Kapitel 136: nakṣatracakraṃ
Das Mondhaus-Rad (Nakṣatracakra)
Īśvara beschreibt ein Mondhaus-Rad mit drei Kanälen (nāḍī), auf die die Mondhäuser verteilt werden; aus der Stellung der Planeten in diesen Kanälen wird Glück oder Unglück für Kriegszüge ermittelt. Die Liste der Mondhäuser ist unvollständig (Citrā doppelt, Maghā u. a. fehlen); der Schlussvers ist dunkel.
Īśvara sprach: Nun werde ich das Rad darlegen, das beim Aufbruch zum Kriegszug und dergleichen Frucht gibt: Mit Aśvinī beginnend zeichne man das Rad, mit drei Kanälen (nāḍī) geschmückt.
Die erste [Reihe bilden] Aśvinī, Ārdrā und die folgenden, dann Uttaraphalgunī, Hastā, Jyeṣṭhā, ebenso Mūla, Vāruṇa (Śatabhiṣaj) und Ajaikapād (Pūrvabhādrapadā):
dies ist die erste Nāḍī. Die andere: Yāmya (Bharaṇī), ebenso Mṛgaśiras, Puṣya, Bhāgya (Pūrvaphalgunī), ebenso Citrā, Maitra (Anurādhā), Āpya (Pūrvāṣāḍhā) und Vāsava (Dhaniṣṭhā),
ahirvradhraṃ tṛtīyātha kṛttikā rohiṇī hy ahiḥ / citrā svātī viśākhā ca śravaṇā revatī ca bhaṃ //
[und] Ahirbudhnya (Uttarabhādrapadā). Nun die dritte: Kṛttikā, Rohiṇī, Ahi (Āśleṣā), Citrā, Svātī, Viśākhā, Śravaṇa und Revatī – [diese] Mondhäuser.
Wort für Wort
ahirbudhnyam
Ahirbudhnya-Mondhaus
tṛtīyā
die dritte
ahiḥ
Schlange (Āśleṣā)
śravaṇā
Śravaṇa
bham
Mondhaus, Gestirn
ahirvradhraṃ steht für ahirbudhnyaṃ. Citrā erscheint in V. 3 und V. 4; an dieser Stelle wäre eher Maghā zu erwarten; die dritte Reihe hat nur acht Glieder.
Aus den Planeten, die sich in den drei Kanälen befinden, ist Günstiges und Ungünstiges zu erkennen. Dieses Rad [heißt] „Schlangenfürst“ (phaṇīśvara), mit drei Kanälen geschmückt.
Was mit Sonne, Mars, Saturn und Rāhu [in einer Nāḍī] steht, ist ungünstig; das übrige ist günstig. Land und Dorf zusammen, Bruder, Gattin und dergleichen sind jeweils einzeln günstig [?].