Kapitel 317: śokanāśopadeśaḥ
Nāradas Lehre von der Überwindung des Kummers
Nārada belehrt hier über die Überwindung von Kummer und Furcht durch Einsicht in die Vergänglichkeit aller Dinge und den Wert der Zufriedenheit; das Kapitel gehört zum Mokṣadharma-Teil des Śāntiparvan.
Nārada sprach: „Hört man diese Lehre, die frei von Kummer ist, den Kummer zu vernichten bestimmt, Frieden schaffend und heilsam, so gewinnt man die [rechte] Einsicht; hat man sie gewonnen, gedeiht man im Glück.“
Wort für Wort
nārada uvāca
Nārada sprach (Sprecherangabe)
aśokaṃ śokanāśārtham
kummerfrei, mit dem Ziel der Kummervernichtung (Akk.Sg.n., attributiv zu śāstram)
śāstraṃ śāntikaraṃ śivam
die Lehre, Frieden schaffend, heilsam (Akk.Sg.n.)
niśamya
nachdem man [sie] gehört hat (Absolutiv)
labhate buddhiṃ tām
erlangt man jene Einsicht (3.Sg.Präs./Akk.Sg.)
labdhvā sukham edhate
und, nachdem man sie erlangt hat, gedeiht man im Glück (Absolutiv/Akk./3.Sg.Präs.)
„Darum vernimm von mir die alte Erzählung, die Unliebsames zu vernichten bestimmt ist; bleibt dabei der Verstand unter Kontrolle, erlangt man die Vernichtung des Kummers.“
Wort für Wort
tasmād
darum (Adv./Abl.)
aniṣṭanāśārtham itihāsam
die Erzählung, die die Vernichtung des Unliebsamen bezweckt (Akk.Sg.m.)
nibodha me
vernimm von mir (2.Sg.Imp./Gen.)
tiṣṭhate ced vaśe buddhir
wenn der Verstand dabei in der [eigenen] Gewalt bleibt (3.Sg.Präs./Lok./Nom.)
labhate śokanāśanam
erlangt man die Vernichtung des Kummers (3.Sg.Präs./Akk.)
dravyeṣu samatīteṣu ye guṇās tān na cintayet; tān anādriyamāṇasya snehabandhaḥ pramucyate
„An die Vorzüge, die vergangenen Dingen [einst] eigen waren, soll man nicht [ständig] denken; wer sie nicht [mehr] beachtet, dessen Band der Zuneigung löst sich.“
Wort für Wort
dravyeṣu samatīteṣu
an den vergangenen/entschwundenen Dingen (Lok.Pl.)
ye guṇās tān
die Vorzüge, an jene (Nom.Pl./Akk.Pl.)
na cintayet
soll man nicht denken (Optativ)
tān anādriyamāṇasya
für den, der sie nicht beachtet (Akk./Gen.Sg.Part.)
snehabandhaḥ pramucyate
löst sich das Band der Zuneigung (Nom./3.Sg.Pass.)
„Man soll dort die Fehler erblicken, wo Leidenschaft entsteht; man betrachte das Zuträgliche wie Unliebsames – so löst man sich rasch von der Leidenschaft.“
Wort für Wort
doṣadarśī bhavet
man soll ein Fehler-Erblickender sein (Nom./Optativ)
tatra yatra rāgaḥ pravartate
dort, wo Leidenschaft entsteht (Adv./Adv./Nom./3.Sg.Präs.)
aniṣṭavad dhitaṃ paśyet
man betrachte das Zuträgliche wie Unliebsames (Adv./Akk./Optativ)
tathā kṣipraṃ virajyate
so löst man sich rasch [davon] (Adv./Adv./3.Sg.Pass.)
nārtho na dharmo na yaśo yo 'tītam anuśocati; apy abhāvena yujyeta tac cāsya na nivartate
„Kein Nutzen, kein Recht, kein Ruhm [erwächst] dem, der dem Vergangenen nachtrauert; er mag sogar dem Nichtsein verbunden werden [d. h. sterben], und dennoch kehrt jenes ihm nicht zurück.“
Wort für Wort
nārtho na dharmo na yaśo
kein Nutzen, kein Recht, kein Ruhm (Nom.Sg., dreifach)
yo 'tītam anuśocati
wer dem Vergangenen nachtrauert (Nom./Akk./3.Sg.Präs.)
apy abhāvena yujyeta
er möge sogar mit dem Nichtsein verbunden werden (Instr./Optativ.Pass.)
tac cāsya na nivartate
und das kehrt ihm nicht zurück (Nom./Gen./3.Sg.Präs.)
