Kapitel 287: aśvavāhanasāraḥ
Das Wesentliche über das Reiten der Pferde
Dhanvantari lehrt die günstigen Zeiten für das erste Reiten, die Einsetzung der Götter in den Leib des Pferdes und den ins Ohr geflüsterten Weihespruch, die Eigenschaften guter und schlechter Reiter sowie Techniken der Ausbildung (Zügelführung, das „Ergreifen des Fußes“, Gangfiguren); am Ende folgen eine Salbe gegen Insekten und eine Einteilung der Pferde nach Typen und Ständen. Die reiterlichen Fachtermini (37-49) sind im Digitalisat stark verderbt und nur annähernd deutbar. Vers 23 ist unvollständig; in 64-65 fehlt der Vaiśya-Typ.
Dhanvantari sprach: Das Wesentliche über das Reiten der Pferde und die Heilbehandlung der Pferde werde ich darlegen. Die Haltung von Pferden ist zu betreiben, um Dharma, Kāma und Artha zu erlangen.
Aśvinī, Śravaṇa, Hasta und die drei Uttarā [Anm.: Uttaraphalgunī, Uttarāṣāḍhā, Uttarabhādrapadā] sind die empfohlenen Mondhäuser für das erste Reiten der Pferde.
tīvrair na ca parair daṇḍair adeśe na ca tāḍayet / kīlāsthisaṃkule caiva viṣame kaṇṭakānvite //
Man soll [das Pferd] nicht mit scharfen oder übermäßigen [?] Stöcken schlagen, auch nicht an ungeeignetem Ort; ebenso nicht auf Boden, der voller Pflöcke und Knochen, uneben und mit Dornen besetzt ist,
Wort für Wort
tīvraiḥ daṇḍaiḥ
mit scharfen Stöcken
adeśe
an ungeeignetem Ort
na tāḍayet
man soll nicht schlagen
kīla-asthi-saṃkule
voller Pflöcke und Knochen
viṣame kaṇṭaka-anvite
uneben, mit Dornen besetzt
parair: Bedeutung unsicher („anderen“ bzw. „übermäßigen“).
auf Boden, der mit Sand und Schlamm bedeckt und durch Löcher und Gruben verdorben ist. Wer, ohne das Gemüt [des Pferdes] zu kennen und ohne geeignete Mittel, das Reiten betreibt,
Wort für Wort
vālukā-paṅka-saṃchanne
mit Sand und Schlamm bedeckt
garta-agarta-pradūṣite
durch Löcher und Gruben verdorben
a-citta-jñaḥ
der das Gemüt nicht kennt
vinā upāyaiḥ
ohne Mittel
vāhanam kurute
betreibt das Reiten
vālukāpaṅga für vālukāpaṅka; kurutetu haḥ wohl verderbt für kurute tu yaḥ.
der wird [vielmehr] vom Pferd gelenkt, wenn er ohne Sattelgurt [?] auf dem Rücken sitzt. Seinen Willen [dem Pferd] verständlich zu machen, vermag nur ein Geschickter, der Beste unter den Verständigen,
Wort für Wort
saḥ vāhyate hayena eva
er wird vom Pferd selbst gelenkt
pṛṣṭha-sthaḥ
auf dem Rücken sitzend
kaṭikām vinā
ohne Gurt [?]
chandam vijñāpayet
er macht den Willen verständlich
sukṛtī dhīmatām varaḥ
der Geschickte, Bester der Verständigen
kaṭikā: Bedeutung unsicher (Gurt, Sattel?); sakṛtī wohl für sukṛtī.
der durch Übung und Eifer, auch ohne Lehrbuch, sein eigener Reiter [ist]. Dann soll er auf den Leib des gebadeten, nach Osten gewandten [Pferdes] die Götter setzen,
Wort für Wort
abhyāsāt abhiyogāt ca
durch Übung und Eifer
vinā śāstram
ohne Lehrbuch
snātasya prāṅmukhasya
des gebadeten, nach Osten gewandten
devān vapuṣi yojayet
er setze die Götter in den Leib
vināśāstraṃ als vinā śāstraṃ gelesen; prāṅmukha als praṅmukha geschrieben.
