Kapitel 99: yuddhayajñavarṇanā
Der Kampf als Opfer: Ambarīṣa fragt Indra nach dem Lohn der Helden
Auf Yudhiṣṭhiras Frage nach dem Los der im Kampf gefallenen Krieger erzählt Bhīṣma das Gespräch zwischen Ambarīṣa und Indra, in dem die Schlacht als Opfer gedeutet wird, dessen Priester, Gaben und Geräte Elefanten, Fleisch, Waffen und Blut sind.
yudhiṣṭhira uvāca; ke lokā yudhyamānānāṃ śūrāṇām anivartinām; bhavanti nidhanaṃ prāpya tan me brūhi pitāmaha
Yudhiṣṭhira sprach: „Welche Welten erlangen die Helden, die kämpfen und nicht zurückweichen, wenn sie den Tod gefunden haben? Das sage mir, Großvater.“
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Nom.; Perf. 3.Sg.)
ke lokā yudhyamānānāṃ
welche Welten [gibt es] für die Kämpfenden (Nom.Pl.; Gen.Pl. Part.Präs.Med.)
śūrāṇām anivartinām
für die Helden, die nicht umkehren (Gen.Pl.; Gen.Pl.)
bhavanti nidhanaṃ prāpya
werden [ihnen] sein, nachdem sie den Tod erreicht haben (3.Pl.Präs.; Akk.; Abs.)
tan me brūhi pitāmaha
das sage mir, Großvater (Akk.; Dat./Gen.; Imp.2.Sg.; Vok.)
ambarīṣo hi nābhāgaḥ svargaṃ gatvā sudurlabham; dadarśa suralokasthaṃ śakreṇa sacivaṃ saha
Ambarīṣa, der Sohn des Nābhāga, sah, nachdem er in den so schwer erreichbaren Himmel gelangt war, seinen Feldherrn in der Götterwelt weilen, zusammen mit Śakra.
Wort für Wort
ambarīṣo hi nābhāgaḥ
Ambarīṣa nämlich, der Nābhāga[-Sohn] (Nom.Sg.)
svargaṃ gatvā sudurlabham
in den Himmel gegangen, den sehr schwer erreichbaren (Abs.; Akk.Sg.)
dadarśa suralokasthaṃ
sah [ihn], in der Götterwelt weilend (Perf.3.Sg.; Akk.Sg.)
śakreṇa sacivaṃ saha
den Gefährten zusammen mit Śakra (Instr.; Akk.; Postp.)
Nābhāga: Patronym; „nābhāgaḥ“ kann auch „Nābhāga-Nachkomme“ heißen.
[Ihn sah er] auf einem herrlichen, göttlichen, ganz aus Glanz bestehenden Luftwagen stehend, immer höher hinaufsteigend, seinen eigenen Feldherrn, den Gebieter.
Wort für Wort
sarvatejomayaṃ divyaṃ
ganz aus Glanz bestehend, göttlich (Akk.Sg.n.)
vimānavaram āsthitam
den vorzüglichen Luftwagen bestiegen habend (Akk.; Part.Perf.Pass. Akk.Sg.m.)
„Nachdem ich die ganze, vom Meer begrenzte Erde nach der Ordnung beherrscht hatte und, den Gesetzen gemäß, im Wunsch nach Dharma unter den vier Ständen gewirkt hatte,
Wort für Wort
sāgarāntāṃ mahīṃ kṛtsnām
die bis zum Meer reichende Erde, die ganze (Akk.Sg.f.)
anuśiṣya yathāvidhi
nachdem ich [sie] regiert hatte, regelgemäß (Abs.; Adv.)
cāturvarṇye yathāśāstram
in der Vierständeordnung, nach der Lehrvorschrift (Lok.; Adv.)
pravṛtto dharmakāmyayā
tätig geworden, aus Verlangen nach Dharma (Part. Nom.; Instr.)
nachdem ich Gäste mit Speise und Trank, die Väter mit der Svadhā-Spende, die Seher mit Vedastudium und Weihen, die Götter mit unübertrefflichen Opfern [erfreut hatte],
Wort für Wort
atithīn annapānena
Gäste mit Speise und Trank (Akk.Pl.; Instr.)
pitṝṃś ca svadhayā tathā
und die Väter mit der Svadhā, ebenso (Akk.Pl.; Instr.)
ṛṣīn svādhyāyadīkṣābhir
die Seher mit Eigenstudium und Weihen (Akk.Pl.; Instr.Pl.)
devān yajñair anuttamaiḥ
die Götter mit Opfern, unübertroffenen (Akk.Pl.; Instr.Pl.)
Das regierende Verb (etwa „erfreut“) fehlt; ergänzt aus dem Zusammenhang.
