Quellen der Menschheit

Agni-Purāṇa

Kapitel 215: sandhyāvidhiḥ Die Vorschrift für die Dämmerungsandacht

Agni preist den Laut Oṃ, die drei großen Anrufungen und die Gāyatrī (Sāvitrī), ihre Sühnekraft bei verschiedenen Rezitationszahlen und ihre Opferanwendungen für bestimmte Wünsche. Es folgen die Gottheiten, Körperorte und Farben der Gāyatrī-Silben, die Anrufung der Göttin sowie Seher, Versmaß, Gottheit und Verwendung der bei der Sandhyā gebrauchten Sprüche (Vyāhṛtis, āpo hi ṣṭhā, Aghamarṣaṇa, ud u tyam, citraṃ devānām). Mehrere Wörter sind in der Digitalisierung entstellt (u. a. mṛnmantra°, gāyatryaṣṭiganuṣṭup, āpījyorīrasa).

agnir uvāca | oṅkāraṃ yo vijānāti sa yogī sa hariḥ pumān / oṅkāramabhyasettasmānmṛnmantrasārantu sarvadaṃ //

Agni sprach: Wer den Laut Oṃ kennt, der ist ein Yogi, der ist Hari, der [höchste] Geist. Deshalb übe man den Laut Oṃ, das Wesen aller Mantras, das alles verleiht.

Wort für Wort
oṅkāram
den Laut Oṃ
vijānāti
kennt
sa yogī sa hariḥ
der ist Yogi, der ist Hari
abhyaset
übe
mantra-sāram
das Wesen der Mantras
sarvadam
alles verleihend

mṛnmantrasāraṃ offensichtlich verderbt; wohl für sarvamantrasāraṃ.

sarvamantraprayogeṣu praṇavaḥ prathamaḥ smṛtaḥ / tena samparipūrṇaṃ yattat pūrṇaṃ karma netarat //

Bei allen Anwendungen von Mantras gilt der Praṇava [Oṃ] als erster. Was von ihm ganz erfüllt ist, das ist eine vollständige Handlung, nichts anderes.

Wort für Wort
sarva-mantra-prayogeṣu
bei allen Mantra-Anwendungen
praṇavaḥ prathamaḥ
der Praṇava als erster
tena samparipūrṇam
von ihm ganz erfüllt
pūrṇam karma
vollständige Handlung
na itarat
nichts anderes

oṅkārapūrvikāstisro mahāvyāhṛtayo 'vyayāḥ / tripadā caiva sāvitrī vijñeyaṃ brahmaṇī mukhaṃ //

Die drei großen Anrufungen (mahāvyāhṛti), denen Oṃ vorangeht, die unvergänglichen, und die dreifüßige Sāvitrī sind als der Mund des Brahman zu erkennen.

Wort für Wort
oṅkāra-pūrvikāḥ
mit vorangehendem Oṃ
tisraḥ mahā-vyāhṛtayaḥ
die drei großen Anrufungen
avyayāḥ
unvergänglich
tri-padā sāvitrī
die dreifüßige Sāvitrī
brahmaṇaḥ mukham
der Mund des Brahman

brahmaṇī wohl für brahmaṇo.

yo 'dhīte 'hanyahanyetāstrīṇi varṣāṇyatantritaḥ / sa brahmaparamabhyeti vāyubhūtaḥ khamūrtimān //

Wer diese Tag für Tag drei Jahre lang unermüdlich studiert, der gelangt zum höchsten Brahman, zu Wind geworden, den Äther als Gestalt habend.

Wort für Wort
adhīte
studiert, rezitiert
ahani ahani
Tag für Tag
trīṇi varṣāṇi
drei Jahre
atandritaḥ
unermüdlich
vāyu-bhūtaḥ
zu Wind geworden
kha-mūrtimān
den Äther als Gestalt habend

ekākṣaraṃ paraṃ brahma prāṇāyāmaparantapaḥ / sāvitryāstu parannāsti maunāt satyaṃ viśiṣyate //

Die eine Silbe ist das höchste Brahman, die Atemzügelung die höchste Askese; es gibt nichts Höheres als die Sāvitrī; Wahrhaftigkeit übertrifft das Schweigen.

Wort für Wort
eka-akṣaram
die eine Silbe
param brahma
das höchste Brahman
prāṇāyāmaḥ param tapaḥ
Atemzügelung, höchste Askese
sāvitryāḥ param na asti
nichts ist höher als die Sāvitrī
maunāt satyam viśiṣyate
Wahrheit übertrifft das Schweigen

saptāvartā pāpaharā daśabhiḥ prāpayeddivaṃ / viṃśāvartā tu sā devī nayate hīśvarālayaṃ //

Siebenmal wiederholt tilgt sie die Sünden, mit zehn [Wiederholungen] bringt sie in den Himmel; zwanzigmal wiederholt führt diese Göttin zur Wohnstatt des Herrn.

