Verehrung Vināyakas (Gaṇeśas) mit Thronmächten, Gliedern und Namensliste; Verehrung der Tripurā mit den acht Bhairavas, den Vaṭukas und Kṣetrapālas sowie Schadens- und Siegesriten. Ferner Mantras der Śrī und Gaurī, Anrufungen der Liebesgottheiten (Anaṅga/Kāma mit ihren Śaktis) und Nityaklinnā. Mehrere Verse sind im Digitalisat verderbt (bes. 3, 11–13, 16, 22); Vers 28 enthält das gesamte Alphabet als Mantra.
Agni sprach: Oṃ. Ich werde die Verehrung des Vināyaka lehren: Man soll die tragende Kraft verehren, die mit Dharma beginnende Achtergruppe, die Knolle, den Stängel, den Lotus und die Samenkapsel,
[Dann] Gaṇamūrti und Gaṇapati; das Herz sei „gaṇaṃ jayaḥ“ [?]; [die Glieder:] „ekadanta“ (dem Einzahnigen), „utkaṭa“ (dem Gewaltigen) – der Kopf, [und] der Haarschopf „acalakarṇine“ (dem mit unbeweglichen Ohren),
Wort für Wort
gaṇa-mūrtim gaṇa-patim
Gaṇamūrti, Gaṇapati
hṛdayam
das Herz
eka-danta
einzahnig
utkaṭa
gewaltig
śiraḥ-śikhā
Kopf, Haarschopf
acala-karṇine
dem mit unbeweglichen Ohren
Glieder-Mantras stark verkürzt überliefert; Zuordnung unsicher.
„gajavaktrāya“ (dem Elefantengesichtigen) – der Panzer, [die Waffe] mit „hūṃ phaṭ“ am Ende; ebenso die Achtergruppe: Mahodara [und] Daṇḍahasta soll man, im Osten beginnend, und in der Mitte verehren.
[und] Saṃhāra – [das sind] die Bhairavas; die Hauptmächte sind Brāhmī usw. Die Bhairavas [werden] mit kurzen [Vokalen], Brahmāṇī bis Ṣaṇmukhā mit langen [angerufen]; im Südosten beginnend die Vaṭukas der Reihe nach:
trägt [rechts] Schutzgeste und Buch, links Wunschgewährung und Rosenkranz. Mit dem Wurzel[mantra] seien Herz usw. [gebildet]; [ferner] Jāla[ndhara], Pūrṇa[giri] und Kāma[rūpa] [als Sitze] [?].
Wort für Wort
bibhratī abhaya-pustam
Schutzgeste und Buch tragend
vāme varada-mālikām
links Wunschgewährung und Rosenkranz
mūlena hṛdaya-ādi
mit dem Wurzelmantra Herz usw.
jāla-pūrṇam kāmakam
Jāla[ndhara], Pūrṇa[giri], Kāma[rūpa]
„jālapūrṇañca kāmakam“ vermutlich die Kultsitze (pīṭha) Jālandhara, Pūrṇagiri, Kāmarūpa.
In der Mitte eines „go“ [?] den Namen geschrieben, und in der Mitte eines achtblättrigen [Lotus]; auf ein Tuch vom Verbrennungsplatz usw. soll man mit Kohle vom Verbrennungsplatz schreiben.
citāṅgārapiṣṭakena mūrtiṃ dhyātvā tu tasya ca / kṣiptvodare nīlasūtrair veṣṭya coccāṭhanaṃ bhavet //
Hat man mit einem Teig aus Scheiterhaufenkohle eine Figur von ihm [dem Opfer] geformt, ihn dabei vorgestellt, [das Beschriebene] in ihren Bauch gesteckt und sie mit blauen Fäden umwickelt, so tritt Vertreibung (uccāṭana) ein.
„oṃ namo bhagavati jvālāmālini gṛdhragaṇaparivṛte svāhā“ (Oṃ, Verehrung dir, Erhabene mit dem Flammenkranz, von Geierscharen umgeben, svāhā) – ein Mann, der in die Schlacht zieht und diesen Mantra murmelt, wird leibhaftig siegreich. „oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ śriyai namaḥ“ (Oṃ śrīṃ hrīṃ klīṃ, Verehrung der Śrī); und im Norden beginnend sind auf dem vierblättrigen [Lotus] Ghṛṇinī, Sūryā zu verehren,
Ādityā und Prabhāvatī; [der Sitz ist] Hemādri [und] Madhura [?]. „oṃ hrīṃ gauryai namaḥ“ (Oṃ hrīṃ, Verehrung der Gaurī) – der Gaurī-Mantra bewirkt alles durch Opfer, Meditation, Murmeln und Verehrung.