śakra uvāca; aiśvaryam īdṛśaṃ prāptaḥ sarvadevaiḥ sudurlabham; yad anena kṛtaṃ karma pratyakṣaṃ te mahīpate; purā pālayataḥ samyak pṛthivīṃ dharmato nṛpa; śatravo nirjitāḥ sarve ye tavāhitakāriṇaḥ; saṃdhamo vidhamaś caiva sudhamaś ca mahābalaḥ; rākṣasā durjayā loke trayas te yuddhadurmadāḥ; putrās te śataśṛṅgasya rākṣasasya mahīpateḥ; atha tasmiñ śubhe kāle tava yajñaṃ vitanvataḥ; aśvamedhaṃ mahāyāgaṃ devānāṃ hitakāmyayā; tasya te khalu vighnārtham āgatā rākṣasās trayaḥ; koṭīśataparīvārāṃ rākṣasānāṃ mahācamūm; parigṛhya tataḥ sarvāḥ prajā bandīkṛtās tava; vihvalāś ca prajāḥ sarvāḥ sarve ca tava sainikāḥ; nirākṛtas tvayā cāsīt sudevaḥ sainyanāyakaḥ; tatrāmātyavacaḥ śrutvā nirastaḥ sarvakarmasu; śrutvā teṣāṃ vaco bhūyaḥ sopadhaṃ vasudhādhipa; sarvasainyasamāyuktaḥ sudevaḥ preritas tvayā; rākṣasānāṃ vadhārthāya durjayānāṃ narādhipa; nājitvā rākṣasīṃ senāṃ punarāgamanaṃ tava; bandīmokṣam akṛtvā ca na cāgamanam iṣyate; sudevas tad vacaḥ śrutvā prasthānam akaron nṛpa; saṃprāptaś ca sa taṃ deśaṃ yatra bandīkṛtāḥ prajāḥ; paśyati sma mahāghorāṃ rākṣasānāṃ mahācamūm; dṛṣṭvā saṃcintayām āsa sudevo vāhinīpatiḥ; neyaṃ śakyā camūr jetum api sendraiḥ surāsuraiḥ; nāmbarīṣaḥ kalām ekām eṣāṃ kṣapayituṃ kṣamaḥ; divyāstrabalabhūyiṣṭhaḥ kim ahaṃ punar īdṛśaḥ; tataḥ senāṃ punaḥ sarvāṃ preṣayām āsa pārthiva; yatra tvaṃ sahitaḥ sarvair mantribhiḥ sopadhair nṛpa; tato rudraṃ mahādevaṃ prapanno jagataḥ patim; śmaśānanilayaṃ devaṃ tuṣṭāva vṛṣabhadhvajam; stutvā śastraṃ samādāya svaśiraś chettum udyataḥ; kāruṇyād devadevena gṛhītas tasya dakṣiṇaḥ; sa pāṇiḥ saha śastreṇa dṛṣṭvā cedam uvāca ha; kim idaṃ sāhasaṃ putra kartukāmo vadasva me; sa uvāca mahādevaṃ śirasā tv avanīṃ gataḥ; bhagavan vāhinīm enāṃ rākṣasānāṃ sureśvara; aśakto 'haṃ raṇe jetuṃ tasmāt tyakṣyāmi jīvitam; gatir bhava mahādeva mamārtasya jagatpate; nāgantavyam ajitvā ca mām āha jagatīpatiḥ; ambarīṣo mahādeva kṣāritaḥ sacivaiḥ saha; tam uvāca mahādevaḥ sudevaṃ patitaṃ kṣitau; adhomukhaṃ mahātmānaṃ sattvānāṃ hitakāmyayā; dhanurvedaṃ samāhūya sagaṇaṃ sahavigraham; rathanāgāśvakalilaṃ divyāstrasamalaṃkṛtam; rathaṃ ca sumahābhāgaṃ yena tat tripuraṃ hatam; dhanuḥ pinākaṃ khaḍgaṃ ca raudram astraṃ ca śaṃkaraḥ; nijaghānāsurān sarvān yena devas triyambakaḥ; uvāca ca mahādevaḥ sudevaṃ vāhinīpatim; rathād asmāt sudeva tvaṃ durjayas tu surāsuraiḥ; māyayā mohito bhūmau na padaṃ kartum arhasi; atrasthas tridaśān sarvāñ jeṣyase sarvadānavān; rākṣasāś ca piśācāś ca na śaktā draṣṭum īdṛśam; rathaṃ sūryasahasrābhaṃ kim u yoddhuṃ tvayā saha; sa jitvā rākṣasān sarvān kṛtvā bandīvimokṣaṇam; ghātayitvā ca tān sarvān bāhuyuddhe tv ayaṃ hataḥ; vidhamaṃ prāpya bhūpāla vidhamaś ca nipātitaḥ
Śakra sprach: „Eine solche Herrlichkeit, die selbst von allen Göttern nur schwer zu erlangen ist, hat er erreicht. Was er getan hat, ist dir, Herr der Erde, offenkundig: Als du früher die Erde recht und dharmagemäß beschütztest, König, wurden alle Feinde besiegt, die dir Übles taten. Saṃdhama, Vidhama und der starkarmige Sudhama, drei schwer besiegbare Rākṣasas, in der Welt bekannt für ihren Kampfeswahn, waren Söhne des Rākṣasa Śataśṛṅga, Herr der Erde. Dann, zu jener glücklichen Zeit, als du das Opfer ausbreitetest, das große Opfer, das Rossopfer, im Wunsch nach dem Wohl der Götter, kamen diese drei Rākṣasas gewiss, um es zu stören, und nachdem sie ein großes Heer der Rākṣasas, umgeben von hundert Krores, herangeführt hatten, wurden alle deine Untertanen gefangen genommen. Alle Untertanen waren bestürzt und alle deine Soldaten; Sudeva, der Heerführer, war von dir zurückgewiesen worden. Da wurde er, nachdem er das Wort der Minister gehört hatte, von allen Ämtern ausgeschlossen. Nachdem du dann deren Rede erneut gehört hattest, Herr der Erde, [und zwar] mit Hintergedanken [?], wurdest du Sudeva, mit dem ganzen Heer ausgerüstet, von dir ausgesandt, um die schwer besiegbaren Rākṣasas zu töten, Herrscher der Menschen: ‚Ohne das Heer der Rākṣasas besiegt zu haben, [soll] deine Rückkehr [nicht sein], und ohne die Gefangenen befreit zu haben, wird das Zurückkommen nicht gewünscht.