Wort für Wort
sapta-āvartā
siebenmal wiederholt
pāpa-harā
Sünden tilgend
daśabhiḥ
mit zehn
prāpayet divam
bringt in den Himmel
viṃśa-āvartā
zwanzigmal wiederholt
īśvara-ālayam
zur Wohnstatt des Herrn

aṣṭottaraśataṃ japtvā tīrṇaḥ saṃsārasāgarāt / rudrakuṣmāṇḍajapyebhyo gāyatrī tu viśiṣyate //

Wer sie hundertachtmal rezitiert, hat den Ozean des Daseinskreislaufs überquert. Die Gāyatrī übertrifft die Rezitationen des Rudra[-Hymnus] und der Kuṣmāṇḍa[-Sprüche].

Wort für Wort
aṣṭa-uttara-śatam
hundertacht(mal)
japtvā
rezitiert habend
tīrṇaḥ saṃsāra-sāgarāt
über den Ozean des Kreislaufs gelangt
rudra-kuṣmāṇḍa-japyebhyaḥ
als die Rudra- und Kuṣmāṇḍa-Rezitationen
viśiṣyate
übertrifft

na gāyatryāḥ parañjapyaṃ na vyāhṛtisamaṃ hutaṃ / gāyatryāḥ pādamapyardhamṛgardhamṛcameva vā //

Es gibt keine höhere Rezitation als die Gāyatrī, keine Spende gleich den Anrufungen (vyāhṛti). Ein Viertel der Gāyatrī oder ein halber Vers oder der ganze Vers –

Wort für Wort
na gāyatryāḥ param japyam
keine höhere Rezitation als die Gāyatrī
vyāhṛti-samam hutam
eine den Anrufungen gleiche Spende
pādam
ein Viertel (Versfuß)
ṛk-ardham
einen halben Vers
ṛcam eva vā
oder den ganzen Vers

brahmahatyā surāpānaṃ suvarṇasteyameva ca / gurudārāgamaś caiva japyenaiva punāti sā //

Brahmanenmord, Branntweintrinken, Golddiebstahl und Verkehr mit der Frau des Lehrers – [von diesen] reinigt sie allein durch Rezitation.

Wort für Wort
brahma-hatyā
Brahmanenmord
surā-pānam
Branntweintrinken
suvarṇa-steyam
Golddiebstahl
guru-dāra-āgamaḥ
Verkehr mit der Frau des Lehrers
japyena eva punāti
reinigt allein durch Rezitation

pāpe kṛte tilair homo gāyatrījapa īritaḥ / japtvā sahasraṃ gāyatryā upavāsī sa pāpahā //

Wenn eine Sünde begangen ist, wird ein Opfer mit Sesam [und] die Gāyatrī-Rezitation vorgeschrieben. Wer fastend tausend Gāyatrīs rezitiert, der vernichtet die Sünde.

Wort für Wort
pāpe kṛte
wenn eine Sünde begangen ist
tilaiḥ homaḥ
Opfer mit Sesam
gāyatrī-japaḥ
Gāyatrī-Rezitation
sahasram
tausend(mal)
upavāsī
fastend
pāpa-hā
Sündenvernichter

goghnaḥ pitṛghno mātṛghno brahmahā gurutalpagaḥ / brahmaghnaḥ svarṇahārī ca surāpo lakṣajapyataḥ //

Der Kuhmörder, Vatermörder, Muttermörder, Brahmanenmörder, der das Lager des Lehrers besteigt, der Brahmanentöter, der Golddieb und der Branntweintrinker [wird] durch hunderttausendfache Rezitation

Wort für Wort
go-ghnaḥ
Kuhmörder
pitṛ-ghnaḥ mātṛ-ghnaḥ
Vater-, Muttermörder
guru-talpa-gaḥ
der das Lager des Lehrers besteigt
svarṇa-hārī
Golddieb
lakṣa-japyataḥ
durch hunderttausendfache Rezitation

brahmahā und brahmaghnaḥ doppelt im Text.

śudhyate vātha vā snātvā śatamantarjale japet / apaḥ śatena pītvā tu gāyatryāḥ pāpahā bhavet //

rein; oder aber man bade und rezitiere [sie] hundertmal im Wasser. Wer Wasser trinkt, [das] mit hundert Gāyatrīs [besprochen ist], wird zum Vernichter der Sünde.

Wort für Wort
śudhyate
wird rein
snātvā
gebadet habend
śatam antar-jale japet
rezitiere hundertmal im Wasser
apaḥ pītvā
Wasser getrunken habend
pāpa-hā bhavet
wird Sündenvernichter

śataṃ japtā tu gāyatrī pāpopaśamanī smṛtā / sahasraṃ śaptā sā devī upapātakanāśinī //

Hundertmal rezitiert gilt die Gāyatrī als Besänftigerin der Sünde; tausendmal rezitiert vernichtet diese Göttin die Nebensünden (upapātaka).

