Quellen der Menschheit

Agni-Purāṇa

Kapitel 374: dhāraṇā Die Konzentration (Dhāraṇā)

Agni definiert die Dhāraṇā als festes Verweilen des Geistes auf einem Objekt und bestimmt ihr Zeitmaß im Verhältnis zu Dhyāna und Samādhi. Beschrieben werden vier Heil- und Läuterungs-Dhāraṇās: die feurige (Verbrennen des Körpers), die wässrige (Überfluten mit kühlem Nektar), die Aiśānī (Erlöschen von Atem und Denken im höchsten Prinzip) und die Amṛtā (Meditation auf Mondlotus und Herzlotus). Mehrere Verse (bes. 7, 11, 17, 21) sind im Digitalisat verderbt oder syntaktisch unklar.

agnir uvāca | dhāraṇā manasodhyeye saṃsthitirdhyānavaddvidhā / mūrtāmūrtaharidhyānamanodhāraṇato hariḥ //

Agni sprach: Dhāraṇā ist das feste Verweilen des Geistes auf dem Meditationsobjekt; wie die Meditation ist sie zweifach [Anm.: auf das Gestalthafte und das Gestaltlose gerichtet]. Durch das Festhalten des Geistes in der Meditation auf den gestalthaften und gestaltlosen Hari [erlangt man] Hari [?].

Wort für Wort
dhāraṇā
Konzentration, Festhalten
manasaḥ dhyeye saṃsthitiḥ
Verweilen des Geistes auf dem zu Meditierenden
dhyānavat dvidhā
wie die Meditation zweifach
mūrta-amūrta-hari-dhyāna
Meditation auf den gestalthaften und gestaltlosen Hari
mano-dhāraṇataḥ
durch das Festhalten des Geistes

Der Schluss „hariḥ“ steht syntaktisch isoliert; wohl im Sinn von „[man gelangt zu] Hari“ zu verstehen.

yadvāhyāvasthitaṃ lakṣayaṃ tasmānna calate manaḥ / tāvat kālaṃ pradeśeṣu dhāraṇā manasi sthitiḥ //

Solange der Geist nicht von dem außen befindlichen Zielpunkt abweicht, so lange heißt das Verweilen des Geistes an [bestimmten] Stellen Dhāraṇā.

Wort für Wort
yat bāhya-avasthitam lakṣyam
der außen befindliche Zielpunkt
tasmāt na calate manaḥ
davon weicht der Geist nicht ab
tāvat kālam
so lange Zeit
pradeśeṣu
an Stellen, Orten
manasi sthitiḥ
Verweilen im Geist

lakṣayaṃ ist Tippfehler für lakṣyaṃ.

kālāvadhi paricchinnaṃ dehe saṃsthāpitaṃ manaḥ / na pracyavati yallakṣyāddhāraṇā sābhidhīyate //

Wenn der Geist, auf eine zeitliche Frist begrenzt und im Körper festgesetzt, nicht von seinem Zielpunkt abweicht, so nennt man das Dhāraṇā.

Wort für Wort
kāla-avadhi-paricchinnam
durch eine Zeitgrenze bemessen
dehe saṃsthāpitam manaḥ
der im Körper festgesetzte Geist
na pracyavati
weicht nicht ab
yat lakṣyāt
wenn vom Zielpunkt
sā abhidhīyate
sie wird genannt

dhāraṇā dvādaśāyāmā dhyānaṃ dvadaśadhāraṇāḥ / dhyānaṃ dvādaśakaṃ yāvatsamādhirabhidhīyate //

Eine Dhāraṇā umfasst zwölf Atemdehnungen [Anm.: āyāma, d. h. Prāṇāyāma-Einheiten]; eine Meditation (Dhyāna) umfasst zwölf Dhāraṇās; hält die Meditation zwölffach an, so heißt das Samādhi.