„Durch [ihre] Eigenschaften werden die Wesen verbunden, und ebenso werden sie alle wieder getrennt; dies ist keineswegs nur eines Einzelnen Grund zum Kummer.“
Wort für Wort
guṇair bhūtāni yujyante
durch Eigenschaften werden die Wesen verbunden (Instr./Nom.Pl./3.Pl.Pass.)
viyujyante tathaiva ca
und ebenso werden sie [wieder] getrennt (3.Pl.Pass.)
sarvāṇi
alle (Nom.Pl., auf bhūtāni bezogen)
naitad ekasya śokasthānaṃ hi vidyate
denn dies ist keineswegs nur eines Einzelnen Kummer-Anlass (Nom./Gen./Nom./3.Sg.Präs.)
„Wer, sei es einem Verstorbenen, sei es einem Verlorenen, dem Vergangenen nachtrauert, der erlangt durch Schmerz [nur weiteren] Schmerz [und] gerät in zwei Übel.“
Wort für Wort
mṛtaṃ vā yadi vā naṣṭaṃ
sei es das Gestorbene, sei es das Verlorene (Akk.Sg.n.)
yo 'tītam anuśocati
wer dem Vergangenen nachtrauert (Nom./Akk./3.Sg.Präs.)
duḥkhena labhate duḥkhaṃ
durch Schmerz erlangt er [nur weiteren] Schmerz (Instr./3.Sg.Präs./Akk.)
„Wer mit dem Verstand, [die Dinge] erkannt habend, die Fortdauer [des Daseins] in den Welten [erblickt], vergießt keine Tränen; dem, der alles richtig durchschaut, kommt kein Weinen zu.“
Wort für Wort
nāśru kurvanti
sie vergießen keine Tränen (3.Pl.Präs.)
ye buddhyā dṛṣṭvā
die, welche mit dem Verstand erkannt haben (Nom.Pl./Instr./Absolutiv)
lokeṣu saṃtatim
die Fortdauer in den Welten (Lok.Pl./Akk.)
samyak prapaśyataḥ sarvaṃ
dem, der alles richtig durchschaut (Adv./Gen.Sg.Part./Akk.)
duḥkhopaghāte śārīre mānase vāpy upasthite; yasmin na śakyate kartuṃ yatnas tan nānucintayet
„Ist ein leidvoller Schaden eingetreten, ein körperlicher oder auch ein seelischer, und kann man dabei keine Anstrengung [zur Abwehr] unternehmen, so soll man nicht [ständig] daran denken.“
Wort für Wort
duḥkhopaghāte śārīre
bei einem leidvollen, körperlichen Schaden (Lok.Sg.)
mānase vāpy upasthite
oder auch bei einem eingetretenen seelischen (Lok./Part.)
yasmin na śakyate kartuṃ yatnas
worin keine Anstrengung unternommen werden kann (Lok./Pass./Inf./Nom.)
tan nānucintayet
daran soll man nicht [ständig] denken (Akk./Optativ)
bhaiṣajyam etad duḥkhasya yad etan nānucintayet; cintyamānaṃ hi na vyeti bhūyaś cāpi pravardhate
„Dies ist die Arznei gegen den Schmerz: dass man nicht [ständig] daran denkt; denn was ständig bedacht wird, vergeht nicht, sondern wächst sogar noch mehr.“
Wort für Wort
bhaiṣajyam etad duḥkhasya
dies ist die Arznei des Schmerzes (Nom./Gen.)
yad etan nānucintayet
dass man dies nicht [ständig] bedenkt (Akk./Optativ)
cintyamānaṃ hi na vyeti
denn das [ständig] Bedachte vergeht nicht (Part.Nom./3.Sg.Präs.)
