Kapitel 92: pratiṣṭhāvidhikathanaṃ
Darlegung der Vorschrift für die Installation
Beginn der Lehre von der Installation (pratiṣṭhā) des Liṅga: fünf Arten der Installation, Prüfung, Reinigung und Inbesitznahme des Bauplatzes, Aufspüren von Fremdkörpern im Boden mittels Silbenorakel, dann die Vorbereitung, Reinigung und Weihe der Grundsteinplatten (Neun- bzw. Fünf-Platten-Variante) mit Tattvas, Mūrtis, Schatzkrügen und Weltenhütern. Das Kolophon nennt das Kapitel „śilānyāsakathanam“ (Legung der Grundsteine); einzelne Verse (3, 37, 52, 59) sind verderbt oder unvollständig.
Īśvara sprach: Die Installation (pratiṣṭhā) werde ich der Reihe nach in Kürze verkünden, o Guha. Das Postament (pīṭha) ist die Śakti, das Liṅga ist Śiva; ihre Verbindung mittels der Śiva-Mantras ist diese [Pratiṣṭhā].
Es gibt fünf Arten der Installation; ihre Gestalt sage ich dir. Diejenige, bei der die Verbindung mit dem Brahma-Stein (brahmaśilā) stattfindet, ist die Pratiṣṭhā im besonderen Sinn.
sthāpanantu yathāyogaṃ pīṭha eva niveśanaṃ / pratiṣṭhābhinnapīṭhasya sthitasthāpanamucyate //
Sthāpana (Aufstellung) aber ist das passende Einsetzen allein in das Postament; das [Einsetzen] eines von der Installation nicht getrennten Postaments [?] heißt Sthita-Sthāpana (Aufstellung des Stehenden).
Wort für Wort
sthāpanam
die Aufstellung
pīṭhe eva niveśanam
Einsetzen allein in das Postament
pratiṣṭhā-abhinna-pīṭhasya
des von der Installation ungetrennten Postaments
sthita-sthāpanam ucyate
heißt Aufstellung des Stehenden
Die Definition des sthitasthāpana ist unklar formuliert (pratiṣṭhābhinnapīṭhasya).
Und Utthāpana (Aufrichtung) heißt jene, der das Herausheben des Liṅga vorangeht. Diejenige aber, bei der die Kundigen, nachdem sie das Liṅga hinaufgesetzt haben, eine Weihehandlung vollziehen,
Gemäß der Unterscheidung nach Grundlage (ādhāra) usw. [gibt es] auch bei den Tempeln fünf Arten. Nun soll man aus dem Wunsch nach einem Tempel die Prüfung des Bodens vornehmen.
Weiß und nach Ghee riechend, rot und nach Blut riechend, wohlriechend und gelb, schwarz und nach Branntwein riechend – [so ist] der Boden für Brahmanen usw. der Reihe nach.
[Neigung] nach Osten, Nordosten, Norden ist überall [gut], und die östliche ist unter ihnen die vorzüglichste. Bei welchem [Boden], wenn eine ellenlange Grube ausgehoben und [wieder] gefüllt wird, Erde übrig bleibt,
diesen Boden erkenne man als besten; oder [man prüfe ihn], mit Wasser usw. besprengt. Einen durch Knochen, Kohle usw. verdorbenen soll der Guru gründlich reinigen.
Für Stadt, Dorf und Festung, zum Bau von Haus und Tempel [reinige man ihn] durch Grabungen, durch Weidenlassen von Kuhherden oder durch wiederholtes Pflügen.
Im Pavillon soll man die Handlung von der Verehrung der Tore usw. bis zur Sättigung der Mantras vollziehen und nach Vorschrift tausendmal mit dem Aghora-Waffen[-Mantra] opfern.
Wenn der Boden eingeebnet und bestrichen ist, reinige man die Richtungen; mit Gold, Dickmilch und ungeschroteten Körnern ziehe man Linien im Rechtsumgang.
In dem vollen Krug, der von der Mitte aus im nordöstlichen Feld steht, verehre man Śiva; nachdem man den Vāstu[-Geist] verehrt hat, besprenge man mit dessen Wasser die Hacke usw.
