ṣaṣṭiṃ varṣasahasrāṇi so 'tapyad gautamas tapaḥ; tam ugratapasaṃ yuktaṃ tapasā bhāvitaṃ munim
Sechzigtausend Jahre übte Gautama Askese; [er,] den streng Asketischen, Gesammelten, durch Askese Geläuterten, den Weisen [Anm.: Satz setzt sich im nächsten Vers fort].
Wort für Wort
ṣaṣṭim varṣasahasrāṇi
sechzig Tausend Jahre (Akk. der Dauer)
saḥ atapyat gautamaḥ tapaḥ
er übte, Gautama, Askese (Impf.3.Sg./Nom./Akk.n.)
tam ugratapasam yuktam
ihn, den streng Asketischen, Gesammelten (Akk.m.)
tapasā bhāvitam munim
durch Askese Geläuterten, den Weisen (Instr./Part.Pass./Akk.m.)
Als der Brahmanenseher erkannte, dass Yama durch [seine] Macht gekommen war, trat er, der Reichtum an Askese Besitzende, gesammelt und mit gefalteten Händen an ihn heran.
Wort für Wort
saḥ tam viditvā brahmarṣiḥ
er, ihn erkannt habend, der Brahmanenseher (Nom./Akk./Abs./Nom.m.)
yamam āgatam ojasā
Yama gekommen durch Macht (Akk.m./Part.Pass./Instr.)
prāñjaliḥ prayataḥ bhūtvā
mit gefalteten Händen, gesammelt geworden (Nom.m./Abs.)
upasṛptaḥ tapodhanaḥ
trat heran, der an Askese Reiche (Part.Pass./Nom.m.)
Gautama sprach: „Was hat man getan, um Schuldenfreiheit gegenüber Mutter und Vater zu erlangen? Und wie genießt der Mensch die schwer erreichbaren, glücklichen Welten?“
Wort für Wort
gautama uvāca
Gautama sprach (Perf.)
mātāpitṛbhyām ānṛṇyam
gegenüber Mutter und Vater Schuldenfreiheit (Dat./Abl.du./Akk.n.)
kim kṛtvā samavāpnuyāt
was getan habend könnte man erlangen (Abs./Opt.3.Sg.)
katham ca lokān aśnāti
und wie genießt er die Welten (Präs.3.Sg./Akk.m.Pl.)
puruṣaḥ durlabhān śubhān
der Mensch, schwer erreichbare, glückliche (Nom./Akk.Pl.)
Yama sprach: „Keine andere Pilgerfurt, kein anderer Gott, kein anderer Dharma [gibt es] irgendwie. Den unwissenden Mann, den Herrn der Erde, reinigen sie zunächst [?]. Darum, die Sünde aufgebend und zu ewiger Hingabe Zuflucht genommen, soll er durch Tat, Geist und dann Rede [den Eltern] dienend schuldenfrei werden.“ [Anm.: Text dieser Zusatzstelle unsicher.]
Wort für Wort
yama uvāca
Yama sprach (Perf.)
na anyat tīrtham na devaḥ anyaḥ
keine andere Furt, kein anderer Gott (Nom.n./Nom.m.)
dharmaḥ anyaḥ na katham cana
kein anderer Dharma, auf keine Weise (Nom.m.)
naram tāvat ajānantam
den Mann zunächst, den Nichtwissenden (Akk.m./Part.Präs.)
pāvayanti mahīpatim
sie reinigen, den Erdherrn (3.Pl.Präs.Kaus./Akk.m.) [?]
tasmāt pāpam parityajya
darum Sünde aufgegeben habend (Abl./Akk./Abs.)
bhaktim āsthāya śāśvatīm
Hingabe, ewige, aufgesucht (Akk.f./Abs.)
karmaṇā manasā vācā tataḥ
durch Tat, Geist, Rede, dann (Instr./Adv.) [vācāto = vācā tato?]
bhajan anṛṇaḥ bhavet
dienend schuldenfrei werde er (Part.Präs./Nom.m./Opt.3.Sg.)
Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Die Zeile ist verderbt bzw. sprachlich unklar (vācāto, pāvayanti); Übersetzung unsicher.