Kapitel 33: pavitrārohaṇavidhānam
Die Vorschrift für das Anlegen der Pavitra-Schnur (tägliche Verehrung des Śrīdhara)
Agni beschreibt das Pavitrārohaṇa, das jährliche Anlegen einer geweihten Fadengirlande an die Gottheit: die den Göttern zugeordneten Mondtage, Material, Fadenzahl und Maße der Pavitras, dann die Vorbereitung am elften Mondtag mit Spenden, Reinigung der Elemente (bhūtaśuddhi), geistiger Verehrung, Maṇḍala-Verehrung mit Gefolgsgottheiten, Anlegen des Schutzbandes und Fastengelübde. Der Kolophon lautet „pavitrārohaṇe śrīdharanityapūjākathanam“. Viele Stellen, besonders zu den Maßen (V. 9–16) und zur Bīja-Folge (V. 30–31), sind knapp oder verderbt.
Agni sprach: Ich will das Anlegen des Pavitra (pavitrārohaṇa) darlegen, das die Frucht der ganzen Jahresverehrung Haris (verleiht). (Es findet statt) vom Beginn des Āṣāḍha bis zum Ende des Kārttika; der erste Mondtag (pratipad) ist der Tag des Dhanada (Kubera),
Wort für Wort
pavitra-ārohaṇam
das Anlegen des Pavitra
varṣa-pūjā-phalam hareḥ
Frucht der Jahresverehrung Haris
āṣāḍha-ādau kārtika-ante
vom Beginn des Āṣāḍha bis Ende Kārttika
pratipad
der erste Mondtag
dhanadā tithiḥ
Tag des Kubera (?)
varṣapūjākalaṃ wohl für -phalaṃ; pratipadvanadā wohl für pratipad dhanadā(-sya) „der Tag des Kubera“ (passt zur folgenden Reihe der Mondtage).
śriyā gauryā gaṇeśasya sarasvatyā guhasya ca / mārtaṇḍamātṛdurgāṇāṃ nāgarṣiharimanmathaiḥ //
(dann folgen die Tage) der Śrī, der Gaurī, des Gaṇeśa, der Sarasvatī und des Guha, des Mārtaṇḍa, der Mütter und der Durgā, mit den Schlangen (Nāga), den Sehern, Hari und Manmatha,
Beim Anlegen ist die Vorschrift gleich, nur die Mantras usw. sind jeweils verschieden. (Als Material dient) Gold, Silber, Kupfer, feines Seidengewebe, Baumwolle und dergleichen.
brāhmaṇyā kartitaṃ sūtraṃ tadalābhe tu saṃskṛtaṃ / triguṇaṃ triguṇīkṛtya tena kuryāt pavitrakaṃ //
Ein von einer Brahmanin gesponnener Faden (ist zu nehmen), in Ermangelung dessen ein (rituell) geweihter; einen dreifachen Faden nehme man nochmals dreifach und fertige damit das Pavitra.
(Ein Pavitra mit) mehr als hundertacht (Fäden) ist das beste, die Hälfte davon usw. (das mittlere und geringere). [Gebet:] „Was du, o Herr, verkündet hast, um den Schaden durch Versäumnisse bei den Riten abzuwenden,
mayā tat kriyate deva yathā yatra pāvitrakaṃ / avighnaṃ tu bhavedatra kuru nātha jayāvyaya //
das wird von mir getan, o Gott, wie und wo das Pavitra (angelegt wird). Möge es hier ohne Hindernis sein; bewirke das, o Herr! Sieg dir, du Unvergänglicher!“
Nachdem man so gebeten hat, soll man es zuerst dem Maṇḍala (bzw. dem darin Verehrten) mit der Gāyatrī anbinden: „Oṃ, wir wollen Nārāyaṇa erkennen, über Vāsudeva wollen wir meditieren,
Wort für Wort
prārthya
gebeten habend
maṇḍalāya ādau
zuerst für das Maṇḍala
gāyatryā bandhayet
binde mit der Gāyatrī an
oṃ nārāyaṇāya vidmahe
Oṃ, wir wollen Nārāyaṇa erkennen
vāsudevāya dhīmahi
über Vāsudeva wollen wir meditieren
maṇḍalāya: Bezug unklar (Maṇḍala bzw. die darin verehrte Gottheit).
dazu möge Viṣṇu uns antreiben.“ Dem Gott der Götter entsprechend (reicht) das Pavitra an Bildwerken bis zu den Knien, den Schenkeln oder dem Nabel [?].