Wort für Wort
dhāraṇā dvādaśa-āyāmā
Dhāraṇā besteht aus zwölf Atemdehnungen
dhyānam dvādaśa-dhāraṇāḥ
Meditation sind zwölf Dhāraṇās
dhyānam dvādaśakam yāvat
solange die Meditation zwölffach ist
samādhiḥ abhidhīyate
heißt Samādhi (Versenkung)

dvadaśa- ist Tippfehler für dvādaśa-.

dhāraṇābhyāsayuktātmā yadi prāṇair vimucyate / kulaikaviṃśamuttārya svaryāti paramaṃ padaṃ //

Wessen Selbst mit der Übung der Dhāraṇā verbunden ist, der rettet, wenn er von den Lebenshauchen verlassen wird, einundzwanzig Generationen seiner Familie und geht zum Himmel, zur höchsten Stätte.

Wort für Wort
dhāraṇā-abhyāsa-yukta-ātmā
dessen Selbst mit der Übung der Dhāraṇā verbunden ist
prāṇaiḥ vimucyate
wird von den Lebenshauchen verlassen, stirbt
kula-ekaviṃśam uttārya
einundzwanzig Generationen der Familie hinüberrettend
svaḥ yāti
geht zum Himmel
paramam padam
die höchste Stätte

yasmin yasmin bhavedaṅge yogināṃ vyādhisambhavaḥ / tattadaṅgaṃ dhiyā vyāpya dhārayettattvadhāraṇaṃ //

In welchem Glied auch immer bei den Yogins eine Krankheit entsteht, dieses Glied durchdringe man mit dem Denken und halte [dort] die Dhāraṇā auf das [entsprechende] Prinzip (Tattva).

Wort für Wort
yasmin yasmin aṅge
in welchem Glied auch immer
vyādhi-sambhavaḥ
Entstehung einer Krankheit
tat tat aṅgam dhiyā vyāpya
das jeweilige Glied mit dem Denken durchdringend
dhārayet
man halte fest
tattva-dhāraṇam
Konzentration auf das Prinzip

āgneyī vāruṇī caiva aiśānī cāmṛtātmikā / sāgniḥ śikhā phaḍantā ca viṣṇoḥ kāryā dvijottama //

Die feurige (Āgneyī), die wässrige (Vāruṇī), die auf Īśāna bezogene (Aiśānī) und die aus Nektar bestehende (Amṛtātmikā) [Dhāraṇā] sind des Viṣṇu [halber] auszuführen, o bester der Zweimalgeborenen; [die feurige] mit dem Feuer[-Mantra], mit dem Śikhā[-Mantra] und mit „phaṭ“ am Ende [?].

Wort für Wort
āgneyī vāruṇī
die feurige, die wässrige
aiśānī
die auf Īśāna bezogene
amṛta-ātmikā
die aus Nektar bestehende
sa-agniḥ śikhā phaṭ-antā
mit Feuer, Śikhā, auf phaṭ endend
kāryā
auszuführen

Konstruktion von „sāgniḥ śikhā phaḍantā ca“ unklar; wohl die Mantra-Ausstattung der Āgneyī-Dhāraṇā.

nāḍībhirvikaṭaṃ divyaṃ śūlāgraṃ vedhayecchubham / pādāṅguṣṭhāt kapālāntaṃ raśmimaṇḍalamāvṛtaṃ //

Durch die Nāḍīs lasse man die gewaltige, göttliche, glückbringende Spitze eines Dreizacks durchstoßen [?], von der großen Zehe bis zur Schädeldecke, umhüllt von einem Kranz von Strahlen.

Wort für Wort
nāḍībhiḥ
durch die Leitbahnen
vikaṭam divyam śūla-agram
die gewaltige, göttliche Dreizackspitze
vedhayet
man lasse durchstoßen
pāda-aṅguṣṭhāt kapāla-antam
von der großen Zehe bis zur Schädeldecke
raśmi-maṇḍalam āvṛtam
von einem Strahlenkranz umhüllt

Bild wohl: eine Feuerlanze steigt durch die Leitbahnen vom Fuß zum Scheitel.

tiryakcādhordhvabhāgebhyaḥ prayāntyo 'tīva tejasā / cintayet sādhakendrastaṃ yāvatsarvaṃ mahāmune //

[Flammen], die quer, nach unten und nach oben mit überaus großer Glut hervorbrechen – so stelle ihn sich der beste der Adepten vor, o großer Weiser, bis alles ...