Nachdem man außen die Scharen der Rakṣas verehrt hat, werfe man nach Vorschrift die Richtungsspende (digbali); nachdem man den Boden besprengt und gebadet hat, verehre man die Hacke usw.
Einen weiteren Krug, mit einem Paar Gewänder bedeckt, setze man auf die Schulter eines Zweimalgeborenen; umgeben vom Lärm von Gesang, Musik usw. und von vedischer Rezitation,
nachdem man die Verehrung im Krug zusammengefasst hat, lasse man, wenn der [günstige] Zeitpunkt (lagna) gekommen ist, im Feld des Agni (Südosten) mit der besprengten und mit Honig bestrichenen Hacke graben.
Die Erde werfe man nach Südwesten, in die Grube gieße man das Wasser des Kruges. Bis zur östlichen Grenzlinie der Stadt führe man [den Krug], soweit man wünscht.
Bis zum Kies oder bis zum Wasser lasse man den Boden graben, um den Fehler der Fremdkörper (śalya) zu beseitigen. Wenn [man] ein Mädchen [befragt] [?], soll man nach Vorschrift den Fremdkörper herausholen.
Wort für Wort
karkara-antam jala-antam
bis zum Kies oder Wasser
śalya-doṣa-jighāṃsayā
um den Fremdkörperfehler zu beseitigen
kumārīm cet
wenn ein Mädchen [befragt wird]
śalyam uddharet
soll den Fremdkörper herausholen
kumārīṃ ced: offenbar wird ein Mädchen als Orakel befragt (vgl. „mānavaś cet“ in V. 21); Text verkürzt.
akacaṭatapayaśahān mānavaścet praśnākṣarāṇi tu / agnerdhvajādipātitāḥ svasthāne śalyamākhyānti //
Wenn aber ein Mann [befragt wird], sind die Fragesilben a, ka, ca, ṭa, ta, pa, ya, śa, ha; von Agni (Südosten) an auf die [Felder] Dhvaja usw. fallend, zeigen sie den Fremdkörper an seiner Stelle an.
Und aus einer Veränderung am Körper des Auftraggebers soll man dessen Maß [Tiefe] erkennen, [ebenso] aus dem Hereinkommen von Tieren usw., aus Äußerungen [und] Tierlauten aus den Richtungen.
Das Alphabet (mātṛkā), mit den acht Gruppen versehen, schreibe man auf eine Tafel oder auf den Boden; die Erkenntnis des Fremdkörpers [erfolgt] entsprechend der Gruppe, der Reihe nach von Osten bis Nordosten.
Bei der a-Gruppe [zeigt sich] Eisen, bei der ka-Gruppe Kohle, vom Agni-[Südost] aus; bei der ca-Gruppe Asche im Süden; bei der ṭa-Gruppe Knochen im Südwesten;
bei der ta-Gruppe Ziegel im Wasser[-Bereich, Westen], und ein Schädel bei der pa-Gruppe; bei der ya-Gruppe Leiche, Würmer usw.; bei der śa-Gruppe gebe man Eisen an;
Wort für Wort
ta-varge iṣṭakā āpye
bei der ta-Gruppe Ziegel im Westen
kapālam pa-vargake
bei der pa-Gruppe ein Schädel
ya-varge śava-kīṭa-ādi
bei der ya-Gruppe Leiche, Würmer usw.
śa-varge loham ādiśet
bei der śa-Gruppe soll man Eisen angeben
śavakītādi lies śavakīṭādi. cāpye: im Bereich des Varuṇa (Westen).
bei der ha-Gruppe Silber; ebenso [erkennt man] von der a-Gruppe [aus] auch Unheilbringendes. Nachdem man geprüft hat, [fülle man die Grube] mit handvollweisen Füllungen, mit Erdschichten von acht Fingern [Dicke],
[und] indem man die Grube bis auf ein Viertel mit angefeuchteten, mit Hämmern festgeschlagenen [Schichten] auffüllt; nachdem der Guru dort den Boden hat bestreichen und eben machen lassen,
gehe er mit der allgemeinen Arghya-[Schale] in der Hand zu dem [noch] zu beschreibenden Pavillon; nachdem er Torbogen und Torhüter verehrt hat, trete er durch das Westtor ein.
