Agni zählt die sechzehn großen Gaben auf und beschreibt die Berg-Gaben (aus Getreide, Salz, Rohzucker, Gold usw.) mit ihren Mengen, die zehn Kuh-Gaben aus Stoffen wie Rohzucker, Ghee und Sesam samt Maßeinheiten, die Gestaltung der Rohzuckerkuh, die Anrufungsmantras, die Gabe lebender Kühe und die Vaitaraṇī-Kuh für Sterbende. Von den angekündigten zehn Bergen werden nur neun genannt; mehrere Schreibfehler der Digitalisierung (ghṛha, tṛtoyā, kṣoriṇau, somasammitān).
Agni sprach: Alle Gaben will ich nennen, [zuerst] die sechzehn großen Gaben: die erste ist der Tulāpuruṣa (Mensch auf der Waage), [dann] die Gabe des Goldenen Keims (Hiraṇyagarbha),
das Weltrad (Viśvacakra), die Wunschranke (Kalpalatā), ferner die sieben Meere, die Juwelenkuh und der Krug der großen Elemente – [diese] bringe man an einem glückverheißenden Tag dar.
In einem Pavillon, in einem Maṇḍala verehre man die Götter und übergebe die Gabe einem Brahmanen. Verdienstvoll sind die Berg-(Meru-)Gaben; zehn Berge gibt es, höre sie:
Mit tausend Droṇa Getreide ist [der Getreideberg] der beste, die beiden anderen [bestehen] aus je der Hälfte. Der beste Salzberg ist aus sechzehn Droṇa zu machen.
Mit zehn Bhāra sei der Rohzuckerberg der beste, die beiden anderen je zur Hälfte; der beste Goldberg [besteht] aus tausend Pala, ebenso [je zur Hälfte] die beiden anderen.
daśadroṇaistilādriḥ syāt pañcabhiś ca tribhiḥ kramāt / kārpāsaparvato viṃśabhāraiś ca daśapañcabhiḥ //
Mit zehn Droṇa sei der Sesamberg [der beste], mit fünf und mit drei der Reihe nach [die anderen]; der Baumwollberg mit zwanzig Bhāra und mit zehn und fünf.
Mit acht Bhāra [ist] der Zuckerberg [der beste], der mittlere und der geringe je zur Hälfte. Zehn Kühe will ich verkünden, durch deren Gabe man an Genuss und Erlösung teilhat.
Wort für Wort
aṣṭa-bhāraiḥ śarkarā-adriḥ
der Zuckerberg mit acht Bhāra
madhyaḥ mandaḥ ardhataḥ ardhataḥ
der mittlere und geringe je zur Hälfte
daśa dhenūḥ pravakṣyāmi
zehn Kühe werde ich verkünden
yāḥ dattvā bhukti-mukti-bhāj
die gegeben habend man Genuss und Erlösung teilhaftig ist
Genannt werden nur neun Berge (Getreide, Salz, Rohzucker, Gold, Sesam, Baumwolle, Ghee, Silber, Zucker); der zehnte fehlt.
die Milchkuh, die Honigkuh, die Zucker- und die Dickmilchkuh, die Saftkuh und als zehnte [die Kuh] in eigener Gestalt. [Nun] wird das Verfahren genannt.
Bei den flüssigen Kühen seien es Krüge, bei den übrigen Haufen. Ein schwarzes Antilopenfell von vier Ellen lege man mit dem Hals nach Osten auf den Boden,
das Kalb mache man aus einem Bhāra. Mit zwei Bhāra gilt [die Kuh] als mittlere, das Kalb sei aus einem halben Bhāra; die geringste aber aus einem Bhāra,
nachdem man [sie] so gebildet hat, verehre man die Kuh mit diesen Mantras, o bester Brahmane: „Die Lakṣmī (Glücksgöttin) aller Wesen, die auch in den Göttern weilt,
die Kraft von Mond, Sonne und Gestirnen – sie sei in Kuhgestalt zum Glück. Die Lakṣmī des Viergesichtigen (Brahmā), die Lakṣmī des Reichtumgebers (Kubera),
Ihr Geber erlangt den Himmel für so viele Jahre, wie [sie] Haare hat [?]; ist sie eine braune (Kapilā), so rettet sie überdies das Geschlecht bis ins siebte [Glied].
Wort für Wort
dātā asyāḥ svargam āpnoti
ihr Geber erlangt den Himmel
vatsarān roma-sammitān
Jahre gleich der Zahl der Haare
kapilā cet
wenn sie braun ist
tārayati
rettet sie
ā-saptamam kulam
das Geschlecht bis ins siebte Glied
somasammitān wohl verderbt für romasammitān „an Zahl den Haaren gleich“.
Wer eine [Kuh] mit goldenen Hörnern und silbernen Hufen, mit bronzenem Melkgefäß und nach Vermögen mit Opferlohn versehen gegeben hat, hat teil an Genuss und Erlösung.
Wer eine „beidseitig gesichtige“ (gerade kalbende) Kuh gegeben hat, erlangt den Himmel für so viele Weltzeitalter, wie [Kuh] samt Kalb Haare haben. Nach dem vorigen Verfahren gebe man [sie].
Von einem dem Tod Nahen ist eine Kuh samt Kalb wie zuvor zu geben [mit dem Spruch]: „Am Tor Yamas, dem sehr schrecklichen [?], ist der glühende Fluss Vaitaraṇī;
Wort für Wort
āsanna-mṛtyunā deyā
von einem dem Tod Nahen zu geben
sa-vatsā gauḥ
eine Kuh samt Kalb
yama-dvāre
am Tor Yamas
taptā vaitaraṇī nadī
der glühende Fluss Vaitaraṇī
mahāvīre im Kontext unklar (etwa „dem gewaltigen“); vielleicht verderbt.