‘ Sudeva, dies Wort hörend, brach auf, König, und gelangte an jenen Ort, wo die Untertanen gefangen gehalten wurden. Er sah das überaus schreckliche große Heer der Rākṣasas. Als er es sah, dachte der Heerführer Sudeva nach: ‚Dieses Heer ist nicht zu besiegen, nicht einmal von den Göttern mit Indra, Göttern und Asuras. Nicht einmal einen Bruchteil von ihnen zu vernichten, ist Ambarīṣa imstande. Wie sollte ich, mit einer an göttlichen Waffen so reichen Kraft, so einer sein?‘ Dann sandte er, König, das ganze Heer wieder zurück, dorthin, wo du mit allen Ministern samt ihren Hintergedanken [?] warst. Darauf nahm er Zuflucht zu Rudra, dem großen Gott, dem Herrn der Welt, und pries den Gott, der auf dem Leichenacker wohnt, den Stierbannerträger. Nachdem er ihn gepriesen hatte, ergriff er eine Waffe und wollte sich den eigenen Kopf abschlagen; aus Mitleid wurde seine rechte [Hand] vom Gott der Götter ergriffen. Dessen Hand samt der Waffe, als er sie sah, sprach er da: ‚Was ist dies für ein Wagnis, mein Sohn? Sage mir, was du tun willst.‘ Er sprach zum großen Gott, mit dem Haupt zur Erde gebeugt: ‚Erhabener, Herr der Götter, dieses Heer der Rākṣasas kann ich im Kampf nicht besiegen; darum werde ich das Leben lassen. Sei du mein Weg, großer Gott, Herr der Welt, für mich Bedrängten. Ohne zu siegen darf ich nicht zurückkehren, hat mir der Herr der Welt gesagt; Ambarīṣa, großer Gott, ist samt seinen Ministern beschimpft worden.‘ Zu dem auf der Erde niedergefallenen Sudeva, dem Hochgesinnten, mit gesenktem Gesicht, sprach der große Gott, im Wunsch nach dem Wohl der Wesen: Nachdem er die Bogenkunde herbeigerufen hatte, samt Gefolge und samt Gestalt, angefüllt mit Wagen, Elefanten und Rossen, geschmückt mit göttlichen Waffen, und den überaus prächtigen Wagen, mit dem jene Dreiburg zerstört wurde, den Bogen Pināka, das Schwert und die rudrische Waffe: [all das gab] Śaṃkara, [das,] womit der Gott Tryambaka alle Asuras erschlug. Und der große Gott sprach zu Sudeva, dem Heerführer: ‚Von diesem Wagen aus, Sudeva, bist du, auch für Götter und Asuras unbesiegbar, durch Māyā betört, nicht imstande, auf der Erde einen Fuß zu setzen. Auf ihm stehend wirst du alle Dreißig [Götter] und alle Dānavas besiegen. Rākṣasas und Piśācas vermögen einen solchen Wagen, tausend Sonnen gleich, nicht einmal anzusehen, geschweige denn mit dir zu kämpfen.‘ Nachdem er alle Rākṣasas besiegt, die Gefangenen befreit und sie alle hatte töten lassen, wurde dieser im Ringkampf erschlagen. Nachdem er Vidhama erreicht hatte, Beschützer der Erde, wurde er von Vidhama zu Fall gebracht.“
Wort für Wort
śakra uvāca; aiśvaryam īdṛśaṃ prāptaḥ
Śakra sprach | solche Herrschaft erlangt habend (Akk.n.; Part. Nom.)
sarvadevaiḥ sudurlabham; yad anena kṛtaṃ karma
von allen Göttern nur schwer zu erlangen (Instr.Pl.; Akk.) | die Tat, die von ihm getan wurde (Rel.; Instr.; Part.Pass.)
pratyakṣaṃ te mahīpate; purā pālayataḥ samyak pṛthivīṃ dharmato nṛpa
vor Augen dir, Erdherr (Gen./Dat.; Vok.) | als du früher recht die Erde dharmagemäß schütztest, König (Gen.abs. Part.Präs.; Akk.; Abl.-Adv.; Vok.)