„Mit Weisheit soll man den seelischen Schmerz vertreiben, den körperlichen mit Arzneien; dies ist die Kraft der [rechten] Erkenntnis – sie soll nicht mit der [Weise] der Toren gleichgesetzt werden.“
Wort für Wort
prajñayā mānasaṃ duḥkhaṃ hanyāt
mit Weisheit soll man den seelischen Schmerz vertreiben (Instr./Akk./Optativ)
chārīram auṣadhaiḥ
den körperlichen [aber] mit Arzneien (Akk./Instr.)
etad vijñānasāmarthyaṃ
dies [ist] die Kraft der [rechten] Erkenntnis (Nom.)
na bālaiḥ samatām iyāt
sie soll nicht mit den Toren Gleichheit erlangen (Instr./Akk./Optativ)
anityaṃ yauvanaṃ rūpaṃ jīvitaṃ dravyasaṃcayaḥ; ārogyaṃ priyasaṃvāso gṛdhyet tatra na paṇḍitaḥ
„Vergänglich sind Jugend, Schönheit, Leben, Besitzanhäufung, Gesundheit [und] das Zusammensein mit den Lieben – daran soll der Weise nicht gierig hängen.“
Wort für Wort
anityaṃ
vergänglich (Nom.Sg.n., Prädikatsadjektiv)
yauvanaṃ rūpaṃ jīvitaṃ dravyasaṃcayaḥ
Jugend, Schönheit, Leben, Besitzanhäufung (Nom.)
ārogyaṃ priyasaṃvāso
Gesundheit, Zusammensein mit den Lieben (Nom.)
gṛdhyet tatra na paṇḍitaḥ
daran soll der Weise nicht gierig hängen (Optativ/Lok./Nom.)
„Ein Leid, das das ganze Volk [betrifft], sollte nicht ein Einzelner allein beklagen; ohne zu klagen soll man Abhilfe schaffen, wenn man ein Mittel dazu sieht.“
Wort für Wort
na jānapadikaṃ duḥkham
kein das Volk/Land betreffendes Leid (Akk.)
ekaḥ śocitum arhati
soll ein Einzelner beklagen (Nom./Inf./3.Sg.Präs.)
aśocan pratikurvīta
ohne zu klagen soll man Gegenmaßnahmen treffen (Part./Optativ)
„Mehr als Glück ist im Leben Leid [enthalten], daran ist kein Zweifel; die Anhänglichkeit an die Sinnesobjekte [entsteht] aus Verblendung, [ebenso ist aus Verblendung] der Tod unerwünscht.“
Wort für Wort
sukhād bahutaraṃ duḥkhaṃ
mehr als Glück [ist] Leid (Abl./Nom.)
jīvite nātra saṃśayaḥ
im Leben, hierüber [ist] kein Zweifel (Lok./Nom.)
snigdhatvaṃ cendriyārtheṣu
und die Anhänglichkeit an den Sinnesobjekten (Nom./Lok.Pl.)
mohān maraṇam apriyam
aus Verblendung [ist] der Tod unliebsam (Abl./Nom.)
duḥkham arthā hi tyajyante pālane na ca te sukhāḥ; duḥkhena cādhigamyante nāśam eṣāṃ na cintayet
„Mit Schmerz werden Reichtümer nämlich aufgegeben, und bei ihrer Bewahrung sind sie nicht angenehm; und mit Mühe werden sie erworben – über ihren Verlust soll man nicht [ständig] nachdenken.“
Wort für Wort
duḥkham arthā hi tyajyante
mit Schmerz werden Güter nämlich aufgegeben (Instr./Nom.Pl./3.Pl.Pass.)
pālane na ca te sukhāḥ
und bei ihrer Bewahrung sind sie nicht angenehm (Lok./Nom.Pl.)