jeweils mit ihrer eigenen Keimsilbe, beginnend mit dem Praṇava [oṃ] und endend mit namaḥ, der Reihe nach: Brahmā in den Geist, Viṣṇu in die Kraft, Vainateya [Garuḍa] in die Tatkraft,
die Rudras in die Flanken, den Lehrer [Bṛhaspati] in die Einsicht, die Viśvedevas in die Vitalpunkte, in die Augenwirbel [?] und in die Augen Mond und Sonne, in die Ohren die Aśvins,
Wort für Wort
pārśve rudrāḥ
die Rudras in die Flanken
guruḥ buddhau
der Lehrer in die Einsicht
viśvedevāḥ marmasu
die Viśvedevas in die Vitalpunkte
dṛśi indu-arkau
Mond und Sonne in die Augen
karṇayoḥ aśvinau
die Aśvins in die Ohren
dṛgāvarte: Haarwirbel am Auge (āvarta); dṛśīndvarkau = dṛśi indu-arkau.
Agni in den Bauch, Svadhā in den Schweiß, Vāc [die Rede] in die Zunge, Anila [den Wind] in die Schnelligkeit, auf den Rücken das Himmelsgewölbe, in die Hufspitzen alle Berge,
die Planeten in das Wiehern und ebenso Vāsuki in die Brust. Nachdem der Reiter gefastet hat, soll er das Pferd verehren und ihm ins rechte Ohr murmeln:
haya gandharvarājastvaṃ śṛṇuṣva vacanaṃ gama / gandharvakulajātastvaṃ mābhūstvaṃ kuladūṣakaḥ //
„Pferd, du bist der König der Gandharvas; höre [mein] Wort, Renner! Du bist aus dem Geschlecht der Gandharvas geboren; werde nicht zum Schänder des Geschlechts!
Wort für Wort
haya
o Pferd
gandharva-rājaḥ tvam
du bist der König der Gandharvas
śṛṇuṣva vacanam
höre das Wort
gandharva-kula-jātaḥ
aus dem Geschlecht der Gandharvas geboren
mā bhūḥ kula-dūṣakaḥ
werde nicht Schänder des Geschlechts
gama wohl Rest von turaṅgama oder Vokativ „Geher, Renner“.
und beim Glanz des Feuers: Erinnere dich deiner Herkunft, o Renner! Erinnere dich: Du bist der Sohn des Königs der Könige [?]; gedenke des wahren Wortes!
Wort für Wort
hutāśanasya dīptyā
beim Glanz des Feuers
smara jātim
erinnere dich der Herkunft
turaṅgama
o Renner
rājendra-putraḥ tvam
du bist Sohn des Königs der Könige
satya-vākyam anusmara
gedenke des wahren Wortes
rājendraputra: „Sohn des Götterkönigs“ oder „Sohn des Königs der Könige“ unsicher.
Nachdem der Reiter dann das Ohrmurmeln vollzogen und ebenso die Feinde verwirrt [?] hat, soll er das Pferd satteln und reiten; aus dem Kampf [kommt] Sieg.
Wort für Wort
karṇa-japam kṛtvā
nachdem er das Ohrmurmeln vollzogen hat
arīn
die Feinde
paryāṇayet hayam
er sattle das Pferd
vāhayet
er reite
yuddhataḥ jayaḥ
aus dem Kampf Sieg
vimuhya ca tathā pyarīn unsicher (evtl. „die Feinde betörend“); paryānayet wohl zu paryāṇa „Sattel“.
Die Fehler der Pferde sind meist mit ihrem eigenen Körper [angeboren] entstanden; sie werden von guten Reitern mit großer Mühe beseitigt, und Vorzüge wiederum [hervorgebracht].
Wer die Arbeit nicht kennt, die Mittel nicht kennt, auf Schnelligkeit versessen, sehr jähzornig ist und sich am heftigen Stockschlagen erfreut, der wird nicht gelobt [?].