Wort für Wort
tiryak ca adhaḥ-ūrdhva-bhāgebhyaḥ
quer, nach unten und nach oben
prayāntyaḥ atīva tejasā
mit überaus großer Glut hervorgehend
cintayet sādhaka-indraḥ
der beste Adept stelle sich vor
yāvat sarvam
bis alles
mahāmune
o großer Weiser

prayāntyaḥ (fem. Pl.) ohne Bezugswort; gemeint wohl Flammen oder Strahlen.

bhasprībhūtaṃ śarīraṃ svantataś caivīpasaṃharet / śītaśleṣmādayaḥ pāpaṃ vinaśyanti dvijātayaḥ //

... der eigene Körper zu Asche geworden ist; dann ziehe man [das Feuer] wieder zurück. [So] vergehen Kälte, Schleim usw. [und] die Sünde, o Zweimalgeborene.

Wort für Wort
bhasmī-bhūtam śarīram svam
der eigene Körper, zu Asche geworden
tataḥ ca eva upasaṃharet
dann ziehe man zurück
śīta-śleṣma-ādayaḥ
Kälte, Schleim usw.
pāpam
Sünde
vinaśyanti
vergehen

Lies bhasmībhūtaṃ śarīraṃ svaṃ tataś caivopasaṃharet (Digitalisat: bhasprī-, svantataś caivīpa-).

śiro dhīrañca kārañca kaṇṭhaṃ cādhomukhe smaret / dhyāyedacchinnacintātmā bhuyo bhūtena cātmanā //

[Nun die Vāruṇī:] Den Kopf, ... und den Hals stelle man sich nach unten gewandt vor [?]; mit ununterbrochenem Denken meditiere man wiederum mit dem so gewordenen Selbst [?].

Wort für Wort
śiraḥ
Kopf
kaṇṭham
Hals
adhomukhe smaret
stelle sich nach unten gewandt vor
dhyāyet acchinna-cintā-ātmā
man meditiere mit ununterbrochenem Denken
bhūyaḥ
wiederum

Vers verderbt (dhīrañca kārañca unklar, evtl. Bīja-Silben); Übersetzung nur annähernd.

sphuracchīkarasaṃsmarśaprabhūte himagāmibhiḥ / dhārābhirakhilaṃ viśvamāpūrya bhuvi cintayet //

Mit Güssen, reich an der Berührung sprühender Tropfen und eiskalt strömend, stelle man sich das ganze All auf der Erde erfüllt vor.

Wort für Wort
sphurat-śīkara-saṃsparśa
Berührung sprühender Tropfen
hima-gāmibhiḥ
eiskalt strömend
dhārābhiḥ
mit Güssen, Strömen
akhilam viśvam āpūrya
das ganze All erfüllend
bhuvi cintayet
stelle sich auf der Erde vor

saṃsmarśa- ist Tippfehler für saṃsparśa-; prabhūte wohl für prabhūtaiḥ.

brahmarandhrācca saṃkṣobhādyāvadādhāramaṇḍalag / suṣumnāntargato bhūtvā saṃpūrṇendukṛtālayaṃ //

Und vom Brahmarandhra [Anm.: Öffnung am Scheitel] aus, durch Aufwallung, bis hinab zum Kreis des Ādhāra [Anm.: Wurzelzentrum], in die Suṣumnā eingegangen, [den Körper], der zur Wohnstatt des vollen Mondes gemacht ist, ...