duḥkhena cādhigamyante
und mit Mühe werden sie erworben (Instr./3.Pl.Pass.)
nāśam eṣāṃ na cintayet
über ihren Verlust soll man nicht nachdenken (Akk./Gen.Pl./Optativ)
„Immer wieder eine andere, überlegenere Vermögensstufe erreichend, gehen die [gewöhnlichen] Menschen unbefriedigt dem Untergang zu; die Weisen [aber] gelangen zur Zufriedenheit.“
Wort für Wort
anyām anyāṃ dhanāvasthāṃ
immer wieder eine andere Vermögensstufe (Akk.Sg., distributiv)
prāpya vaiśeṣikīṃ narāḥ
erreichend, eine überlegenere – die Menschen (Absolutiv/Akk./Nom.)
atṛptā yānti vidhvaṃsaṃ
unbefriedigt gehen sie dem Untergang zu (Nom.Pl./3.Pl.Präs./Akk.)
saṃtoṣaṃ yānti paṇḍitāḥ
zur Zufriedenheit gelangen die Weisen (Akk./3.Pl.Präs./Nom.)
nimeṣamātram api hi vayo gacchan na tiṣṭhati; svaśarīreṣv anityeṣu nityaṃ kim anucintayet
„Auch nur für einen Augenblick verweilt das dahingehende Lebensalter nicht; warum sollte man an den eigenen, unbeständigen Körpern Beständigkeit erwägen?“
Wort für Wort
nimeṣamātram api hi
auch nur für die Dauer eines Augenblicks (Akk.)
vayo gacchan na tiṣṭhati
das Alter, [beständig] fortgehend, verweilt nicht (Nom./Part./3.Sg.Präs.)
svaśarīreṣv anityeṣu
an den eigenen, unbeständigen Körpern (Lok.Pl.)
nityaṃ kim anucintayet
was Beständiges sollte man erwägen? (Akk./Interrog./Optativ)
bhūteṣv abhāvaṃ saṃcintya ye buddhvā tamasaḥ param; na śocanti gatādhvānaḥ paśyantaḥ paramāṃ gatim
„Wer, über das Vergehen der Wesen nachgedacht habend, das Jenseits der Finsternis erkannt hat, trauert nicht, da er den Weg [bereits] durchschritten hat und das höchste Ziel erblickt.“
Wort für Wort
bhūteṣv abhāvaṃ saṃcintya
nachdem er über das Vergehen der Wesen nachgedacht hat (Lok./Akk./Absolutiv)
ye buddhvā tamasaḥ param
die, welche das Jenseits der Finsternis erkannt haben (Nom.Pl./Absolutiv/Gen./Akk.)
na śocanti gatādhvānaḥ
sie trauern nicht, da sie den Weg durchschritten haben (3.Pl.Präs./Nom.Pl.Adj.)
paśyantaḥ paramāṃ gatim
da sie das höchste Ziel erblicken (Part.Nom.Pl./Akk.)
„Gerade diesen, der [unablässig] anhäuft und von den Wünschen nicht gesättigt ist, ergreift der Tod und trägt ihn fort, wie ein Tiger, der ein Tier gepackt hat.“
„Sieht man aber ein Mittel zur Befreiung vom Leid, so soll man, ohne zu klagen, [sogleich] damit beginnen und dabei besonnen und frei von Verstrickung sein.“
Wort für Wort
athāpy upāyaṃ saṃpaśyed
wenn man aber ein Mittel erblickt (Adv./Akk./Optativ)
duḥkhasya parimokṣaṇe
zur Befreiung vom Leid (Gen./Lok.)
aśocann ārabhetaiva
ohne zu klagen soll man sogleich beginnen (Part./Optativ)
yuktaś cāvyasanī bhavet
und besonnen und frei von Verstrickung soll man sein (Nom./Nom./Optativ)
śabde sparśe ca rūpe ca gandheṣu ca raseṣu ca; nopabhogāt paraṃ kiṃ cid dhanino vādhanasya vā
„Bei Klang, Berührung, Gestalt, Gerüchen und Geschmäcken gibt es weder für den Reichen noch für den Armen irgendetwas, das über den [bloßen] Genuss hinausgeht.“
Wort für Wort
śabde sparśe ca rūpe ca
bei Klang, Berührung und Gestalt (Lok.Sg.)