Wer aber die Mittel und das Gemüt [des Pferdes] kennt, lauter ist, die Fehler beseitigt, stets auf das Erwerben von Vorzügen bedacht und in allen Verrichtungen erfahren ist, [der ist gelobt].
Nachdem er [das Pferd] am Zügel gefasst hat und auf den Reitplatz getreten ist, soll es von seinem Reiter unter Unterscheidung von links und rechts geritten werden.
Am Morgen soll der Reiter mit einem Sprung [aufsitzen], die Zügel anheben und [das Pferd] ganz langsam in Bewegung setzen, ohne Übermaß [?]; zu einer anderen Tageszeit [reite er] mit festgehaltenem Zügel.
Beruhigen gilt als Güte (sāman); Entzweiung (bheda) wird beim Pferd [als ...] angewandt [?]; Schlagen mit der Peitsche usw. ist Strafe (daṇḍa); Geduld mit der Zeit ist Gabe (dāna).
Wort für Wort
proktam āśvasanam sāma
Beruhigen gilt als Güte
bhedaḥ aśvena niyojyate
Entzweiung wird beim Pferd angewandt
kaśā-ādi-tāḍanam daṇḍaḥ
Schlagen mit Peitsche usw. ist Strafe
dānam kāla-sahiṣṇutā
Gabe ist Geduld mit der Zeit
Die vier politischen Mittel (upāya) werden auf die Pferdeausbildung übertragen; die Deutung von bheda ist im Text ausgefallen oder verderbt; kaṣāditāḍnaṃ für kaśāditāḍanaṃ.
parvapūrvaviśuddhau tu vidadhyāduttarottaram / jihvātale vināyogaṃ vidadhyādvāhane haye //
Erst wenn die jeweils vorangehende [Stufe] vollkommen ist, soll er die jeweils folgende anwenden. Beim Reiten des Pferdes soll er [das Gebiss] ohne Befestigung [?] unter die Zunge legen [?].
Wort für Wort
pūrva-pūrva-viśuddhau
wenn die jeweils vorige vollkommen ist
vidadhyāt uttara-uttaram
wende die jeweils folgende an
jihvā-tale
unter der Zunge
vāhane haye
beim Reiten des Pferdes
parvapūrva für pūrvapūrva; jihvātale vināyogaṃ unklar.
Den Zügel [...] [?] soll er mit dem Maulwinkel zusammen einführen; indem er [das Pferd] vergessen lässt, soll er die schlaffen [Pferde] ganz allmählich reiten.
Bei einem Pferd mit mangelhaftem Zungenteil [?] soll er den Zungenknoten lösen; er soll die Straffheit lockern, bis es das Stocken [?] nicht [mehr] zeigt.
Wort für Wort
jihvā-granthim vimocayet
er löse den Zungenknoten
gāḍhatām mocayet
er lockere die Straffheit
tāvat yāvat
so lange bis
stobham
Stocken [?]
jihvāṅgamāhīne, gāṭatāṃ (gāḍhatāṃ), stobhaṃ na suñcati verderbt bzw. unsicher.
Er soll einen festen [?] Brustriemen anlegen; und [das Pferd] lässt Speichel fließen [?]. Einem [Pferd], das von Natur aus den Kopf hoch trägt, [lege er] den Brustriemen nicht locker an.
Wort für Wort
urastrāṇam
Brustriemen
lālām muñcati
lässt Speichel fließen [?]
ūrdhva-ānanaḥ svabhāvāt
von Natur aus mit erhobenem Kopf
a-ślatham
nicht locker
śatam und avilālañca unsicher; ūrdhānanaḥ für ūrdhvānanaḥ; svabhādyas wohl svabhāvāt.