Dort vollziehe er die Selbstreinigung usw., die Weihe von Feuergrube und Pavillon, [die Aufstellung] des mit der Vardhanī [-Kanne] verbundenen Kruges und die Verehrung der Weltenhüter und Śivas.
Die Erzeugung des Feuers, [seine] Verehrung usw. – alles vollziehe er wie zuvor. Zusammen mit dem Opferherrn (yajamāna) gehe er zum Badepavillon der Steine.
Die Steine für das Tempel-Liṅga, die als Pāda, Dharma usw. bezeichnet werden [?], gelten als empfehlenswert, wenn sie acht Finger hoch, viereckig und eine Elle lang sind.
Wort für Wort
śilāḥ prāsāda-liṅgasya
die Steine des Tempel-Liṅga
pāda-dharma-ādi-sañjñakāḥ
Pāda, Dharma usw. genannt
aṣṭa-aṅgula-ucchritāḥ
acht Finger hoch
catur-asrāḥ kara-āyatāḥ
viereckig, eine Elle lang
pādadharmādisañjñakāḥ: Bezeichnung der Grundsteine unklar.
Aus Felsgestein sind die Steinplatten zu machen, aus Ziegeln halb so groß; beim Tempel aus Stein [nehme man] Steinplatten, beim ziegelgemauerten Ziegel.
[Sie werden] mit neun Feldern [?] usw. bezeichnet, [bzw.] lotusförmig und mit Lotussen bezeichnet. Nandā, Bhadrā, Jayā, Riktā, und die Pūrṇā Genannte gilt als fünfte.
[das sind] der Reihe nach die Schatzkrüge der neun, [bis] Pūrṇa und ebenso Uttara. Nachdem man zuerst einen Sitz gegeben, [die Platten] geschlagen und mit dem Pfeil-Mantra geritzt hat,
Wort für Wort
navānām yathāsaṅkhyam
der neun der Reihe nach
nidhi-kumbhaḥ
Schatzkrug
āsanam prathamam dattvā
zuerst einen Sitz gebend
tāḍya ullikhya śara-aṇunā
schlagend und mit dem Pfeilmantra ritzend
Pāda b wiederholt versehentlich V. 36d (nidhikumbhaḥ pūrṇas tathottaraḥ).
vollziehe man mit dem auf hūṃ phaṭ endenden Waffen[-Mantra] das Schmutzbad (malasnāna); [dann] nach Vorschrift das Bad mit den fünf Kuhprodukten und mit den fünf Nektaren (pañcāmṛta).
Dazwischen vollziehe man [ein Bad] mit Duftwasser, mit dem Mantra, der mit dem eigenen Namen [der Platte] versehen ist; dann mit Wasser von Früchten, Juwelen und Gold und mit Wasser aus Kuhhörnern.
Nachdem man [sie] mit Sandel gesalbt hat, bedecke man die Platte mit Gewändern; nachdem man einen goldenen Sitz gegeben und [sie] im Rechtsumgang zum Opferplatz geführt hat,
lege man sie mit dem Herz[-Mantra] auf ein Lager oder auf ein Kuśa-Bett. Nachdem man [sie] verehrt hat, setze man die Gesamtheit der Tattvas von Buddhi bis zur Erde [auf sie]
und die drei Tattvas, die die drei Abschnitte durchdringen, setze man der Reihe nach ein: in [den Abschnitt] von Buddhi bis Citta, in den von Cintā [?] bis zu den Tanmātras
Wort für Wort
tri-khaṇḍa-vyāpakam
die drei Abschnitte durchdringend
tattva-trayam anukramāt nyaset
soll die drei Tattvas der Reihe nach einsetzen
buddhi-ādau citta-paryante
von Buddhi bis Citta
cintā-tanmātraka-avadhau
von Cintā bis zu den Tanmātras
Die Abgrenzung der drei Abschnitte ist im Text undeutlich (cintā wohl für citta bzw. manas).
