Quellen der Menschheit

Agni-Purāṇa

Kapitel 181: ṣaṣṭhīvratāni Die Gelübde des sechsten Mondtags

Kurzes Kapitel über die Gelübde des sechsten Mondtags: das Skandaṣaṣṭhī-Gelübde (Fruchtkost ab Kārttika, besonders wirksam im Bhādra) und das Kṛṣṇaṣaṣṭhī-Gelübde im Mārgaśīrṣa.

agnir uvāca | ṣaṣṭhīvratāni vakṣyāmi kārttikādau samācaret / ṣaṣṭyāṃ phalāśano 'rghyādyair bhuktimuktimavāpnuyāt //

Agni sprach: Ich werde die Gelübde des sechsten Mondtags darlegen; man übe sie vom Kārttika an. Wer am sechsten [nur] Früchte isst und [den Gott] mit Ehrengaben usw. [verehrt], erlangt Genuss und Erlösung.

Wort für Wort
ṣaṣṭhī-vratāni
Gelübde des sechsten Mondtags
kārttika-ādau
vom Kārttika an
phala-aśanaḥ
Früchte essend
arghya-ādyaiḥ
mit Ehrengaben usw.
bhukti-muktim avāpnuyāt
erlangt Genuss und Erlösung

skandaṣaṣṭhīvrataṃ proktaṃ bhādre ṣaṣṭyāmathākṣayaṃ / kṛṣṇaṣaṣṭhīvrataṃ vakṣye mārgaśīrṣe carecca tat //

[Dies] heißt das Skandaṣaṣṭhī-Gelübde. Am sechsten im Bhādra ist es unvergänglich [in seiner Frucht]. Ich werde das Kṛṣṇaṣaṣṭhī-Gelübde darlegen; man übe es im Mārgaśīrṣa;

Wort für Wort
skanda-ṣaṣṭhī-vratam
Skandaṣaṣṭhī-Gelübde
bhādre ṣaṣṭyām
am sechsten im Bhādra
akṣayam
unvergänglich
kṛṣṇa-ṣaṣṭhī-vratam
Kṛṣṇaṣaṣṭhī-Gelübde
mārgaśīrṣe caret
man übe im Mārgaśīrṣa

anāhāro varṣamekaṃ bhuktimuktimavāpnuyāt //

wer ein Jahr lang [an diesem Tag] ohne Nahrung bleibt, erlangt Genuss und Erlösung.

Wort für Wort
anāhāraḥ
ohne Nahrung
varṣam ekam
ein Jahr
bhukti-muktim
Genuss und Erlösung
avāpnuyāt
erlangt

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