Nachdem er dies getan hat, soll der beste Reiter [das Pferd] mit Blick und spielerisch reiten. Wer bei ihm mit dem linken Vorderfuß, verbunden mit dem linken Zügel,
den Hinterfuß bewegt, durch den wird der rechte [Fuß] ergriffen [Anm.: d. h. das Pferd zum Angaloppieren auf den rechten Fuß gebracht?]. Wer in dieser Reihenfolge den Dienst mit dem linken Zügel verrichtet,
Wort für Wort
paścimam pādam
den Hinterfuß
gṛhītaḥ tena dakṣiṇaḥ
durch ihn wird der rechte ergriffen
krameṇa anena
in dieser Reihenfolge
vāma-valgayā
mit dem linken Zügel
Technische Reiterfachsprache; Deutung von pādagrahaṇa („Fuß ergreifen“) als Fußwechsel bzw. Angaloppieren unsicher.
Wenn man sieht, dass das Pferd Vertrauen gefasst hat, den Sitz fest andrückt, [es] am Maul anhält und [so] den Fuß ergreifen lässt, so ist das „Hinschauen“ (ālokana) [?]; es ist heilsam.
Wort für Wort
viśvastam hayam ālokya
das vertrauende Pferd sehend
gāḍham āpīḍya āsanam
den Sitz fest andrückend
rodhayitvā mukhe
am Maul anhaltend
pādam grāhyataḥ
den Fuß ergreifen lassend
hitam
heilsam
rokayitvā wohl für rodhayitvā; grāhyato lokanaṃ unsicher (Name der Technik?).
Wird [der Fuß] ergriffen, indem man fest mit den beiden [Schenkeln] [?] andrückt und den Zügel anzieht, und durch dessen Bindung das Fußpaar, so heißt dies ebenso vakkana [?].
Wo man die Füße mit dem Zügel verbindet, den Zügel nach Wunsch löst und durch Einsatz der äußeren Ferse [den Fuß ergreifen lässt], das gilt als tāḍana [Schlagen].
Wenn der Kundige Zusammenbruch und Aufruhr [des Pferdes] [?] erkennt, [verfährt er] in dieser Reihenfolge; mit dem vierten, dem moṭana [Drehen], wird diese Regel vorgeschrieben.
vaṭayitvāsane gāṭaṃ mandamādāya yo brajet / grāhyate saṃgrahādyatra tatsaṃgrahaṇamucyate //
Wo [das Pferd], das man fest im Sitz umschließt [?] und das langsam [angenommen] geht, durch Sammlung [den Fuß] ergreifen gelassen wird, das heißt saṃgrahaṇa [Sammeln].
Wort für Wort
āsane gāḍham
fest im Sitz
mandam
langsam
vrajet
geht
grāhyate saṃgrahāt
wird durch Sammlung ergreifen gelassen
tat saṃgrahaṇam ucyate
das heißt saṃgrahaṇa
vaṭayitvā, gāṭaṃ (gāḍhaṃ), brajet (vrajet) unsicher bzw. verschrieben.
Wenn man [das Pferd] mit einem Schlag in die Flanke trifft, [selbst] an seinem Platz verharrend, [das Pferd] mit abgelenktem Sinn, den Zügel anzieht und mit dem Fuß [den Fuß] ergreifen lässt, [ist das] kaṇṭakapāyana [?].
Wort für Wort
hatvā pārśve prahāreṇa
mit einem Schlag in die Flanke treffend
sthāna-sthaḥ
an seinem Platz
vyagra-mānasam
mit abgelenktem Sinn
valgām ākṛṣya pādena
den Zügel anziehend, mit dem Fuß
parśve für pārśve; grāhyakaṇṭakapāyanam als Fachterminus unsicher.
gatitraye piyaḥ pādamādatte naiva vāñchitaḥ / hatvā tu yatra daṇḍena grāhyate gahanaṃ hi tat //
Wo ein [Pferd], das in den drei Gangarten den gewünschten Fuß nicht nimmt, nach einem Schlag mit dem Stock [den Fuß] ergreifen gelassen wird, das ist gahana.
Wird das Pferd, nachdem man es mit den Vieren [?] zurechtgewiesen hat, mit dem anderen Zügel aufgerichtet und anderswo [den Fuß] ergreifen gelassen, so ist das ucchāsana.