śatravo nirjitāḥ sarve ye tavāhitakāriṇaḥ; saṃdhamo vidhamaś caiva sudhamaś ca mahābalaḥ
alle Feinde wurden besiegt, die dir Feindliches taten (Nom.Pl.; Part.Pass.; Rel.; Nom.Pl.) | Saṃdhama, Vidhama und Sudhama, der Starke (Nom.Sg.)
rākṣasā durjayā loke trayas te yuddhadurmadāḥ; putrās te śataśṛṅgasya rākṣasasya mahīpateḥ
Rākṣasas, schwer besiegbar in der Welt, drei, kampftoll (Nom.Pl.) | Söhne des Rākṣasa Śataśṛṅga, Erdherr (Nom.Pl.; Gen.; Vok./Gen.)
da zu jener guten Zeit, als du das Opfer ausbreitetest (Lok.; Gen.abs. Part.Präs.) | das Rossopfer, das große Opfer, aus Wunsch nach dem Wohl der Götter (Akk.; Instr.)
tasya te khalu vighnārtham āgatā rākṣasās trayaḥ; koṭīśataparīvārāṃ rākṣasānāṃ mahācamūm
dazu kamen gewiss dir zur Störung die drei Rākṣasas (Gen.; Akk.; Part.Pass. Nom.Pl.) | das große Heer der Rākṣasas, umgeben von hundert Koṭis (Akk.Sg.f.)
parigṛhya tataḥ sarvāḥ prajā bandīkṛtās tava; vihvalāś ca prajāḥ sarvāḥ sarve ca tava sainikāḥ
umfasst habend, dann alle Untertanen gefangen gesetzt, deine (Abs.; Nom.Pl.; Part.Pass.) | und bestürzt alle Untertanen und alle deine Soldaten (Nom.Pl.)
zurückgewiesen war von dir Sudeva, der Heerführer (Part.Pass.; Instr.; Impf.) | dort, das Wort der Minister gehört habend, ausgeschlossen von allen Aufgaben (Abs.; Part.Pass. Nom.; Lok.Pl.)
deren Wort wieder gehört habend, mit Hintergedanken [?], Erdherrscher (Abs.; Akk.; Adv.; Vok.) | mit dem ganzen Heer ausgestattet wurde Sudeva von dir ausgesandt (Part.Pass. Nom.; Instr.)
zur Tötung der Rākṣasas, der schwer besiegbaren, Menschenherrscher (Gen.Pl.; Dat.; Vok.) | nicht besiegt habend das Rākṣasa-Heer, Rückkehr deine (Abs.; Akk.; Nom.n.)
bandīmokṣam akṛtvā ca na cāgamanam iṣyate; sudevas tad vacaḥ śrutvā prasthānam akaron nṛpa
und ohne Befreiung der Gefangenen zu bewirken wird Kommen nicht gewünscht (Abs.; Nom.; Präs.Pass.) | Sudeva, dies Wort gehört habend, machte den Aufbruch, König (Abs.; Akk.; Impf.3.Sg.; Vok.)
saṃprāptaś ca sa taṃ deśaṃ yatra bandīkṛtāḥ prajāḥ; paśyati sma mahāghorāṃ rākṣasānāṃ mahācamūm
und er gelangte an den Ort, wo die Untertanen gefangen waren (Part.Pass.; Akk.; Nom.Pl.) | sah das überaus schreckliche große Heer der Rākṣasas (Präs.+sma = Vergangenheit; Akk.)
gesehen habend, dachte nach Sudeva, der Heerführer (Abs.; Perf.periphr.; Nom.) | dieses Heer ist nicht besiegbar, selbst nicht von Göttern und Asuras samt Indra (Adv.; Inf.; Instr.Pl.)
Ambarīṣa ist nicht fähig, einen Bruchteil von ihnen zu vernichten (Nom.; Akk.; Gen.; Inf.) | reich an Kraft göttlicher Waffen; was denn ich, wieder, ein solcher (Nom.; Interr.)
dann das ganze Heer wieder sandte er, König (Akk.; Perf.periphr.; Vok.) | wo du mit allen Ministern samt Hintergedanken [?] warst, König (Instr.Pl.)
tato rudraṃ mahādevaṃ prapanno jagataḥ patim; śmaśānanilayaṃ devaṃ tuṣṭāva vṛṣabhadhvajam
dann suchte er Zuflucht bei Rudra, Mahādeva, dem Herrn der Welt (Akk.; Part.Perf.Pass.; Gen.; Akk.) | den Gott, der im Leichenfeld wohnt, pries er, den Stierbannerträger (Akk.; Perf.3.Sg.)