Wort für Wort
śatam japtā
hundertmal rezitiert
pāpa-upaśamanī
Besänftigerin der Sünde
sahasram japtā
tausendmal rezitiert
upapātaka-nāśinī
Vernichterin der Nebensünden

śaptā offensichtlicher Fehler für japtā.

abhīṣṭadā koṭijapyā devatvaṃ rājatāmiyāt / oṅkāraṃ pūrvamuccārya bhūrbhuvaḥ svastathaiva ca //

Zehn Millionen Mal (koṭi) rezitiert gewährt sie das Gewünschte; man erlangt Göttlichkeit [oder] Königtum. Nachdem man zuerst Oṃ ausgesprochen hat und ebenso bhūr bhuvaḥ svaḥ,

Wort für Wort
abhīṣṭa-dā
das Gewünschte gewährend
koṭi-japyā
zehnmillionenmal rezitiert
devatvam rājatām iyāt
erlangt Göttlichkeit, Königtum
pūrvam uccārya
zuerst ausgesprochen habend
bhūr bhuvaḥ svaḥ
bhūr bhuvaḥ svaḥ (die drei Anrufungen)

rājatām: vielleicht „Königtum“, der Satz ist knapp.

gāyatrī praṇavaścānte jape caivamudāhṛtaṃ / viśvāmitra ṛṣicchando gāyatraṃ savitā tathā //

[dann] die Gāyatrī und am Ende [wieder] den Praṇava – so ist es für die Rezitation dargelegt. Der Seher ist Viśvāmitra, das Versmaß Gāyatrī, und ebenso [ist] Savitṛ [die Gottheit];

Wort für Wort
praṇavaḥ ca ante
und der Praṇava am Ende
jape
bei der Rezitation
udāhṛtam
dargelegt
viśvāmitraḥ ṛṣiḥ
Seher Viśvāmitra
chandaḥ gāyatram
Versmaß Gāyatrī
savitā
Savitṛ

devatopanaye japye viniyogo hute tathā / agnirvāyū ravirvidyut yamo jalapatirguruḥ //

die Verwendung (viniyoga) ist bei der Einführung [in das Studium], bei der Rezitation und ebenso beim Opfer. [Die Gottheiten der Silben sind:] Agni, Vāyu, Ravi, der Blitz, Yama, der Herr der Wasser [Varuṇa], der Lehrer [Bṛhaspati],

Wort für Wort
upanayane
bei der Einführung (Upanayana)
japye hute
bei Rezitation und Opfer
viniyogaḥ
Verwendung
agniḥ vāyuḥ raviḥ
Agni, Vāyu, Ravi
vidyut yamaḥ
Blitz, Yama
jala-patiḥ guruḥ
Herr der Wasser, Lehrer

devatopanaye wohl für upanayane.

parjanya indro gandharvaḥ pūṣā ca tadanantaraṃ / mitro 'tha varuṇastvaṣṭā vasavo marutaḥ śaśī //

Parjanya, Indra, der Gandharva, und danach Pūṣan, Mitra, Varuṇa, Tvaṣṭṛ, die Vasus, die Maruts, der Mond,

Wort für Wort
parjanyaḥ indraḥ
Parjanya, Indra
gandharvaḥ pūṣā
Gandharva, Pūṣan
mitraḥ varuṇaḥ
Mitra, Varuṇa
tvaṣṭā vasavaḥ
Tvaṣṭṛ, die Vasus
marutaḥ śaśī
die Maruts, der Mond

aṅgirā viśvanāsatyau kas tathā sarvadevatāḥ / rudro brahmā ca viṣṇuś ca kramaśo 'kṣaradevatāḥ //

Aṅgiras, die Allgötter, die beiden Nāsatyas, Ka [Prajāpati] und ebenso alle Gottheiten, Rudra, Brahmā und Viṣṇu: der Reihe nach die Gottheiten der Silben.

Wort für Wort
aṅgirāḥ
Aṅgiras
viśve
die Allgötter
nāsatyau
die beiden Nāsatyas (Aśvins)
kaḥ
Ka (Prajāpati)
sarva-devatāḥ
alle Gottheiten
akṣara-devatāḥ
die Gottheiten der Silben

gayatryā japakāle tu kathitāḥ pāpanāśanāḥ / pādāṅguṣṭhau ca gulphau ca nalakau jānunī tathā //

Bei der Rezitation der Gāyatrī werden sie als Vernichter der Sünde bezeichnet. [Die Orte der Silben am Körper sind:] die beiden großen Zehen, die Knöchel, die Schienbeine, die Knie,

Wort für Wort
gāyatryāḥ japa-kāle
zur Zeit der Gāyatrī-Rezitation
pāpa-nāśanāḥ
Sündenvernichter
pāda-aṅguṣṭhau
die großen Zehen
gulphau
die Knöchel
nalakau
die Schienbeine
jānunī
die Knie

gayatryā für gāyatryā.

