Kapitel 99: sūryapratiṣṭhākathanaṃ
Die Installation Sūryas
Īśvara beschreibt in fünf Versen die Aufstellung eines Sonnenbildes nach dem Muster der vorangehenden Installationen: Auflegung von Vidyā, Bhāskara und den Prinzipien, Reinigung des Sockels und Installation mit Sūryas eigenem Mantra; das Bild erhält einen Namen auf -svāmin, -āditya oder -pāda. Im Kolophon steht 'ekonaśatatamaḥ', in der Kapitelüberschrift 'onaśatatamaḥ' (Digitalisierungsfehler).
Īśvara sprach: Ich werde nun die Installation Sūryas verkünden. Nachdem er wie zuvor Pavillon usw. und das Bad usw. nach der früher genannten Vorschrift vollbracht hat, dann
auf dem Sitz-Lager die Vidyā und Bhāskara samt seinen Gliedern auflegend, soll er dort die drei Prinzipien auflegen [und] die mit dem Äther (kha) beginnende Fünfheit samt Vokal [?].
Wort für Wort
vidyām
die Vidyā
āsana-śayyāyām
auf dem Sitz-Lager
sa-aṅgam bhāskaram
Bhāskara samt Gliedern
tri-tattvam
die drei Prinzipien
sa-svaram kha-ādi-pañcakam
die mit kha beginnende Fünfheit samt Vokal
sasvaraṃ khādipañcakaṃ: Deutung unsicher (Elemente oder Silben).
Nachdem er Reinigung usw. wie zuvor vollzogen und den Sockel wie zuvor gereinigt hat, die Fünfheit der Prinzipien bis zur Stufe des Herrn (īśa) samt Bereich [?] auflegend,
und [ihn] mit der allseitig gewandten Kraft (sarvatomukhī) vorschriftsgemäß aufstellend, soll der Lehrer dann mit dessen eigenem Mantra vorschriftsgemäß Sūrya bis zur Śakti installieren.
svāmyantamathavādityaṃ pādāntannāma dhārayet / sūryamantrāstu pūrvoktā draṣṭavyāḥ sthāpanepi ca //
Einen auf „-svāmin“ oder „-āditya“ oder auf „-pāda“ endenden Namen soll er [dem Bild] geben. Die früher genannten Sūrya-Mantras sind auch bei der Installation anzuwenden.