Agni beschreibt die Gabe goldener Nachbildungen der Erde in drei Größenklassen (mit Schildkröte und Lotus als Träger), ferner die Gabe eines goldenen Wunschbaums, einer goldenen Wunschkuh, einer Kapilā-Kuh, einer geschmückten Braut, von Land, Dörfern und Städten sowie die Stierfreilassung. Die Maßangaben in V. 2–4 sind knapp und teilweise unklar (tadardhāntarajaṃ, dvyaṃśena).
Agni sprach: Ich werde die Gabe der Erde darlegen. Die Erde gilt als dreifach. [Die Erde] von hundert Koṭi Yojana, mit sieben Kontinenten samt den Ozeanen,
Aus der Hälfte davon lasse man eine innen [liegende] Schildkröte und ebenso einen Lotus anfertigen [?]. [So] ist die beste Erde beschrieben; die mittlere aber [entsteht] mit zwei Teilen,
Wort für Wort
tat-ardha
die Hälfte davon
antaraja
im Inneren befindlich
kūrmam padmam
Schildkröte und Lotus
samādiśet
ordne an
dvi-aṃśena
mit zwei Teilen
madhyamā
die mittlere
tadardhāntarajaṃ schwer deutbar („aus der Hälfte davon, im Inneren entstanden“). dvyaṃśena wohl „mit zwei Dritteln“.
und die geringste mit einem Drittel; Schildkröte und Lotus [sind] um ein Drittel vermindert. Mit tausend Pala [Gold] stelle man einen Wunschbaum (kalpapādapa) her,
mit Wurzel und Stamm, mit Blättern, versehen mit Früchten und Blüten; nachdem der Kundige [ihm] fünf Hauptäste gegeben hat, lasse er [ihn] fünf [Brahmanen] geben.
Wort für Wort
mūla-daṇḍam
Wurzel und Stamm
sa-patram
mit Blättern
phala-puṣpa-samanvitam
mit Früchten und Blüten
pañca-skandham
mit fünf Hauptästen
dāpayet sudhīḥ
der Kluge lasse geben
pañcānāṃ „den fünf“ – Empfänger nicht genannt; wohl fünf Brahmanen.
Brahmā, Viṣṇu, Maheśa und die übrigen Götter sind in der Kuh gegenwärtig. Die Gabe einer Kuh ist die Gabe von allem; sie gewährt alles und verleiht Brahmās Welt.
Wer vor Viṣṇu eine rotbraune Kuh (kapilā) gibt, errettet sein ganzes Geschlecht. Wer eine Frau geschmückt [zur Ehe] gibt, erlangt die Frucht eines Pferdeopfers.