tanmātrādau dharānte ca śivavidyātmanāṃ sthitiḥ / tattvāni nijamantreṇa tattveśāṃś ca hṛdārcayet //
und in den von den Tanmātras bis zur Erde: [dies] ist der Standort von Śiva-, Vidyā- und Ātma[-Tattva]. Die Tattvas soll man mit ihrem eigenen Mantra und die Herren der Tattvas mit dem Herz[-Mantra] verehren,
Wort für Wort
tanmātra-ādau dharā-ante
von den Tanmātras bis zur Erde
śiva-vidyā-ātmanām sthitiḥ
Standort von Śiva, Vidyā und Ātman
tattvāni nija-mantreṇa
die Tattvas mit ihrem Mantra
tattva-īśān hṛdā arcayet
soll die Tattva-Herren mit dem Herzmantra verehren
an den mit Blumengirlanden usw. gekennzeichneten Stellen, der Reihe nach: „oṃ hūṃ śivatattvāya namaḥ“ (Oṃ hūṃ, Verehrung dem Śiva-Tattva); „oṃ hūṃ śivatattvādhipataye rudrāya namaḥ“ (… Verehrung Rudra, dem Herrn des Śiva-Tattva); „oṃ hāṃ vidyātattvāya namaḥ“ (… dem Vidyā-Tattva); „oṃ hāṃ vidyātattvādhipāya viṣṇave namaḥ“ (… Viṣṇu, dem Herrn des Vidyā-Tattva); „oṃ hāṃ ātmatattvāya namaḥ“ (… dem Ātma-Tattva); „oṃ hāṃ ātmatattvādhipataye brahmaṇe namaḥ“ (… Brahmā, dem Herrn des Ātma-Tattva). Erde, Feuer, Opferherr, Sonne, Wasser, Wind, Mond und Äther –
mahādevaṃ ca bhīmaṃ ca mūrtīśāṃś ca yathākramāt / oṃ dharāmūrtaye namaḥ, oṃ dharādhipataye namaḥ, ityādimantrān lokapālān yathāsaṅkhyaṃ nijāṇubhiḥ //
Mahādeva und Bhīma als Herren der Gestalten der Reihe nach, mit den Mantras „oṃ dharāmūrtaye namaḥ“ (Oṃ, Verehrung der Erdgestalt), „oṃ dharādhipataye namaḥ“ (Oṃ, Verehrung dem Herrn der Erde) usw.; die Weltenhüter der Reihe nach mit ihren eigenen Mantras
vinyasya pūjayet kumbhāṃstanmantrair vā nijāṇubhiḥ / indrādīnāṃ tu vījāni vakṣyamāṇakrameṇa tu //
– nachdem man [sie] eingesetzt hat, verehre man die Krüge mit deren Mantras oder mit den eigenen Mantras; die Bījas von Indra usw. aber in der Reihenfolge, die nun genannt wird:
„lūṃ rūṃ śūṃ pūṃ vūṃ yūṃ mūṃ hūṃ kṣūṃ“ [Anm.: Silbenreihe der Bījas der Weltenhüter]. Damit ist die Variante mit neun Platten genannt; ebenso [gibt es] die mit fünf Platten [?]: In jedem Tattva setze man gemäß der Schöpfungsfolge fünf Gestalten ein, Erde usw.
Wort für Wort
navaśilā-pakṣaḥ uktaḥ
die Neun-Platten-Variante ist genannt
śilā pañca-padā
die Fünf-Platten-[Variante]
prati-tattvam nyaset mūrtīḥ
soll in jedem Tattva Gestalten einsetzen
sṛṣṭyā pañca dharā-ādikāḥ
gemäß der Schöpfung fünf, Erde usw.
śilā pañcapadā: wohl „die Variante mit fünf Platten“.
„oṃ pṛthvīmūrtaye namaḥ“ (Oṃ, Verehrung der Erdgestalt), „oṃ pṛthvīmūrtyadhipataye brahmaṇe namaḥ“ (Oṃ, Verehrung Brahmā, dem Herrn der Erdgestalt) usw. sind die Mantras. Nachdem man die fünf Krüge der Reihe nach mit ihren eigenen Namen verehrt hat, verschließe man [sie] nach Vorschrift; die Einsetzung [geschieht] in der Reihenfolge von der Mittelplatte aus.
