Kapitel 182: saptamīvratāni
Die Gelübde des siebten Mondtags
Kurzes Kapitel über die Gelübde des siebten Mondtags, meist mit Verehrung der Sonne: Viśoka (Māgha), Sarvāvāpti (Bhādra bzw. dunkle Māgha-Hälfte), Pāpanāśana (Pauṣa), Nandā (Phālguna), Aparājitā und die Putrīyā für Frauen (Mārgaśīrṣa). 'bjake in V. 1 ist unklar.
Agni sprach: Ich werde das Gelübde des siebten Mondtags darlegen, das allen Genuss und Erlösung gewährt. Wer im Monat Māgha in der hellen Hälfte [am Lotus-Siebten?] die Sonne verehrt, wird des Kummerlosen (Viśoka) teilhaftig.
„Sarvāvāpti“ (Erlangung von allem) [heißt es] am siebten im Monat Bhādra durch Verehrung der Sonne. Wer im Monat Pauṣa in der hellen Hälfte fastend die Sonne verehrt, [begeht den] sündentilgenden [Siebten].
kṛṣṇapakṣe tu māghasya sarvāvāptistu saptamī / phālgune tu site nandā saptamī cārkapūjanāt //
In der dunklen Hälfte des Māgha aber ist der Siebte [ebenfalls] die Sarvāvāpti; im Phālguna in der hellen Hälfte ist der Siebte durch Verehrung der Sonne „Nandā“ (die Erfreuende).
mārgaśīrṣe site prārcya saptamī cāparājitā / mārgaśīrṣe site cāvdaṃ putrīyā saptamī striyāḥ //
Wer im Mārgaśīrṣa in der hellen Hälfte verehrt, [für den ist] der Siebte die „Aparājitā“ (Unbesiegte); im Mārgaśīrṣa in der hellen Hälfte ein Jahr lang [geübt] ist der Siebte für die Frau die „Putrīyā“ (Sohnbringende).