Agni lehrt Gelübde, die an Wochentage in Verbindung mit bestimmten Mondhäusern gebunden sind: Sonntagsriten (Bad, Ahnenopfer, nächtliches Essen) sowie für jeden weiteren Wochentag sieben nächtliche Mahlzeiten, die Leiden durch die Planeten beseitigen. Die Planeten stehen dabei für die entsprechenden Wochentage. Kleinere Verschreibungen (śrādhhau) sind vermerkt.
Agni sprach: Ich werde die Wochentagsgelübde erklären, die Genuss und Erlösung gewähren. Wenn [das Mondhaus] Hasta [oder] Punarvasu auf einen Sonntag fällt, ist ein Bad mit allen Kräutern glückbringend.
śrādhhau cādityavāre tu saptajanmasvarogabhāk / saṅkrāntau sūryavāro yaḥ so 'rkasya hṛdayaḥ śubhaḥ //
Und wer am Sonntag Ahnenopfer darbringt, wird in sieben Geburten der Gesundheit teilhaftig. Der Sonntag, der auf den Eintritt der Sonne in ein Tierkreiszeichen fällt, heißt 'Herz der Sonne' und ist glückverheißend.
Wort für Wort
śrāddhe
beim Ahnenopfer
āditya-vāre
am Sonntag
sapta-janmasu
in sieben Geburten
saṅkrāntau
beim Sonnenübergang
arkasya hṛdayaḥ
Herz der Sonne
śrādhhau ist für śrāddhe o. ä. verschrieben; svarogabhāk wohl als sa-arogabhāk (er ist gesund) zu lesen.
Wer den Sonntag unter Hasta ein Jahr lang mit nächtlichem Essen begeht, wird aller Dinge teilhaftig. Wer sieben Montage unter dem Mondhaus Citrā begeht, wird glücklich.
Wer unter Svāti den Mars [Anm.: den Dienstag] wählt und sieben nächtliche Mahlzeiten hält, wird frei von Leiden. Wer unter Viśākhā den Merkur [Anm.: den Mittwoch] wählt und sieben nächtliche Mahlzeiten hält, vertreibt die von den Planeten verursachten Leiden.
Wer unter Anurādhā den Lehrer der Götter [Anm.: Jupiter, Donnerstag] wählt und sieben nächtliche Mahlzeiten hält, vertreibt die Leiden durch die Planeten. Wer unter Jyeṣṭhā die Venus [Anm.: Freitag] wählt und sieben nächtliche Mahlzeiten hält, vertreibt die Leiden durch die Planeten.