gepriesen habend, die Waffe ergriffen habend, den eigenen Kopf abzuschlagen bereit (Abs.; Abs.; Inf.; Part.) | aus Mitleid wurde vom Gott der Götter gefasst seine rechte [Hand] (Abl.; Instr.; Part.Pass.)
sa pāṇiḥ saha śastreṇa dṛṣṭvā cedam uvāca ha; kim idaṃ sāhasaṃ putra kartukāmo vadasva me
diese Hand samt der Waffe, sehend, sprach dies (Nom.; Postp.+Instr.; Abs.; Perf.) | was ist dies für ein Wagnis, Sohn, du willst tun, sage mir (Interr.; Nom.; Vok.; Imp.Med.)
sa uvāca mahādevaṃ śirasā tv avanīṃ gataḥ; bhagavan vāhinīm enāṃ rākṣasānāṃ sureśvara
er sprach zu Mahādeva, mit dem Kopf zur Erde gelangt (Perf.; Akk.; Instr.; Part.) | Erhabener, dieses Heer der Rākṣasas, Herr der Götter (Vok.; Akk.; Gen.Pl.; Vok.)
unfähig bin ich, im Kampf zu siegen, darum werde ich das Leben lassen (Nom.; Inf.; Fut.1.Sg.; Akk.) | sei Zuflucht, großer Gott, für mich Bedrängten, Herr der Welt (Imp.; Vok.; Gen.; Vok.)
nāgantavyam ajitvā ca mām āha jagatīpatiḥ; ambarīṣo mahādeva kṣāritaḥ sacivaiḥ saha
nicht zurückzukehren [ist], ohne gesiegt zu haben, sagte mir der Herr der Erde (Gerundiv; Abs.; Perf.) | Ambarīṣa, großer Gott, [ist] verletzt/getadelt samt den Ministern [?] (Nom.; Vok.; Part.Pass.; Instr.)
tam uvāca mahādevaḥ sudevaṃ patitaṃ kṣitau; adhomukhaṃ mahātmānaṃ sattvānāṃ hitakāmyayā
zu ihm sprach Mahādeva, zu Sudeva, gefallen auf die Erde (Akk.; Perf.; Part.; Lok.) | mit gesenktem Gesicht, den Hochgesinnten, aus Wunsch nach dem Wohl der Wesen (Akk.; Gen.Pl.; Instr.)
die Bogenlehre herbeigerufen habend, samt Gefolge, samt Gestalt (Akk.; Abs.) | gefüllt mit Wagen, Elefanten, Rossen, geschmückt mit göttlichen Waffen (Akk.n.)
rathaṃ ca sumahābhāgaṃ yena tat tripuraṃ hatam; dhanuḥ pinākaṃ khaḍgaṃ ca raudram astraṃ ca śaṃkaraḥ
und den überaus herrlichen Wagen, durch den jene Dreiburg zerstört wurde (Akk.; Instr.Rel.; Part.Pass.) | Bogen Pināka, Schwert, rudrische Waffe, Śaṃkara (Akk.; Nom.)
nijaghānāsurān sarvān yena devas triyambakaḥ; uvāca ca mahādevaḥ sudevaṃ vāhinīpatim
erschlug alle Asuras, [mit dem] der Gott Tryambaka (Perf.3.Sg.; Akk.Pl.; Instr.; Nom.) | und sprach Mahādeva zu Sudeva, dem Heerführer (Perf.; Akk.)
rathād asmāt sudeva tvaṃ durjayas tu surāsuraiḥ; māyayā mohito bhūmau na padaṃ kartum arhasi
von diesem Wagen aus, Sudeva, du, unbesiegbar durch Götter und Asuras (Abl.; Vok.; Nom.; Instr.) | durch Māyā betört, auf der Erde nicht einen Fuß zu setzen vermagst du (Instr.; Part.; Lok.; Inf.; 2.Sg.)
atrasthas tridaśān sarvāñ jeṣyase sarvadānavān; rākṣasāś ca piśācāś ca na śaktā draṣṭum īdṛśam
hier stehend wirst du alle Götter, alle Dānavas besiegen (Nom.; Akk.Pl.; Fut.2.Sg.Med.) | Rākṣasas und Piśācas sind nicht fähig, einen solchen zu sehen (Nom.Pl.; Inf.)
rathaṃ sūryasahasrābhaṃ kim u yoddhuṃ tvayā saha; sa jitvā rākṣasān sarvān kṛtvā bandīvimokṣaṇam
den Wagen, tausend Sonnen gleich; geschweige denn mit dir zu kämpfen (Akk.; Interr.-Part.; Inf.; Instr.) | er, nachdem er alle Rākṣasas besiegt, die Befreiung der Gefangenen bewirkt hatte (Abs.; Akk.)
