Puṣkara nennt die Voraussetzungen für den Aufbruch zum Feldzug (Sicherung des Rückens, Stärke des eigenen Heeres, Unglück des Feindes, günstige Omina), die Zusammensetzung des Heeres je nach Jahreszeit sowie die Deutung des Körperzuckens bei Männern und Frauen. Das Kolophon nennt das Kapitel „yātrā“. Der letzte Vers ist ein Halbvers.
Puṣkara sprach: Wenn der König meint: „Der Feind in meinem Rücken (pārṣṇigrāha) ist von einem stärkeren Verbündeten im Rücken (ākranda) überwältigt worden“, dann soll er den Feldzug unternehmen.
Wort für Wort
puṣkaraḥ uvāca
Puṣkara sprach
ākrandena balīyasā
durch einen stärkeren Rückenverbündeten
pārṣṇi-grāhaḥ
der Feind im Rücken
abhibhūtaḥ me
ist mir überwältigt
yātrām prayojayet
er unternehme den Feldzug
pārṣṇigrāha: der Feind, der dem ausziehenden König in den Rücken fällt; ākranda: dessen Gegner im Rücken, Verbündeter des Königs.
puṣtā yodhā bhṛṭā bhṛtyāḥ prabhūtañca balaṃ mama / mūlarakṣāsamartho 'smi tair gatvā śivire vrajet //
[Wenn er meint:] „Die Krieger sind wohlgenährt, die Diener entlohnt, und mein Heer ist zahlreich; ich bin imstande, die Basis zu schützen“, dann soll er mit ihnen ausziehen und ins Feldlager gehen.
Oder er ziehe aus, wenn der Feind im Unglück ist, [wenn] der Gegner durch Schicksalsschläge usw. bedrängt ist, [in] die Richtung, in die ein Erdbeben geht und die ein Komet verunreinigt hat,
[wenn] das [feindliche] Heer [ihm] verhasst und verderblich ist [?] und innerer Aufruhr entstanden ist, bei glückverheißendem Zucken des Körpers und ebenso beim Erscheinen guter Träume,
Wort für Wort
vidviṣṭa-nāśakam sainyam
verhasstes, verderbliches Heer [?]
sambhūta-antaḥ-prakopanam
mit entstandener innerer Empörung
śarīra-sphuraṇe dhanye
bei günstigem Körperzucken
su-svapna-pradarśane
beim Erscheinen guter Träume
vidviṣṭanāśakaṃ ist unklar; evtl. „das Heer ist [bei seinem Herrn] verhasst und dem Untergang geweiht“.
[und] wenn günstige Vorzeichen und Vogelomina eingetreten sind, ziehe er gegen die Stadt des Feindes. Ein Heer, das reich an Fußvolk und Elefanten ist, setze er in der Regenzeit ein,
im Winter und in der kühlen Jahreszeit eines, das voll von Wagen und Pferden ist, im Frühling oder zu Beginn des Herbstes eines, das mit allen vier Heeresteilen versehen ist.