Kapitel A3: sṛṣṭi-prakaraṇam (tṛtīyo 'dhyāyaḥ)
Abschnitt über die Schöpfung III: Die geistgeborenen Söhne Brahmās und Dakṣas Nachkommen
Anhang, Kapitel 3: Sūta nennt die geistgeborenen Söhne Brahmās (Sanaka usw. für die Abkehr, Marīci usw. für die Tätigkeit, Nārada für die Erlösung) und führt die Bevölkerung der Welt auf Dakṣas Töchter zurück. Der Kopftitel lautet nur „sṛṣṭi-prakaraṇaṃ“, der Kolophon enthält die Zählmarke „% chapter {4}“. Im Schlussvers (V. 9) ist eine Lücke („???“).
Bharadvāja sprach: Die neunfache Schöpfung des aus dem Unoffenbaren geborenen Brahmā ist hervorgegangen; wie ist sie gewachsen, o Sūta? Das erzähle mir jetzt.
sūta uvāca | prathamaṃ brahmaṇā sṛṣṭā rudrasyānu tapodhanāḥ / sanakādayaś ca ye sṛṣṭā marīcyādaya eva ca //
Sūta sprach: Zuerst wurden von Brahmā, nach Rudra, die Askesereichen geschaffen, die Sanaka und die anderen, und ebenso die Marīci und die anderen, die geschaffen wurden.
in dem namens „Tätigkeit“ (pravṛtti) die Marīci und die anderen, allein in der Erlösung der Weise Nārada. Jener aus dem Leib [Brahmās] entstandene Prajāpati namens Dakṣa –
Wort für Wort
pravṛtti-ākhye
im „Tätigkeit“ genannten
mokṣa-eke
allein in der Erlösung
nāradaḥ muniḥ
der Weise Nārada
prajāpatiḥ
Herr der Geschöpfe
dakṣaḥ nāma aṅga-sambhavaḥ
namens Dakṣa, aus dem Leib entstanden
„prajāpatisthasya“ unklar, wohl „prajāpatis tasya“.
tasya dauhitravaṃśena jagadetaccarācaraṃ / devāś ca dānavāś caiva gandharvoragapakṣiṇaḥ //
durch die Nachkommenschaft seiner Tochtersöhne [entstand] diese Welt des Beweglichen und Unbeweglichen: Götter und Dānavas, Gandharvas, Schlangen und Vögel,
eben sie gelangten zum Wachstum, und die aus der Manu-Schöpfung hervorgegangenen. Die Urheber der Manu-Schöpfung sind die großen Weisen Marīci und die anderen, die hochbegnadeten Vasiṣṭha und die anderen, aus Brahmās Geist entstanden.
sargeṣu bhūtāni viyanmukhāni kālena cāsau sṛjate parātmā / sa eva paścā ??? ??? rājyarūpī munisvarūpī ca sṛjatyanantaḥ //
In den Schöpfungen bringt dieses höchste Selbst mit der Zeit die Wesen hervor, beginnend mit dem Äther; eben er, der Unendliche, erschafft danach [...] in königlicher Gestalt und in der Gestalt der Weisen.
Wort für Wort
sargeṣu
in den Schöpfungen
bhūtāni viyat-mukhāni
die Wesen, beginnend mit dem Äther
sṛjate para-ātmā
das höchste Selbst erschafft
rājya-rūpī
in königlicher Gestalt
muni-svarūpī
in Gestalt der Weisen
anantaḥ
der Unendliche
Lücke im Text („???“ zweimal) im zweiten Halbvers; Schlussvers in Upajāti.