jaṅghe śiśraś ca vṛṣaṇau kaṭir nābhistathodaraṃ / stanau ca hṛdayaṃ grīvā mukhantālu ca nāsike //

die Oberschenkel, das Glied, die Hoden, die Hüfte, der Nabel, der Bauch, die Brüste, das Herz, der Hals, der Mund, der Gaumen, die Nasenlöcher,

Wort für Wort
jaṅghe
die Schenkel
śiśraḥ vṛṣaṇau
Glied, Hoden
kaṭiḥ nābhiḥ udaram
Hüfte, Nabel, Bauch
stanau hṛdayam grīvā
Brüste, Herz, Hals
mukham tālu nāsike
Mund, Gaumen, Nasenlöcher

jaṅghe hier im Aufstieg nach den Knien wohl „Oberschenkel“.

cakṣuṣī ca bhruvormadhyaṃ lalāṭaṃ pūrvamānanaṃ / dakṣiṇottarapārśve dve śira āsyamanukramāt //

die Augen, die Mitte der Brauen, die Stirn, das östliche [vordere] Gesicht, die rechte und die linke Seite, der Kopf und der Mund, der Reihe nach.

Wort für Wort
cakṣuṣī
die Augen
bhruvoḥ madhyam
die Brauenmitte
lalāṭam
die Stirn
pūrvam ānanam
das östliche Gesicht
dakṣiṇa-uttara-pārśve
rechte und linke Seite
śiraḥ āsyam
Kopf und Mund

pītaḥ śyāmaś ca kapilo marakato 'gnisannibhaḥ / rukmavidyuddhūmrakṛṣṇaraktagaurendranīlabhāḥ //

[Die Farben der Silben sind:] gelb, dunkel, rotbraun, smaragdfarben, feuerähnlich, [ferner] von goldenem, blitzartigem, rauchgrauem, schwarzem, rotem, weißlichem und saphirblauem Glanz,

Wort für Wort
pītaḥ śyāmaḥ kapilaḥ
gelb, dunkel, rotbraun
marakataḥ
smaragdfarben
agni-sannibhaḥ
feuerähnlich
rukma-vidyut-dhūmra
gold-, blitz-, rauchfarben
kṛṣṇa-rakta-gaura
schwarz, rot, weißlich
indranīla-bhāḥ
saphirblau glänzend

sphāṭikasvarṇapāṇḍvābhāḥ padmarāgo 'khiladyutiḥ / hemadhūmraraktanīlaraktakṛṣṇasuvarṇabhāḥ //

von kristallenem, goldenem und blassweißem Glanz, rubinfarben, in allen Farben leuchtend, von goldenem, rauchgrauem, rotem, blauem, rotem, schwarzem und goldfarbenem Glanz,

Wort für Wort
sphāṭika-svarṇa-pāṇḍu-ābhāḥ
kristall-, gold-, blassweißglänzend
padmarāgaḥ
rubinfarben
akhila-dyutiḥ
allfarbig leuchtend
hema-dhūmra-rakta-nīla
gold, rauchgrau, rot, blau
rakta-kṛṣṇa-suvarṇa-bhāḥ
rot, schwarz, goldglänzend

śuklakṛṣṇapālāśābhā gāyatryā varṇakāḥ kramāt / dhyānakāle pāpaharā hutaiṣā sarvakāmadā //

weiß, schwarz und vom Glanz der Palāśa[-Blüte]: [dies sind] der Reihe nach die Farben der Gāyatrī[-Silben]. Zur Zeit der Meditation tilgen sie die Sünde; als Spende dargebracht gewährt diese [Gāyatrī] alle Wünsche.

Wort für Wort
śukla-kṛṣṇa
weiß, schwarz
pālāśa-ābhā
palāśa-farben
gāyatryāḥ varṇakāḥ kramāt
die Farben der Gāyatrī der Reihe nach
dhyāna-kāle
zur Zeit der Meditation
hutā eṣā
diese, geopfert
sarva-kāma-dā
alle Wünsche gewährend

gāyatryā tu tilair homaḥ sarvapāpapraṇāśanaḥ / śāntikāmo yavaiḥ kuryādāyuṣkāmo ghṛtena ca //

Ein Opfer mit Sesam unter der Gāyatrī vernichtet alle Sünden; wer Frieden (śānti) wünscht, vollziehe es mit Gerste, wer langes Leben wünscht, mit Butterschmalz,