Wort für Wort
brahmarandhrāt
vom Brahma-Loch am Scheitel
saṃkṣobhāt
durch Aufwallung
yāvat ādhāra-maṇḍalam
bis zum Kreis des Wurzelzentrums
suṣumnā-antargataḥ bhūtvā
in die Suṣumnā eingegangen
saṃpūrṇa-indu-kṛta-ālayam
zur Wohnstatt des vollen Mondes gemacht

ādhāramaṇḍalag: lies ādhāramaṇḍalam.

saṃplāvya himasaṃsparśatoyenāmṛtamūrtinā / kṣutpipāsākramaprāyasantāpaparipīḍitaḥ //

... überflute man mit Wasser von eisiger Berührung, das die Gestalt von Nektar hat. Wer von Hunger, Durst, Erschöpfung und ähnlicher Pein gequält wird, ...

Wort für Wort
saṃplāvya
überflutend
hima-saṃsparśa-toyena
mit Wasser von eisiger Berührung
amṛta-mūrtinā
das die Gestalt von Nektar hat
kṣut-pipāsā
Hunger und Durst
santāpa-paripīḍitaḥ
von Pein gequält

kramaprāya- wohl für klamaprāya- („Erschöpfung usw.“).

dhārayedvāruṇīṃ mantro tuṣṭyarthaṃ cāpyatantritaḥ / vāruṇīdhāraṇā proktā aiśānīdhāraṇāṃ śṛṇu //

... der halte unermüdlich die Vāruṇī [-Dhāraṇā] mit dem Mantra, zu seiner Befriedigung. Die Vāruṇī-Dhāraṇā ist erklärt; höre [nun] die Aiśānī-Dhāraṇā.

Wort für Wort
dhārayet vāruṇīm
man halte die Vāruṇī
tuṣṭi-artham
zur Befriedigung
atantritaḥ
unermüdlich
proktā
ist erklärt
aiśānī-dhāraṇām śṛṇu
höre die Aiśānī-Dhāraṇā

mantro wohl für mantreṇa oder mantrī.

vyomni brahmamaye padme prāṇāpāṇe kṣayaṅgate / prasādaṃ cintayed viṣṇoryāvaccintā kṣayaṃ gatā //

Im Äther, im aus Brahman bestehenden Lotus, wenn Prāṇa und Apāna zum Erlöschen gekommen sind, stelle man sich die Gnade (Klarheit) Viṣṇus vor, bis das Denken [selbst] zum Erlöschen gekommen ist.

Wort für Wort
vyomni brahmamaye padme
im Äther, im Lotus aus Brahman
prāṇa-apāne kṣayam gate
wenn Ein- und Aushauch erloschen sind
prasādam cintayet viṣṇoḥ
man stelle sich Viṣṇus Gnade vor
yāvat cintā kṣayam gatā
bis das Denken erloschen ist

mahābhāvañjapet sarvaṃ tato vyāpaka īśvaraḥ / ardhenduṃ paramaṃ śāntaṃ nirābhāsannirañjanaṃ //

Man murmele [innerlich] das große Sein als alles [?]; dann [ist] der alldurchdringende Herr [gegenwärtig]; [man meditiere auf] den Halbmond [Anm.: ardhendu, feine Lautstufe des Oṃ], den höchsten, stillen, erscheinungslosen, makellosen.

Wort für Wort
mahābhāvam japet
man murmele das große Sein
vyāpakaḥ īśvaraḥ
der alldurchdringende Herr
ardhendum
den Halbmond (Lautstufe)
paramam śāntam
den höchsten, stillen
nirābhāsam nirañjanam
erscheinungslos, makellos

Syntax des ersten Halbverses unsicher.

asatyaṃ satyamābhāti tāvatsarvaṃ carācaraṃ / yāvat svasyandarūpantu na dṛṣṭaṃ guruvaktrataḥ //

Das Unwahre erscheint als wahr – die ganze bewegte und unbewegte Welt –, solange man die eigene Pulsationsgestalt [des Bewusstseins] nicht aus dem Mund des Lehrers erkannt hat.