ghātayitvā ca tān sarvān bāhuyuddhe tv ayaṃ hataḥ; vidhamaṃ prāpya bhūpāla vidhamaś ca nipātitaḥ
und nachdem er sie alle hatte töten lassen, wurde dieser im Ringkampf erschlagen (Abs.Kaus.; Lok.; Part.Pass.) | Vidhama erreicht habend, Erdhüter, von Vidhama zu Fall gebracht (Abs.; Vok.; Nom.; Part.Kaus.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Lange Zusatzpassage (@011), textlich stark verderbt und syntaktisch sprunghaft; Sprecherwechsel und Anführungen nicht überall eindeutig. Mit [?] markierte Stellen (sopadhaṃ/sopadhair, kṣāritaḥ) sind unsicher; der Schluss (Sudevas Tod im Ringkampf) steht im Widerspruch zum Rahmen (Sudeva im Himmel) und ist ggf. Textfehler.
nānena kratubhir mukhyair iṣṭaṃ naiva dvijātayaḥ; tarpitā vidhivac chakra so 'yaṃ kasmād atīva mām
„Weder hat dieser mit den vorzüglichsten Opfern geopfert, noch hat er, Śakra, die Zweimalgeborenen regelgemäß befriedigt. Wie kommt es, dass dieser mich so sehr [überragt]?“
Wort für Wort
nānena kratubhir mukhyair
nicht von diesem mit Opfern, vorzüglichen (Instr.Sg.; Instr.Pl.)
iṣṭaṃ naiva dvijātayaḥ
geopfert wurde [nicht], keineswegs die Zweimalgeborenen (Part.Pass.; Nom.Pl.)
ambarīṣa uvāca; kāni yajñe havīṃṣy atra kim ājyaṃ kā ca dakṣiṇā; ṛtvijaś cātra ke proktās tan me brūhi śatakrato
Ambarīṣa sprach: „Welche Opfergaben gibt es hierbei im Opfer, was ist die Opferbutter und was die Opfergabe an die Priester? Und welche werden hier Priester genannt? Das sage mir, Śatakratu.“
Wort für Wort
ambarīṣa uvāca
Ambarīṣa sprach
kāni yajñe havīṃṣy atra
welche im Opfer die Gaben hier (Interr.Nom.Pl.n.; Lok.; Adv.)
kim ājyaṃ kā ca dakṣiṇā
was die Opferbutter und welche das Priesterhonorar (Nom.; Nom.f.)
ṛtvijaś cātra ke proktās
und Priester hier, welche genannt (Nom.Pl.; Interr.; Part.Pass.)
indra uvāca; ṛtvijaḥ kuñjarās tatra vājino 'dhvaryavas tathā; havīṃṣi paramāṃsāni rudhiraṃ tv ājyam eva ca
Indra sprach: „Die Priester dort sind die Elefanten, die Adhvaryus ebenso die Rosse; die Opfergaben sind hervorragendes Fleisch, und die Opferbutter ist eben Blut.
sṛgālagṛdhrakākolāḥ sadasyās tatra satriṇaḥ; ājyaśeṣaṃ pibanty ete haviḥ prāśnanti cādhvare
Schakale, Geier und Krähen sind dort die Sadasyas, die Teilnehmer der Opfersitzung; sie trinken den Rest der Opferbutter und verzehren die Opfergabe im Opfer.
Wort für Wort
sṛgālagṛdhrakākolāḥ
Schakale, Geier, Kolkraben (Nom.Pl.)
sadasyās tatra satriṇaḥ
Sadasyas dort, Opferteilnehmer (Nom.Pl.)
ājyaśeṣaṃ pibanty ete
den Rest der Butter trinken diese (Akk.; 3.Pl.Präs.; Nom.)
haviḥ prāśnanti cādhvare
und die Opfergabe verzehren sie im Opfer (Akk.; 3.Pl.Präs.; Lok.)
Massen von Wurfspeeren und Keulen, Schwerter, Lanzen und Äxte, funkelnd, geschliffen, blutgetränkt [?]: das sind seine Opferlöffel, ebenso die Teilnehmer.
Der scharfe Pfeil, der durch die Wucht des Bogens weit fliegt und den Körper des Feindes zerreißt, gerade, gut geschliffen, blutgetrunken, ist sein großer Opferlöffel (Sruva).
Wort für Wort
cāpavegāyatas tīkṣṇaḥ
durch Bogenschwung gestreckt, scharf (Nom.Sg.)
parakāyāvadāraṇaḥ
den Körper des Feindes zerreißend (Nom.)
ṛjuḥ suniśitaḥ pītaḥ
gerade, gut geschliffen, blutgetrunken (Nom.Sg.)
sāyako 'sya sruvo mahān
der Pfeil ist sein Sruva, der große (Nom.; Gen.; Nom.)
dvīpicarmāvanaddhaś ca nāgadantakṛtatsaruḥ; hastihastagataḥ khaḍgaḥ sphyo bhavet tasya saṃyuge
Das mit Panther- oder Tigerfell umwickelte Schwert, dessen Griff aus Elefantenzahn gemacht ist und das in der Elefantenhand liegt [?], soll ihm in der Schlacht der Opferlöffel Sphya sein.