Wort für Wort
khalīkṛtya
zurechtgewiesen
valgayā anyayā
mit dem anderen Zügel
ucchāsya
aufgerichtet
grāhyate anyatra
wird anderswo ergreifen gelassen
ucchāsanam
ucchāsana (Technik)
catuṣkeṇa unklar; ucchāsya wohl für ucchvāsya/ucchrāsya.
Seine natürliche [Neigung] nach außen [berücksichtigend] und es in jene Richtung treten lassend, soll man [den Fuß] ergreifen lassen; das gilt als mukhavyāvartana [Wenden des Kopfes].
Wort für Wort
svabhāvam bahiḥ
die Natur nach außen
tasyām diśi pada-ayanam
das Treten in jene Richtung
niyojya grāhayet
veranlassend lasse er ergreifen
mukha-vyāvartanam matam
gilt als Wenden des Kopfes
bahirasyantaṃ unsicher; vyāpartanaṃ für vyāvartanaṃ.
Nachdem er es dann in den drei Arten der Reihe nach den Fuß hat ergreifen lassen, soll er es in den fünf Gangarten (dhārā) nach und nach ausbilden, im Kreis usw.
Der Verständige soll das Pferd mit bis zum Knie [?] erhobenem Kopf locker reiten; so lange, bis Leichtigkeit in den Gliedern [eintritt], so lange soll er das Pferd reiten.
Wenn das Pferd dabei so steht, dass es mit dem Kreuz [?] den Hals hebt, den Kopf gerade hält, die beiden Hinterfüße auf dem Boden und die [Vorderfüße] in der Luft,
śarīraṃ vikṣipantañca sādhayenmaṇḍalabhramaiḥ / kṣipet skandhañca yo vāhaṃ sa ca sthāpyo hi valgayā //
und seinen Körper hin und her wirft, soll er durch Kreisdrehungen bändigen. Und das [Pferd], das beim Reiten die Schulter wirft, ist mit dem Zügel anzuhalten.
yathā vaśyas tathā śikṣā vinaśyantyativāhitāḥ / avāhitā na midhyanti tuṅgavaktrāṃś ca vāhayet //
Wie [das Pferd] gehorsam ist, so [sei] die Ausbildung; übermäßig gerittene [Pferde] gehen zugrunde, nicht gerittene werden nicht vollkommen; und er soll [Pferde] mit hoch getragenem Kopf reiten.
und Pañcolūkhalikā [„Fünf-Mörser“-Figur] sind auszuführen; diese werden als „stolze“ [Gangfiguren] gepriesen. Saṃkṣipta [zusammengezogen], Vikṣipta [ausgreifend], Kuñcita [gebeugt], wie es sich gehört,
Valgita [gezügelt] und Avalgita [ungezügelt]: So ist [die Gangart] als sechsfach beschrieben. Die Bahn [erstreckt sich] bis zu hundert Bogenlängen, ebenso achtzig und neunzig.
Ein Bhadra-Pferd ist leicht auszubilden; ein Manda-[Pferd] hat nur den Stock im Sinn; ein Mṛga-Pferd hat Hirschbeine; das Saṅkīrṇa [gemischte] soll man als aus diesen vereint erkennen.
Wort für Wort
bhadraḥ su-sādhyaḥ vājī
das Bhadra-Pferd ist leicht auszubilden
mandaḥ daṇḍa-eka-mānasaḥ
das Manda hat nur den Stock im Sinn
mṛga-jaṅghaḥ mṛgaḥ
das Mṛga hat Hirschbeine
saṅkīrṇaḥ
das gemischte
samanviyāt wohl für samanvayāt / samanvitam vidyāt.
Ein Pferd, das Zucker, Honig und geröstete Körner frisst, wohlriechend und rein ist, ist ein Brahmane; ein feuriges Pferd, das gut erzogen und klug ist, ist ein Kṣatriya.
ist in den Gangarten durch Anziehen und Nachlassen des Zügels einzusetzen. Die Merkmale der Pferde usw. werde ich darlegen, wie Śālihotra sie verkündet hat.