Wort für Wort
tilaiḥ homaḥ
Opfer mit Sesam
sarva-pāpa-praṇāśanaḥ
alle Sünden vernichtend
śānti-kāmaḥ yavaiḥ
wer Frieden wünscht, mit Gerste
āyuṣ-kāmaḥ
wer Leben wünscht
ghṛtena
mit Butterschmalz

siddhārthakaiḥ karmasiddhyai payasā brahmavarcase / putrakāmas tathā dadhnā dhānyakāmastu śālibhiḥ //

mit weißen Senfkörnern für das Gelingen von Unternehmungen, mit Milch für brahmanischen Glanz; wer einen Sohn wünscht, ebenso mit saurer Milch, wer Getreide wünscht, mit Reis,

Wort für Wort
siddhārthakaiḥ
mit weißen Senfkörnern
karma-siddhyai
für das Gelingen von Werken
payasā brahma-varcase
mit Milch für brahmanischen Glanz
putra-kāmaḥ dadhnā
wer einen Sohn wünscht, mit Dickmilch
dhānya-kāmaḥ śālibhiḥ
wer Getreide wünscht, mit Reis

kṣīravṛkṣasamiddhistu grahapīḍopaśāntaye / dhanakāmas tathā bilvaiḥ śrīkāmaḥ kamalais tathā //

mit Brennhölzern von milchsafthaltigen Bäumen zur Beschwichtigung der Bedrängnis durch die Planeten; wer Reichtum wünscht, ebenso mit Bilva[-Früchten], wer Glück wünscht, ebenso mit Lotusblüten,

Wort für Wort
kṣīra-vṛkṣa-samidbhiḥ
mit Brennhölzern milchsafthaltiger Bäume
graha-pīḍā-upaśāntaye
zur Beschwichtigung der Planetenbedrängnis
dhana-kāmaḥ bilvaiḥ
wer Reichtum wünscht, mit Bilva
śrī-kāmaḥ kamalaiḥ
wer Glück wünscht, mit Lotus

ārogyakāmo dūrvābhirgurūtpāte sa eva hi / saubhāgyecchurguggulunā vidyārthī pāyasena ca //

wer Gesundheit wünscht, mit Dūrvā-Gras, und ebendieser [Stoff dient] bei einem schweren Unheilszeichen; wer Liebesglück wünscht, mit Guggulu, wer Wissen erstrebt, mit Milchreis.

Wort für Wort
ārogya-kāmaḥ dūrvābhiḥ
wer Gesundheit wünscht, mit Dūrvā-Gras
guru-utpāte
bei einem schweren Unheilszeichen
saubhāgya-icchuḥ
wer Liebesglück wünscht
guggulunā
mit Guggulu
vidyā-arthī pāyasena
wer Wissen erstrebt, mit Milchreis

ayutenoktasiddhiḥ syāllakṣeṇa manasepsitaṃ / koṭyā brahmabadhān muktaḥ kuloddhārī harirbhavet //

Mit zehntausend [Spenden] tritt das genannte Gelingen ein, mit hunderttausend das im Geist Gewünschte; mit zehn Millionen wird man vom Brahmanenmord befreit, errettet sein Geschlecht und wird zu Hari.

Wort für Wort
ayutena
mit zehntausend
ukta-siddhiḥ
das genannte Gelingen
lakṣeṇa manasā īpsitam
mit hunderttausend das Ersehnte
koṭyā
mit zehn Millionen
brahma-vadhāt muktaḥ
vom Brahmanenmord befreit
kula-uddhārī
das Geschlecht errettend

brahmabadhān für brahmavadhān.

grahayajñamukho vāpi homo 'yutamukho 'rthakṛt / āvāhanañca gāyatryāstata oṅkāramabhyaset //

Oder aber ein Opfer, das mit dem Planetenopfer beginnt, ein Opfer, das mit zehntausend [Spenden] beginnt, bewirkt das Ziel. Und [nun] die Herbeirufung der Gāyatrī; danach übe man den Laut Oṃ.

Wort für Wort
graha-yajña-mukhaḥ
mit dem Planetenopfer beginnend
homaḥ ayuta-mukhaḥ
Opfer mit zehntausend beginnend
artha-kṛt
das Ziel bewirkend
āvāhanam gāyatryāḥ
Herbeirufung der Gāyatrī
oṅkāram abhyaset
übe den Laut Oṃ

smṛtvauṅkārantu gāyatryā nibadhnīyācchikhāntataḥ / punarācamya hṛḍayaṃ nābhiṃ skandhau ca saṃspṛśet //

Nachdem man des Lautes Oṃ samt der Gāyatrī gedacht hat, binde man [den Haarschopf] an der Spitze des Schopfes; nachdem man erneut Wasser geschlürft hat, berühre man Herz, Nabel und Schultern.

Wort für Wort
smṛtvā oṅkāram
des Oṃ gedacht habend
nibadhnīyāt
binde
śikhā-antataḥ
an der Spitze des Haarschopfs
punar ācamya
erneut Wasser geschlürft habend
hṛdayam nābhim skandhau
Herz, Nabel, Schultern
saṃspṛśet
berühre

hṛḍayaṃ Tippfehler für hṛdayaṃ.

praṇavasya ṛṣirbrahmā gāyatrīcchanda eva ca / devo 'gniḥ paramātmā syādyogo vai sarvakarmasu //

Der Seher des Praṇava ist Brahmā, das Versmaß Gāyatrī, der Gott Agni, der höchste Ātman; seine Verwendung ist bei allen Handlungen.

