betört (Kompositum, Nom.Pl.) [?]
„buddhimātsaryamohitāḥ“ ist unsicher aufgelöst (‚betört durch Einsicht[sdünkel], Neid und Wahn‘).
dṛśyate hi kule jāto darśanīyaḥ pratāpavān; duḥkhaṃ jīvan sahāmātyo bhavitavyaṃ hi tat tathā
Man sieht nämlich einen in [gutem] Geschlecht Geborenen, ansehnlich und machtvoll, [dennoch] elend leben samt [seinen] Ministern [?]; so muss es eben sein.
Wort für Wort
dṛśyate hi
man sieht nämlich (Pass.3.Sg.)
kule jāto darśanīyaḥ pratāpavān
im Geschlecht geboren, ansehnlich, machtvoll (Nom.Sg.m.)
duḥkhaṃ jīvan
elend lebend (Adv./Part.Präs.)
sahāmātyaḥ
samt den Ministern (Nom.Sg.m., Kompositum)
bhavitavyaṃ hi tat tathā
sein muss ja jenes so (Gerundiv)
sahāmātyaḥ im Zusammenhang unklar (evtl. Bezug auf Wohlstand/Gefolge).
naitad asmatkṛtaṃ śakra naitac chakra tvayā kṛtam; yat tvam evaṃgato vajrin yad vāpy evaṃgatā vayam
Nicht von uns ist dies gemacht, Śakra, nicht von dir ist dies gemacht, Śakra: dass du, Vajra-Träger, so gestellt bist oder dass auch wir so gestellt sind.
Wort für Wort
na etad asmatkṛtam śakra
nicht dies ist von uns getan, Śakra (Nom.Sg.n./Vok.)
na etat śakra tvayā kṛtam
nicht dies, Śakra, ist von dir getan (Instr.)
yat tvam evaṃgataḥ vajrin
dass du so beschaffen bist, Vajra-Träger (Nom./Vok.)
etac caivaṃ na cet kālo mām ākramya sthito bhavet; pātayeyam ahaṃ tvādya savajram api muṣṭinā
Und wenn das so wäre [und] nicht die Zeit mich überwältigt hätte und [nun] dastünde, würde ich dich heute samt dem Vajra mit der Faust zu Fall bringen.
na tu vikramakālo 'yaṃ kṣamākālo 'yam āgataḥ; kālaḥ sthāpayate sarvaṃ kālaḥ pacati vai tathā
Doch dies ist nicht die Zeit der Tapferkeit; die Zeit der Nachsicht ist gekommen. Die Zeit lässt alles bestehen, und die Zeit lässt ebenso [alles] reifen.
[Die Zeit,] das Haus der Monate und Halbmonate, von Tagen und Nächten umhüllt, das Tor der Jahreszeiten, der Mund [Anfang] des Jahres – so nennen sie die Veda-Kundigen [?].
Wort für Wort
māsārdhamāsaveśmānam
das Haus der Monate und Halbmonate (Akk.Sg.m.)
ahorātrābhisaṃvṛtam
von Tag und Nacht umhüllt (Akk./Part.Pass.)
ṛtudvāraṃ varṣamukham
Tor der Jahreszeiten, Mund des Jahres (Akk.)
āhuḥ vedavidaḥ janāḥ
es nennen die Veda-Kundigen Leute (3.Pl.Perf./Nom.)
Bezugswort (vermutlich kāla) im Text nicht genannt; Vers verkürzt und schwierig.
bhūtānāṃ tu viparyāsaṃ manyate gatavān iti; na hy etāvad bhaved gamyaṃ na yasmāt prakṛteḥ paraḥ
Den Umschwung der Wesen aber hält er [dafür], „er ist gegangen“; denn nicht wäre nur so weit [etwas] erreichbar, wo nichts jenseits der Urnatur läge [?].
Wort für Wort
bhūtānām tu viparyāsam
der Wesen aber den Umschwung/die Verkehrung (Gen.Pl./Akk.)
manyate gatavān iti
er hält [es für]: „er ist gegangen“ (3.Sg.Med./Part.Perf.)
gatiṃ hi sarvabhūtānām agatvā kva gamiṣyasi; yo dhāvatā na hātavyas tiṣṭhann api na hīyate; tam indriyāṇi sarvāṇi nānupaśyanti pañcadhā
Den Weg aller Wesen nicht erreicht habend, wohin wirst du gehen? Der von einem Laufenden nicht zurückzulassen ist und, obwohl stehend, nicht zurückbleibt – ihn nehmen alle Sinne nicht wahr, fünffach.