Wort für Wort
dvīpicarmāvanaddhaś ca
und mit Pantherfell umbunden (Nom.)
nāgadantakṛtatsaruḥ
mit Elefantenzahn als Griff gemacht (Nom.)
hastihastagataḥ khaḍgaḥ
in der Elefantenhand/Rüssel befindlich, das Schwert (Part.; Nom.)
sphyo bhavet tasya saṃyuge
Sphya möge sein, für ihn im Kampf (Nom.; Opt.3.Sg.; Gen.; Lok.)
„hastihastagataḥ“ wörtlich „in die Elefantenhand/den Rüssel gegangen“; Sinn unsicher [?].
Die Schläge mit funkelnden, geschliffenen, blutgetränkten Speeren, Lanzen und Äxten, scharfen, aus Eisen [?] gefertigten, sind [seine] Opfergabe [den Priestern].
Wort für Wort
jvalitair niśitaiḥ pītaiḥ
mit funkelnden, geschliffenen, getränkten (Instr.Pl.)
prāsaśaktiparaśvadhaiḥ
Speeren, Lanzen, Äxten (Instr.Pl.)
śaikyāyasamayais tīkṣṇair
aus geflochtenem Eisen [?], scharfen (Instr.Pl.)
abhighāto bhaved vasu
Schlag möge sein [als] Gut/Opfergabe (Nom.; Opt.; Nom.n.)
„śaikyāyasamaya“ unklar (śaikya „aus Schnüren/Gestell“ + āyasa „eisern“) [?]; „vasu“ hier als Priestergabe (dakṣiṇā) gedeutet.
[Eine] große [Menge], nach Zahl und Ordnung ausgebreitet, aus edler Herkunft entstanden.
Wort für Wort
saṃkhyāsamayavistīrṇam
nach Zahl und Vereinbarung ausgebreitet (Akk./Nom.Sg.n.)
abhijātodbhavaṃ bahu
aus edler Herkunft entstanden, viel (Akk.n.; Adv./Nom.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzzeile, syntaktisch isoliert und unklar; Wiedergabe unsicher [?].
havirdhānaṃ tu tasyāhuḥ pareṣāṃ vāhinīmukham; kuñjarāṇāṃ hayānāṃ ca varmiṇāṃ ca samuccayaḥ; agniḥ śyenacito nāma tasya yajñe vidhīyate
Sein Havirdhāna-[Wagen], sagt man, ist die Front des feindlichen Heeres; die Ansammlung von Elefanten, Rossen und Gepanzerten: das Feuer namens Śyenacit wird bei seinem Opfer eingerichtet.
Wort für Wort
havirdhānaṃ tu tasya āhuḥ
den Havirdhāna(-Wagen) aber, sagt man, seinen (Akk./Gen./3.Pl.Perf.)
pareṣāṃ vāhinīmukham
der Feinde Heeresfront (Gen.Pl./Akk.)
kuñjarāṇāṃ hayānāṃ ca
der Elefanten und der Rosse (Gen.Pl.)
varmiṇāṃ ca samuccayaḥ
und der Gepanzerten Ansammlung (Gen.Pl./Nom.Sg.)
agniḥ śyenacitaḥ nāma
das Feuer, das Śyenacit heißt (Nom.Sg.)
tasya yajñe vidhīyate
bei seinem Opfer wird eingerichtet (Lok./3.Sg.Pass.)
Der Iḍā-Anruf: die vom Elefantenstachel getriebenen Elefanten trompeten; im Schall des Händeklatschens [liegt] der Vaṣaṭ-Ruf, o Fürst; als Udgātar gilt in dieser Schlacht die Pauke, [die] „Trisāman“ [heißt].
Wort für Wort
iḍopahūtaṃ krośanti
als Iḍā-Anruf schreien sie (Akk./3.Pl.Präs.)
kuñjarāḥ aṅkuśeritāḥ
Elefanten, vom Stachel getrieben (Nom.Pl./Part.Pass.)
vyāghuṣṭatalanādena
mit dem Schall von Getöse und Handschlägen (Instr.Sg., Kompositum)
vaṣaṭkāreṇa pārthiva
als Vaṣaṭ-Ruf, o Fürst (Instr./Vok.)
udgātā tatra saṃgrāme
Udgātar dort in der Schlacht (Nom./Lok.)
trisāmā dundubhiḥ smṛtaḥ
die Trisāman-Pauke gilt (Nom./Part.Pass.)
vyāghuṣṭatalanādena / vaṣaṭkāreṇa: Zuordnung der Glieder unsicher.
Wer, wenn Brahmanengut geraubt wird, im Kampf den geliebten Leib hingibt, indem er sich selbst als Pfosten aufrichtet, dessen Opfer hat unendlichen Opferlohn.
Wort für Wort
brahmasve hriyamāṇe
wenn Brahmanengut geraubt wird (Lok.abs./Part.Pass.)
yaḥ priyāṃ yuddhe tanum tyajet
wer im Kampf den lieben Leib aufgibt (Rel./Opt.)