Wort für Wort
praṇavasya ṛṣiḥ brahmā
Seher des Praṇava: Brahmā
gāyatrī chandaḥ
Versmaß Gāyatrī
devaḥ agniḥ
Gott Agni
parama-ātmā
der höchste Ātman
yogaḥ sarva-karmasu
Verwendung bei allen Handlungen

śuklā cāgnimukhī devyā kātyāyanasagotrajā / trailokyavaraṇā divyā pṛthivyādhārasaṃyutā //

[Die Göttin ist] weiß und hat Agni zum Mund, sie stammt aus dem Geschlecht (gotra) des Kātyāyana, umhüllt die drei Welten [?], ist göttlich und mit der Erde als Grundlage verbunden,

Wort für Wort
śuklā
weiß
agni-mukhī
Agni zum Mund habend
kātyāyana-sa-gotra-jā
aus dem Geschlecht des Kātyāyana
trailokya-varaṇā
die drei Welten umhüllend
pṛthivī-ādhāra-saṃyutā
mit der Erde als Grundlage verbunden

devyā wohl für devī; trailokyavaraṇā unsicher („die drei Welten umhüllend“ oder „in den drei Welten erwählt“).

akṣarasūtradharā devī padmāsanagatā śubhā / oṃ tejo 'si maho 'si balamasi bhrājo 'si devānāndhāmanāmāsi / viśvamasi viśvāyuḥ sarvamasi sarvāyuḥ oṃ abhi bhūḥ āgaccha varade devi japye me sannidhau bhava //

die Göttin trägt eine Gebetsschnur, sitzt auf einem Lotussitz und ist glückverheißend. „Oṃ, du bist Glut, du bist Größe, du bist Kraft, du bist Glanz, du bist der Sitz [und] Name der Götter; du bist das All, Leben des Alls; du bist alles, Leben von allem. Oṃ abhi bhūḥ [?]. Komm, Wunschgewährende, Göttin, sei bei meiner Rezitation gegenwärtig!“

Wort für Wort
akṣa-sūtra-dharā
eine Gebetsschnur tragend
padma-āsana-gatā
auf einem Lotussitz
tejaḥ asi
du bist Glut
devānām dhāma nāma asi
du bist Sitz und Name der Götter
viśvam asi viśva-āyuḥ
du bist das All, Leben des Alls
sannidhau bhava
sei gegenwärtig

Anrufungsformel in Prosa. oṃ abhi bhūḥ unklar (vielleicht verkürzt für abhibhūr asi „du bist die Überwältigende“).

vyāhṛtīnāntu sarvāsāmṛṣireva prajāpatiḥ / vyastāś caiva samastāś ca brāhmamakṣaramomiti //

Der Seher aller Anrufungen (vyāhṛti), einzeln wie zusammengenommen, ist Prajāpati; die brahmanische Silbe ist „Oṃ“.

Wort für Wort
vyāhṛtīnām sarvāsām
aller Anrufungen
ṛṣiḥ prajāpatiḥ
Seher Prajāpati
vyastāḥ samastāḥ
einzeln und zusammen
brāhmam akṣaram
die brahmanische Silbe
om iti
„Oṃ“

viśvāmitro yamadagnirbharadvājo 'tha gotamaḥ / ṛṣiratrirvaśiṣṭhaś ca kāśyapaś ca yathākramaṃ //

Viśvāmitra, Jamadagni, Bharadvāja, Gotama, der Seher Atri, Vasiṣṭha und Kāśyapa, der Reihe nach [sind die Seher der sieben Anrufungen].

Wort für Wort
viśvāmitraḥ jamadagniḥ
Viśvāmitra, Jamadagni
bharadvājaḥ gotamaḥ
Bharadvāja, Gotama
ṛṣiḥ atriḥ
der Seher Atri
vasiṣṭhaḥ kāśyapaḥ
Vasiṣṭha, Kāśyapa
yathā-kramam
der Reihe nach

yamadagnir für jamadagnir.

agnirvāyū raviś caiva vākpatirvaruṇas tathā / indro viṣṇurvyāhṛtīnāṃ daivatāni yathākramaṃ //

Agni, Vāyu, Ravi, der Herr der Rede [Bṛhaspati], Varuṇa, Indra und Viṣṇu sind der Reihe nach die Gottheiten der Anrufungen.