Wort für Wort
asatyam satyam ābhāti
Unwahres erscheint als wahr
sarvam cara-acaram
alles Bewegte und Unbewegte
yāvat
solange
sva-spanda-rūpam
die eigene Pulsationsgestalt
guru-vaktrataḥ
aus dem Mund des Lehrers

svasyandarūpa wohl für svaspandarūpa.

dṛṣṭhe tasmin pare tattve ābrahma sacarācaraṃ / pramātṛmānameyañca dhyānahṛtpadmakalpanaṃ //

Ist jenes höchste Prinzip geschaut, [so ist] alles bis hin zu Brahmā mit Bewegtem und Unbewegtem, Erkennender, Erkenntnismittel und Erkanntes, [auch] die Vorstellung des Herzlotus in der Meditation ...

Wort für Wort
dṛṣṭe tasmin pare tattve
wenn jenes höchste Prinzip geschaut ist
ā-brahma sa-cara-acaram
bis zu Brahmā samt Bewegtem und Unbewegtem
pramātṛ-māna-meyam
Erkennender, Erkenntnismittel, Erkanntes
dhyāna-hṛt-padma-kalpanam
die Vorstellung des Herzlotus in der Meditation

dṛṣṭhe ist Tippfehler für dṛṣṭe.

mātṛmodakavatsarvaṃ japahomārcanādikaṃ / viṣṇumantreṇa vā kuryādamṛtāṃ dhāraṇāṃ vade //

... alles [nur] wie das Zuckerwerk einer Mutter [Anm.: wohl ein bloßes Hilfsmittel wie das Naschwerk, mit dem man Kinder lockt] [?], ebenso Murmeln, Opfer, Verehrung usw. Oder man führe es mit dem Viṣṇu-Mantra aus. Ich spreche [nun] von der Amṛtā-Dhāraṇā.

Wort für Wort
mātṛ-modaka-vat
wie das Zuckerwerk einer Mutter
japa-homa-arcana-ādikam
Murmeln, Opfer, Verehrung usw.
viṣṇu-mantreṇa vā kuryāt
oder man vollziehe es mit dem Viṣṇu-Mantra
amṛtām dhāraṇām vade
ich spreche von der Nektar-Dhāraṇā

Das Bild „mātṛmodakavat“ ist unsicher.

saṃpūrṇendunibhaṃ dhyāyet kamalaṃ tantrimuṣṭigam / śiraḥsthaṃ cintayed yatnācchaśāṅkāyutavarcasaṃ //

Man meditiere auf einen Lotus, dem vollen Mond gleich, ... [?]; man stelle ihn sich mit Sorgfalt am Kopf befindlich vor, mit dem Glanz von zehntausend Monden.

Wort für Wort
saṃpūrṇa-indu-nibham
dem vollen Mond gleich
dhyāyet kamalam
man meditiere auf einen Lotus
śiraḥ-stham
am Kopf befindlich
yatnāt cintayet
man stelle sich mit Sorgfalt vor
śaśāṅka-ayuta-varcasam
mit dem Glanz von zehntausend Monden

tantrimuṣṭigam verderbt, nicht sicher deutbar.

sampūrṇamaṇḍalaṃ vyomni śivakallolapūrṇitaṃ / tathā hṛtkamale dhyāyettanmadhye svatanuṃ smaret / sādhako vigatakleśo jāyate dhāraṇādihiḥ //

[Man meditiere auf] die volle [Mond-]Scheibe im Äther, erfüllt von glückbringenden Wogen, ebenso auf den Herzlotus; in dessen Mitte stelle man sich den eigenen Leib vor. Durch diese Dhāraṇās usw. wird der Adept frei von Leiden.

Wort für Wort
sampūrṇa-maṇḍalam vyomni
die volle Scheibe im Äther
śiva-kallola-pūrṇitam
von glückbringenden Wogen erfüllt
hṛt-kamale dhyāyet
man meditiere im Herzlotus
tat-madhye sva-tanum smaret
in dessen Mitte stelle man sich den eigenen Leib vor
vigata-kleśaḥ jāyate
wird frei von Leiden

dhāraṇādihiḥ ist Tippfehler für dhāraṇādibhiḥ.

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