Wort für Wort
gatim hi sarvabhūtānām agatvā
den Weg ja aller Wesen nicht erreicht habend (Akk./Abs.)
kva gamiṣyasi
wohin wirst du gehen (2.Sg.Fut.)
yaḥ dhāvatā na hātavyaḥ
der von einem Laufenden nicht zu verlassen ist (Gerundiv/Instr.)
tiṣṭhan api na hīyate
auch stehend bleibt er nicht zurück (Part./Pass.3.Sg.)
pūrvāhṇam aparāhṇaṃ ca madhyāhnam api cāpare; muhūrtam api caivāhur ekaṃ santam anekadhā; taṃ kālam avajānīhi yasya sarvam idaṃ vaśe
Vormittag, Nachmittag, andere Mittag; auch Muhūrta nennen sie ihn – ihn, der einer ist, vielfach. Erkenne ihn als die Zeit, in deren Gewalt dies alles steht.
yām etāṃ prāpya jānīṣe rājaśriyam anuttamām; sthitā mayīti tan mithyā naiṣā hy ekatra tiṣṭhati
Diese unübertreffliche Königsherrlichkeit, die du erlangt hast und von der du meinst, sie stehe bei dir – das ist falsch; sie weilt nicht an einem Ort.
Wort für Wort
yām etām prāpya jānīṣe
welche diese erlangt habend du glaubst (Abs./2.Sg.Präs.)
rājaśriyam anuttamām
Königsherrlichkeit, unübertroffene (Akk.Sg.f.)
sthitā mayi iti
„sie steht bei mir“, so (Part./Lok.)
tat mithyā
das ist falsch (Nom.n./Adv.)
na eṣā hi ekatra tiṣṭhati
nicht diese ja an einem Ort weilt sie (3.Sg.Präs.)
Sie hat bei Tausenden von Indras gestanden, die vorzüglicher waren als du; und mich verlassend, ist sie, die Unstete, zu dir gegangen, Herr der Götter.
Wort für Wort
sthitā hi indrasahasreṣu
gestanden hat sie ja bei Tausenden von Indras (Part.f./Lok.Pl.)
tvat viśiṣṭatameṣu iyam
die vorzüglicher als du (Lok.Pl./Nom.f.)
mām ca lolā parityajya
und mich [sie,] die Unstete verlassend (Akk./Nom.f./Abs.)
tvām agāt vibudhādhipa
zu dir ist sie gegangen, Herr der Götter (Aor./Vok.)
lolā (Nom.f.) bezieht sich auf die Herrlichkeit (Śrī).
Tu es nicht wieder so, Śakra; du solltest ruhig werden. Auch dich, der du in solchem Zustand bist, wird sie verlassen und schnell zu einem anderen gehen.
kālena coditā śakra mā te garvaḥ śatakrato; kṣamasva kālayogaṃ tam āgataṃ viddhi devapa; nirlajjaś caiva kasmāt tvaṃ devarāja vikatthase; sarvāsurāṇām adhipaḥ sarvadevabhayaṃkaraḥ; jitavān brahmaṇo lokaṃ ko vidyād āgataṃ gatim
Von der Zeit getrieben [ist sie], Śakra; dein Hochmut soll nicht sein, Śatakratu. Verzeih diese eingetretene Fügung der Zeit, wisse es, Götterhüter. Und schamlos – warum prahlst du, Götterkönig? [Er ist] der Herr aller Asuras, der Schrecken aller Götter, hat die Welt des Brahmā besiegt – wer kennt den gekommenen Weg? [?]
Wort für Wort
kālena coditā śakra
von der Zeit getrieben, Śakra (Instr./Part.f./Vok.)
mā te garvaḥ śatakrato
nicht sei dir Hochmut, Śatakratu (Nom./Vok.)
kṣamasva kālayogam tam āgatam
verzeih jene eingetretene Fügung der Zeit (Imp.Med./Akk./Part.)
viddhi devapa
wisse, Götterhüter (Imp./Vok.)
nirlajjaḥ ca eva kasmāt tvam
und schamlos, warum du (Nom.)
devarāja vikatthase
Götterkönig, prahlst du (Vok./2.Sg.Präs.Med.)
sarvāsurāṇām adhipaḥ
der Herr aller Asuras (Gen.Pl./Nom.)
jitavān brahmaṇaḥ lokam
der besiegt hat die Welt des Brahmā (Part.Perf./Akk.)
kaḥ vidyāt āgatam gatim
wer wüsste den gekommenen Weg (Opt./Akk.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; Sprecher- und Bezugswechsel unklar (die Epitheta „Herr aller Asuras“ usw. könnten auf Bali selbst zielen); Text möglicherweise verderbt.