Wort für Wort
agniḥ vāyuḥ raviḥ
Agni, Vāyu, Ravi
vākpatiḥ
Herr der Rede (Bṛhaspati)
varuṇaḥ indraḥ viṣṇuḥ
Varuṇa, Indra, Viṣṇu
vyāhṛtīnām daivatāni
die Gottheiten der Anrufungen

gāyatryaṣṭiganuṣṭup ca vṛhatī paṅktireva ca / triṣṭup ca jagatī ceti chandāṃsyāhuranuktāmāt //

Gāyatrī, Uṣṇih, Anuṣṭubh, Bṛhatī, Paṅkti, Triṣṭubh und Jagatī – diese nennt man der Reihe nach als die Versmaße.

Wort für Wort
gāyatrī uṣṇik anuṣṭup
Gāyatrī, Uṣṇih, Anuṣṭubh
bṛhatī paṅktiḥ
Bṛhatī, Paṅkti
triṣṭup jagatī
Triṣṭubh, Jagatī
chandāṃsi āhuḥ
nennt man die Versmaße
anukramāt
der Reihe nach

gāyatryaṣṭiganuṣṭup verderbt für gāyatry uṣṇig anuṣṭup; anuktāmāt für anukramāt.

viniyoge vyāhṛtīnāṃ prāṇāyāme ca homake / āpohiṣṭhetyṛcā cāpāndrupadādīti vā smṛtā //

Die Verwendung der Anrufungen ist bei der Atemzügelung und beim Opfer. Mit dem Vers „āpo hi ṣṭhā“ und mit [dem Vers] „drupadād iva“ [besprenge man sich mit] Wasser – so ist es überliefert,

Wort für Wort
viniyoge vyāhṛtīnām
bei der Verwendung der Anrufungen
prāṇāyāme homake
bei Atemzügelung und Opfer
āpo hi ṣṭhā iti ṛcā
mit dem Vers „āpo hi ṣṭhā“
apām
des Wassers
drupadāt iva
„drupadād iva“

cāpāndrupadādīti schwer lesbar; wohl ca apāṃ, drupadād iva iti.

tathā hiraṇyavarṇābhiḥ pāvamānībhirantataḥ / vipruṣo 'ṣṭau kṣipedūrdhvamājanmakṛtapāpajit //

ebenso mit den [Versen] „hiraṇyavarṇāḥ“ und am Ende mit den Pāvamānī-Versen; man werfe acht Tropfen nach oben: [so] besiegt man die seit der Geburt begangenen Sünden.

Wort für Wort
hiraṇya-varṇābhiḥ
mit den „hiraṇyavarṇāḥ“-Versen
pāvamānībhiḥ
mit den Pāvamānī-Versen
vipruṣaḥ aṣṭau
acht Tropfen
kṣipet ūrdhvam
werfe nach oben
ā-janma-kṛta-pāpa-jit
die seit Geburt begangenen Sünden besiegend

antarjale ṛtañceti upettriraghamarṣaṇaṃ / āpohiṣṭhetyṛco 'syāś ca sindhudvīpa ṛṣiḥ smṛtaḥ //

Im Wasser [stehend] rezitiere man dreimal das Aghamarṣaṇa [„Sünden-Tilgungs“-Lied] „ṛtaṃ ca“. Als Seher des Verses „āpo hi ṣṭhā“ gilt Sindhudvīpa.

Wort für Wort
antar-jale
im Wasser
ṛtam ca iti
„ṛtaṃ ca“
triḥ
dreimal
aghamarṣaṇam
das Aghamarṣaṇa-Lied
sindhudvīpaḥ ṛṣiḥ
der Seher Sindhudvīpa

upet wohl für japet.

brahmasnānāya chando 'sya gāyatrī devatā jalaṃ / mārjane viniyogasya hayāvabhṛthake kratoḥ //

[Er dient] zum Brahma-Bad; sein Versmaß ist Gāyatrī, die Gottheit das Wasser; seine Verwendung ist bei der Besprengung (mārjana) [und] beim Abschlussbad (avabhṛtha) des Pferdeopfers.

Wort für Wort
brahma-snānāya
zum Brahma-Bad
chandaḥ gāyatrī
Versmaß Gāyatrī
devatā jalam
Gottheit: Wasser
mārjane viniyogaḥ
Verwendung bei der Besprengung
haya-avabhṛthake kratoḥ
beim Abschlussbad des Pferdeopfers

hayāvabhṛthake kratoḥ: „beim Abschlussbad des Pferdeopfers“.

aghamarṣaṇasūktasya ṛṣirevāghamarṣaṇaṃ / anuṣṭup ca bhavecchando bhāvavṛttastu daivataṃ //

Der Seher des Aghamarṣaṇa-Liedes ist eben Aghamarṣaṇa; das Versmaß ist Anuṣṭubh, die Gottheit aber Bhāvavṛtta.