gandheṣu ca raseṣu ca
und bei Gerüchen und Geschmäcken (Lok.Pl.)
nopabhogāt paraṃ kiṃ cid
es gibt nichts, das über den Genuss hinausgeht (Abl./Nom./Pron.)
dhanino vādhanasya vā
weder für den Reichen noch für den Armen (Gen.Sg.)
prāk saṃprayogād bhūtānāṃ nāsti duḥkham anāmayam; viprayogāt tu sarvasya na śocet prakṛtisthitaḥ
„Vor der Verbindung der Wesen [mit den Dingen] gibt es kein Leid, [nur] Unversehrtheit; bei der Trennung aber, die für alle [gilt], soll man, in der [eigenen] Natur verharrend, nicht trauern.“
Wort für Wort
prāk saṃprayogād bhūtānāṃ
vor der Verbindung der Wesen (Adv./Abl./Gen.Pl.)
nāsti duḥkham anāmayam
gibt es kein Leid, [nur] Unversehrtheit (3.Sg.Präs./Nom.)
viprayogāt tu sarvasya
bei der Trennung aber, die für alle [gilt] (Abl./Gen.)
na śocet prakṛtisthitaḥ
soll man, in der [eigenen] Natur verharrend, nicht trauern (Optativ/Nom.Adj.)
dhṛtyā śiśnodaraṃ rakṣet pāṇipādaṃ ca cakṣuṣā; cakṣuḥśrotre ca manasā mano vācaṃ ca vidyayā
„Mit Standhaftigkeit soll man Geschlechtsteil und Bauch bewachen, Hand und Fuß mit dem Auge; Auge und Ohr mit dem Geist, den Geist aber und die Rede mit [rechtem] Wissen.“
Wort für Wort
dhṛtyā śiśnodaraṃ rakṣet
mit Standhaftigkeit soll man Geschlechtsteil und Bauch schützen (Instr./Akk./Optativ)
pāṇipādaṃ ca cakṣuṣā
und Hand und Fuß mit dem Auge (Akk./Instr.)
cakṣuḥśrotre ca manasā
und Auge und Ohr mit dem Geist (Akk.Dual/Instr.)
mano vācaṃ ca vidyayā
den Geist aber und die Rede mit [rechtem] Wissen (Akk./Akk./Instr.)
praṇayaṃ pratisaṃhṛtya saṃstuteṣv itareṣu ca; vicared asamunnaddhaḥ sa sukhī sa ca paṇḍitaḥ
„Nachdem er die Zuneigung zu Vertrauten wie auch zu den übrigen [Menschen] zurückgezogen hat, soll er ohne Überheblichkeit wandeln; er [ist] glücklich, und er [ist] der Weise.“
Wort für Wort
praṇayaṃ pratisaṃhṛtya
nachdem er die Zuneigung zurückgezogen hat (Akk./Absolutiv)
saṃstuteṣv itareṣu ca
bei den Vertrauten und den übrigen (Lok.Pl.)
vicared asamunnaddhaḥ
er soll wandeln, ohne überheblich zu sein (Optativ/Nom.Adj.)
„Wer, an der Selbstschau erfreut, [in sich] ruhend, unbekümmert und ohne [weltliches] Verlangen, allein mit dem Selbst als Gefährten wandelt, der wird glücklich sein.“
Wort für Wort
adhyātmaratir āsīno
an der Selbstschau erfreut, [ruhig] verweilend (Nom.Adj./Nom.Part.)
nirapekṣo nirāmiṣaḥ
unbekümmert, ohne [weltliches] Verlangen (Nom.)
ātmanaiva sahāyena
allein mit dem Selbst als Gefährten (Instr.)
yaś caret sa sukhī bhavet
wer wandelt, der wird glücklich sein (Nom./Optativ/Nom./Optativ)