Mit dem Wall-Mantra (prākāra) mache man [eine Umwallung] mit Asche und Darbha-Gras. Dann setze man in den Feuergruben die tragende Kraft (dhārikā śakti) ein, verehre und sättige
tattvatattvādhipān mūrtīrmūrtīśāṃś ca ghṛtādibhiḥ / tato brahmāṃśaśuddhyarthaṃ mūlāṅgaṃ brahmabhiḥ kramāt //
die Tattvas und Tattva-Herren, die Gestalten und die Herren der Gestalten mit Ghee usw. Dann [opfere man] zur Reinigung der Brahmā-Anteile den Grund[-Mantra] und die Glied[-Mantras] mit den Brahma-[Mantras] der Reihe nach –
Wort für Wort
tattva-tattva-adhipān
Tattvas und Tattva-Herren
mūrtīḥ mūrti-īśān
Gestalten und Gestaltenherren
ghṛta-ādibhiḥ
mit Ghee usw.
brahma-aṃśa-śuddhi-artham
zur Reinigung der Brahmā-Anteile
mūla-aṅgam brahmabhiḥ
Grund- und Gliedmantra mit den Brahma-Mantras
brahmāṃśa: der Brahmā zugeordnete Teil des Liṅga bzw. der Platten [?].
nachdem man [Opfer] von hundert usw. bis zur Vollspende vollzogen hat, sind die Platten mit Beruhigungswasser (śāntijala) zu besprengen; und man verehre [sie], indem man sie mit Kuśa berührt, Tattva für Tattva der Reihe nach.
Wort für Wort
kṛtvā śata-ādi-pūrṇa-antam
hundert usw. bis zur Vollspende vollziehend
prokṣyāḥ śānti-jalaiḥ śilāḥ
die Platten sind mit Beruhigungswasser zu besprengen
Nachdem man Vergegenwärtigung (sānnidhya) und Verbindung (sandhāna) vollzogen hat, setze man das Gereinigte erneut ein. So vollziehe man die Handlung in den drei Teilen, jeweils [zu jedem] hingehend.
„oṃ āṃ īṃ ātmatattvavidyātattvābhyāṃ namaḥ“ (Oṃ āṃ īṃ, Verehrung dem Ātma-Tattva und dem Vidyā-Tattva) – so. Mit der Wurzel usw. des Darbha-Grases berühre man die drei [Teile], den Brahmā-Teil usw., der Reihe nach; man vollziehe die Verknüpfung der Tattvas durch Anwendung von kurzem und langem [Vokal].
„oṃ hāṃ uṃ vidyātattvaśivatattvābhyāṃ namaḥ“ (Oṃ hāṃ uṃ, Verehrung dem Vidyā-Tattva und dem Śiva-Tattva). Kupferkrüge, mit Ghee und Honig gefüllt, mit Juwelen versehen, mit Pañcagavya und Arghya[-Wasser] besprengt, deren Gottheiten die Weltenhüter sind,
soll man, nachdem man sie mit ihren eigenen Mantras verehrt hat, in ihrer Gegenwart das Feueropfer vollziehen. Dann gedenke man der Schutzgottheiten aller Platten:
wissensgestaltig, gebadet, goldfarben, mit Steinen als Gewand [?]. Zur Tilgung von Fehlern wie Mangelhaftigkeit usw. und zur Reinigung des Bauplatzbodens opfere man mit dem Waffen[-Mantra] bis zum Haupt[-Mantra] [?] je hundert Opfergaben.
Wort für Wort
vidyā-rūpāḥ kṛta-snānāḥ
wissensgestaltig, gebadet
hema-varṇāḥ
goldfarben
nyūna-ādi-doṣa-moṣa-artham
zur Tilgung von Mängeln usw.
vāstu-bhūmeḥ śuddhaye
zur Reinigung des Bauplatzes
āhutīnām śatam śatam
je hundert Opfergaben
hemavārṇāḥ lies hemavarṇāḥ; śilāmbarāḥ unklar; mūrdhāntam „bis zum Haupt“ unsicher.