Wort für Wort
aghamarṣaṇa-sūktasya
des Aghamarṣaṇa-Liedes
ṛṣiḥ
Seher
anuṣṭup chandaḥ
Versmaß Anuṣṭubh
bhāvavṛttaḥ daivatam
Gottheit Bhāvavṛtta

āpījyorīrasa iti gāyatryāstu śiraḥ smṛtaṃ / ṛṣiḥ prajāpatistasya chandohīnaṃ yajuryataḥ //

„āpo jyotī raso“ gilt als das Haupt der Gāyatrī; sein Seher ist Prajāpati; es ist ohne Versmaß, weil es ein Yajus [Prosaspruch] ist.

Wort für Wort
āpo jyotī rasaḥ
„Wasser, Licht, Saft“
gāyatryāḥ śiraḥ
das Haupt der Gāyatrī
ṛṣiḥ prajāpatiḥ
Seher Prajāpati
chandaḥ-hīnam
ohne Versmaß
yajuḥ yataḥ
weil es ein Yajus ist

āpījyorīrasa verderbt für āpo jyotī rasaḥ.

brahmāgnivāyusūryāś ca devatāḥ parikīrtitāḥ / prāṇarodhāttu vāyuḥ syādvāyoragniś ca jāyate //

Brahmā, Agni, Vāyu und Sūrya werden als [seine] Gottheiten genannt. Durch das Anhalten des Atems entsteht Wind, und aus dem Wind wird Feuer geboren,

Wort für Wort
brahma-agni-vāyu-sūryāḥ
Brahmā, Agni, Vāyu, Sūrya
devatāḥ parikīrtitāḥ
werden als Gottheiten genannt
prāṇa-rodhāt
durch Anhalten des Atems
vāyuḥ syāt
entsteht Wind
vāyoḥ agniḥ jāyate
aus Wind wird Feuer geboren

agnerāpastataḥ śuddhistataścācamanañcaret / antaś carati bhūteṣu guhāyāṃ viśvamūrtiṣu //

aus dem Feuer Wasser, daraus Reinheit; und danach vollziehe man das Wasserschlürfen (ācamana) [mit dem Spruch]: „Du wandelst im Innern in den Wesen, in der Höhle, in allen Gestalten;

Wort für Wort
agneḥ āpaḥ
aus Feuer Wasser
tataḥ śuddhiḥ
daraus Reinheit
ācamanam caret
vollziehe das Wasserschlürfen
antaḥ carati bhūteṣu
wandelt im Innern der Wesen
guhāyām
in der Höhle
viśva-mūrtiṣu
in allen Gestalten

tapoyajñavaṣaṭkāra āpo jyotī raso 'mṛtaṃ / udutyaṃ jātavedasamṛṣiḥ praṣkanna ucyate //

[du bist] Askese, Opfer, Vaṣaṭ-Ruf, Wasser, Licht, Saft, Unsterblichkeitstrank.“ Für [den Vers] „ud u tyaṃ jātavedasam“ wird als Seher Praskaṇva genannt.

Wort für Wort
tapaḥ yajña-vaṣaṭkāraḥ
Askese, Opfer, Vaṣaṭ-Ruf
āpaḥ jyotiḥ rasaḥ amṛtam
Wasser, Licht, Saft, Nektar
ud u tyam jātavedasam
„ud u tyaṃ jātavedasam“
ṛṣiḥ praskaṇvaḥ
Seher Praskaṇva
ucyate
wird genannt

praṣkanna für praskaṇva.

gāyatrīcchanda ākhyātaṃ sūryaś caiva tu daivatam / atirātre niyogaḥ syādagnīṣomo niyogakaḥ //

Als Versmaß wird Gāyatrī angegeben und als Gottheit Sūrya; die Verwendung ist beim Atirātra[-Opfer]; Agni-und-Soma [?] ist das Verwendende.

Wort für Wort
gāyatrī chandaḥ
Versmaß Gāyatrī
sūryaḥ daivatam
Gottheit Sūrya
atirātre niyogaḥ
Verwendung beim Atirātra
agnīṣomaḥ
Agni-und-Soma(-Opfer)
niyogakaḥ
verwendend (?)

agnīṣomo niyogakaḥ unklar; vielleicht „bei der Agnīṣoma-Feier (ist) die Verwendung“.

citraṃ deveti ṛcake ṛṣiḥ kautsa udāhṛtaḥ / triṣṭup chando daivatañca sūryo 'syāḥ parikīrtitaṃ //

Für den Vers „citraṃ devānām“ wird als Seher Kautsa angegeben; das Versmaß ist Triṣṭubh, und als seine Gottheit wird Sūrya genannt.

Wort für Wort
citram devānām
„citraṃ devānām“
ṛcake
für den Vers
ṛṣiḥ kautsaḥ
Seher Kautsa
triṣṭup chandaḥ
Versmaß Triṣṭubh
daivatam sūryaḥ
Gottheit Sūrya

Die Aufzählung der Sandhyā-Verse bricht hier ab und wird im Folgekapitel fortgesetzt.

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