ātmānaṃ yūpam ucchritya
sich selbst als Pfosten aufrichtend (Akk./Abs.)
saḥ yajñaḥ anantadakṣiṇaḥ
das ist ein Opfer mit unendlichem Opferlohn (Nom.)
[Der Fluss], dessen Wurfspieß-Bündel [ihm gehören], mit Pauken als Fröschen und Schildkröten, mit Heldenknochen als Kies, schwer zu durchqueren, mit Fleisch und Blut als Schlamm,
Wort für Wort
yasya tomarasaṃghāṭā
dessen Wurfspieße Bündel [bilden] (Gen./Nom.)
bherīmaṇḍūkakacchapā
Pauken als Frösche und Schildkröten (Kompositum)
vīrāsthiśarkarā
Heldenknochen als Kies (Kompositum)
durgā
schwer passierbar (Nom.Sg.f.)
māṃsaśoṇitakardamā
Fleisch und Blut als Schlamm (Kompositum)
Verse 36-40 bilden einen Satz über den Schlachtfluss.
mit erschlagenen Elefanten als großen Krokodilen, ins Jenseits tragend, unheilvoll, mit Lanzen, Schwertern und Bannern als Uferwerk, mit Geiern, Kaṅka- und Vaḍa-Vögeln als Booten,
Wort für Wort
hatanāgamahānakrā
erschlagene Elefanten als große Krokodile (Kompositum)
paralokavahā aśivā
ins Jenseits tragend, unheilvoll (Nom.Sg.f.)
ṛṣṭikhaḍgadhvajānūkā
Lanzen, Schwerter, Banner als Ufer [?] (Kompositum)
gṛdhrakaṅkavaḍaplavā
Geier, Kaṅka- und Vaḍa-Vögel als Flöße (Kompositum)
patnīśālā kṛtā yasya pareṣāṃ vāhinīmukham; havirdhānaṃ svavāhinyas tad asyāhur manīṣiṇaḥ
Wessen Frauenhalle die Front des feindlichen Heeres geworden ist, [und] die eigenen Heere [sein] Havirdhāna: das nennen die Weisen dessen [Opfergerät].
Wort für Wort
patnīśālā kṛtā yasya
die Halle der Gattin gemacht wurde von dem (Nom./Gen.)
pareṣāṃ vāhinīmukham
der Feinde Heeresfront
havirdhānaṃ svavāhinyaḥ
Havirdhāna [sind] die eigenen Heere (Nom.Pl.)
tat asya āhuḥ manīṣiṇaḥ
das nennen sein die Weisen (3.Pl.Perf./Nom.Pl.)
Zuordnung im Halbvers unklar; Akkusativ/Nominativ-Bezug [?].
Und die Sadas-Halle [ist] das Feuer der inneren Krieger, der Āgnīdhra [liegt] in der nördlichen Richtung; von dem, der das Feindesheer zur Gattin [nimmt?], [sind] alle Welten nicht fern.
Wort für Wort
sadaḥ ca antarayodhāgniḥ
die Sadas-Halle und das Feuer der inneren Krieger [?] (Nom.)
āgnīdhraḥ ca uttarām diśam
der Āgnīdhra und die nördliche Richtung (Nom./Akk.)
śatrusenākalatrasya
dessen, der das Feindesheer zur Gattin hat [?] (Gen.)
sarvalokān adūrataḥ
alle Welten nicht fern (Akk.Pl./Adv.)
Text vermutlich verderbt; Konstruktion des zweiten Halbverses unsicher.
Wenn aber beiderseits die Schlachtordnung [steht] und vorn leerer Raum ist, dann ist das sein Altar beim Opfer; stets [sind ihm] die drei Veden [und] die drei Feuer.
Wort für Wort
yadā tu ubhayataḥ vyūhaḥ
wenn aber beiderseits die Aufstellung (Adv./Nom.)
bhavati ākāśam agrataḥ
ist, Leerraum vorn (3.Sg.Präs./Nom./Adv.)
sā asya vediḥ tathā yajñe
die ist sein Altar so beim Opfer (Nom.Sg.f./Lok.)
nityam vedāḥ trayaḥ agnayaḥ
stets die Veden, drei, die Feuer (Nom.Pl.)
nityaṃ vedās trayo 'gnayaḥ: Bezug knapp; ‚drei Veden [und] drei Feuer‘ [?].
yas tu yodhaḥ parāvṛttaḥ saṃtrasto hanyate paraiḥ; apratiṣṭhaṃ sa narakaṃ yāti nāsty atra saṃśayaḥ
Der Krieger aber, der sich abwendet und, verängstigt, von den Feinden erschlagen wird, kommt in eine Hölle ohne Halt; darüber besteht hier kein Zweifel.
Wort für Wort
yaḥ tu yodhaḥ parāvṛttaḥ
der Krieger aber, der sich abgewandt hat (Nom./Part.)
saṃtrastaḥ hanyate paraiḥ
verängstigt, erschlagen wird von Feinden (Part./Pass.)