[Sie ist] rot, vierarmig, [hält] Schlinge und Wunschgewährung in der rechten Hand [Händen], ist mit Elefantenhaken und Schutzgeste versehen – wer sie mit vollendetem Geist angefleht hat,
der Weise lebt hundert Jahre, und es gibt [für ihn] keine Furcht vor Dieben und Feinden. Ein Zorniger wird gnädig; im Kampf [siegt man] durch Trinken von mantrabesprochenem Wasser.
Augensalbe und Stirnzeichen [wirken] zur Unterwerfung; auf der Zungenspitze entsteht Dichtkunst; durch ihr Murmeln [ist] Liebesvereinigung zur Unterwerfung [wirksam], durch ihr Murmeln [ebenso] das Anblicken der Scham.
ardhanārīśarūpo 'yaṃ lakṣmyādivaiṣṇavādikaḥ / anaṅgarūpā śaktiś ca dvitīyā madanāturā //
Dies ist die Gestalt des Ardhanārīśa [Śiva als halb Frau], [umfassend] Lakṣmī usw. und die vaiṣṇavischen [Mächte] usw. Die Śakti in Gestalt der Anaṅgā, und die zweite Madanāturā,
In den Blättern in der Mitte des Lotus [schreibe man] „hrīṃ“, die Vokale und die mit ka beginnenden [Konsonanten] [und den Namen] der Frau; in ein Sechseck oder auf einen Topf geschrieben, wird es zum Unterwerfungsmittel.
„oṃ hrīṃ chaṃ nityaklinne madadrave oṃ oṃ“ (… o ewig Feuchte, o vor Rausch Zerfließende) – dies ist der Wurzelmantra mit seinen sechs Gliedern, in einem roten Dreieck. Dravaṇī, Hlādakāriṇī, Kṣobhiṇī, Guruśaktikā
īśānādau ca madhye tāṃ nityāṃ pāśāṅkuśau tathā / kapālakalpakataruṃ vīṇā raktā ca tadvatī //
im Nordosten usw., und in der Mitte jene Nityā, [die] Schlinge und Elefantenhaken ebenso [trägt], Schädelschale, Wunschbaum, Laute – rot und entsprechend ausgestattet.
„oṃ hrīṃ anaṅgāya namaḥ“ (Oṃ hrīṃ, Verehrung dem Körperlosen), „oṃ hrīṃ hrīṃ smarāya namaḥ“ (Verehrung dem Smara), und dem Manmatha, dem Māra, dem Kāma – so fünffach; die Kāmas sind vorzustellen als Schlinge, Elefantenhaken, Bogen und Pfeile tragend.
ratiś ca viratiḥ prītirviprītiś ca matirdhṛtiḥ / vidhṛtiḥ puṣṭirebhiś ca kramāt kāmādikair yutāḥ / oṃ chaṃ nityaklinne madadrave oṃ oṃ / a ā i ī u ū ṛ ṝ ḷ ḹ e ai o au aṃ aḥ / ka kha ga gha ṅa ca cha ja jha ña ṭa ṭha ḍa ḍha ṇa ta tha da dha na pa pha ba bha ma ya ra la va śa ṣa sa ha kṣa / oṃ chaṃ nityaklinne madadrave svāhā ādhāraśaktiṃ padmañca siṃhe devīṃ hṛdādiṣu //
Rati, Virati, Prīti, Viprīti, Mati, Dhṛti, Vidhṛti und Puṣṭi – diese sind der Reihe nach mit Kāma usw. verbunden. „oṃ chaṃ nityaklinne madadrave oṃ oṃ“; [dann die Vokale:] a ā i ī u ū ṛ ṝ ḷ ḹ e ai o au aṃ aḥ; [die Konsonanten:] ka kha ga gha ṅa ca cha ja jha ña ṭa ṭha ḍa ḍha ṇa ta tha da dha na pa pha ba bha ma ya ra la va śa ṣa sa ha kṣa; „oṃ chaṃ nityaklinne madadrave svāhā“. [Zu verehren sind] die tragende Kraft, der Lotus, auf dem Löwen die Göttin, am Herzen usw.
Wort für Wort
ratiḥ viratiḥ
Lust, Unlust
prītiḥ viprītiḥ
Freude, Gegenfreude
matiḥ dhṛtiḥ vidhṛtiḥ
Einsicht, Festigkeit, Stütze
puṣṭiḥ
Gedeihen
kāma-ādikaiḥ yutāḥ
mit Kāma usw. verbunden
ādhāra-śaktim
die tragende Kraft
Überlanger Vers mit dem vollständigen Alphabet als Mantra-Bestandteil.