Die Waldgirlande (vanamālā) soll bis zu den Füßen reichen, aus tausendacht (Fäden bestehend); oder die Girlande ist nach der Vorschrift (bzw. nach Vermögen) zu fertigen, oder doppelt, von sechzehn Fingerbreiten an.
Wort für Wort
pāda-antā vanamālā
die bis zu den Füßen reichende Waldgirlande
aṣṭa-uttara-sahasrataḥ
aus tausendacht
kalpa-sādhyam
nach Vorschrift herzustellen (?)
dviguṇam
doppelt
ṣoḍaśa-aṅgulāt
von sechzehn Fingerbreiten an
aṣṭottra- für aṣṭottara-. kalpasādhyaṃ Sinn unsicher.
Samenkapsel, Staubfäden, Blätter (des Lotus), vom Mantra an bis zum Maṇḍala; beim Maṇḍala (bemisst sich) das Pavitra für Diskus, Lotus usw. nach Fingerbreiten [?].
Wort für Wort
karṇikā keśaram patram
Samenkapsel, Staubfäden, Blatt
mantra-ādyam maṇḍala-antakam
vom Mantra bis zum Maṇḍala
aṅgula-mātra
nach Fingerbreiten bemessen
cakra-abja-ādau
bei Diskus, Lotus usw.
pavitrakam
das Pavitra
Sehr knapper, schwer verständlicher Vers; Übersetzung unsicher.
sthaṇḍile 'ṅgulamānena ātmanaḥ saptaviṃśatiḥ / ācāryāṇāṃ ca sūtrāṇi pitṛmātrādipustake //
Für den Erdaltar (sthaṇḍila) (sind es) nach dem Maß der eigenen Fingerbreite siebenundzwanzig (Fäden); und für die Lehrer (gibt es) Fäden, ebenso für Vater, Mutter usw. und für das Buch.
bis zum Nabel reichend, mit zwölf Knoten, ebenso beim Duft-Pavitra (gandhapavitraka); von zwei Fingerbreiten an bei der Anfertigung usw.; zweifach die Girlande, und (zwar) hundertacht (Knoten).
Oder ein Zweimalgeborener (fertige) Girlanden mit zwölf, vierundzwanzig oder sechsunddreißig (Knoten); (gemessen) mit Ringfinger, Mittelfinger und Daumen von denen, die die Girlande wünschen, beginnend mit den Schwächeren [?].
Wort für Wort
athavā
oder
arka-caturviṃśa-ṣaṭtriṃśat
zwölf, vierundzwanzig, sechsunddreißig
mālikā
Girlanden
anāmā-madhyamā-aṅguṣṭhaiḥ
mit Ringfinger, Mittelfinger, Daumen
mālikā-arthibhiḥ
von denen, die Girlanden wünschen
arka = 12. ṣaḍtriṃśat für ṣaṭtriṃśat. mandādyaiḥ unklar.
Oder vom kleinen Finger an [?] sollen es zwölf Knoten am Pavitra sein. Für die Sonne, den Wasserkrug, das Feuer usw., sofern sie vorhanden sind, gilt dasselbe wie für Viṣṇu.
pīṭhasya pīṭhamānaṃ syānmekhalānte ca kuṇḍakaṃ / yathāśakti sūtragranthiparicāretha vaiṣṇave //
Für den Sitz (pīṭha) sei es nach dem Maß des Sitzes, für die Feuergrube (kuṇḍa) bis zu ihrem Rand (mekhalā); nach Vermögen (seien) Fäden, Knoten und Umwicklung beim Vaiṣṇava-(Ritus).
soll er es färben, oder mit Sandel usw.; der Mensch, der Bad, Dämmerungsandacht usw. vollzogen hat, soll am elften Mondtag im Opferhaus den erhabenen Hari verehren.
Dem gesamten Gefolge bringe er auf dem Sitz eine Spende (bali) dar. „Kṣyauṃ, dem Feldhüter“ (verehre er) am Ende der Tür, und über der Tür ebenso die Śrī;
Dhātṛ und Vidhātṛ zur Rechten, und ebenso Gaṅgā und Yamunā. Nachdem er die beiden Schätze Śaṅkha und Padma verehrt hat, (vollziehe er) in der Mitte das Vertreiben (der Hindernisse) vom Bauplatz mit (der Formel) „Sāraṅgāya“ [?] für die Geister; in fester Haltung vollziehe er (dann) die Reinigung der Elemente (bhūtaśuddhi).
„Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Geruchs-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Geschmacks-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Form-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Tast-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Laut-Tanmātra ein, Verehrung.“ Mit (diesen) fünf Ausstößen (udghāta) (vergegenwärtige er) den Erdkreis in Gestalt des Geruchs-Tanmātra: viereckig, gelb, hart, mit dem Donnerkeil gekennzeichnet,
Wort für Wort
gandha-tanmātram
das subtile Element Geruch
saṃharāmi namaḥ
ich ziehe ein, Verehrung
pañca-udghātaiḥ
mit fünf Ausstößen
bhūmi-maṇḍalam
den Erdkreis
caturasram pītam kaṭhinam
viereckig, gelb, hart
vajra-lāñchitam
mit dem Donnerkeil gekennzeichnet
Mantra-Reihe zur Auflösung der fünf subtilen Elemente (tanmātra), Beginn der Bhūtaśuddhi.
mit Indra als Schutzgottheit, im Bereich der beiden Füße [Anm.: bis zu den Knien] gelegen, soll er ihn vergegenwärtigen. Und nachdem er (ihn) gereinigt hat, lasse er ihn im Geschmacks-Tanmātra aufgehen und ziehe ihn ein; in dieser Reihenfolge (verfährt) der Verehrer mit dem Geschmacks- und dem Form-Tanmātra.
Wort für Wort
indra-adhidaivatam
mit Indra als Gottheit
pāda-yugma-madhya-gatam
im Bereich der beiden Füße gelegen
smaret
soll vergegenwärtigen
śuddham rasa-tanmātram
das gereinigte Geschmacks-Element
pravilāpya saṃharet
auflösend einziehen
krameṇa anena
in dieser Reihenfolge
pravilipya wohl für pravilāpya „auflösend“. Dreizeiliger Vers.
„Oṃ hrīṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Geschmacks-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ – ich ziehe das Form-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrīṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Tast-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrīṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Laut-Tanmātra ein, Verehrung.“ Den (Wasserkreis), zwischen Knie und Nabel gelegen, weiß, mit dem Lotus gekennzeichnet, von heller Farbe, halbmondförmig, mit Varuṇa als Gottheit, soll er meditieren.
Wort für Wort
rasa-tanmātram
das Geschmacks-Element
jānu-nābhi-madhya-gatam
zwischen Knie und Nabel gelegen
padma-lāñchitam
mit dem Lotus gekennzeichnet
ardha-candram
halbmondförmig
varuṇa-daivatam
mit Varuṇa als Gottheit
Schwankende Bīja-Formen (hrīṃ/hrūṃ) in der Vorlage; in Parallelen jeweils hrūṃ.
„Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Form-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Tast-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrūṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Laut-Tanmātra ein, Verehrung.“ So (meditiere er) mit den drei Ausstößen den dreieckigen Feuerkreis, zwischen Nabel und Hals gelegen, rot, mit dem Svastika gekennzeichnet;
nachdem er ihn mit Agni als Schutzgottheit meditiert hat, führe er ihn gereinigt im Tast(-Tanmātra) zur Auflösung. „Oṃ hrauṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Tast-Tanmātra ein, Verehrung. Oṃ hrauṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Laut-Tanmātra ein, Verehrung.“ Den runden Windkreis, zwischen Hals und Nase gelegen,
mit den zwei Ausstößen, rauchfarben, mit dem reinen Mond gekennzeichnet, soll er meditieren; das Tast-Tanmātra ziehe er durch Versenkung in den Laut-Tanmātras ein.
„Oṃ hrauṃ haḥ phaṭ hrūṃ – ich ziehe das Laut-Tanmātra ein, Verehrung.“ Und mit einem Ausstoß (meditiere er) den Raum (ākāśa), gleich reinem Bergkristall; den Raum, der von den Nasenlöchern bis zum Scheitelschopf reicht, soll er einziehen.
Mit dem Austrocknen usw. vollziehe er so der Reihe nach die Reinigung des Körpers; danach meditiere er den ausgetrockneten Leib von den Füßen bis zum Scheitelschopf.
Mit der Keimsilbe yaṃ, mit der Keimsilbe vaṃ [?] (behandle er ihn); den Körper, von Flammenkränzen umgeben, (verbrenne er) mit eben diesem „raṃ“; (den Tropfen), der aus der Brahmarandhra-Öffnung hervorgetreten ist,
Wort für Wort
yaṃ bījena
mit der Keimsilbe yaṃ
vaṃ bījena
mit der Keimsilbe vaṃ
jvālā-mālā-samāyutam
von Flammenkränzen umgeben
deham ram iti anena
den Körper mit „raṃ“
brahma-randhrāt vinirgatam
aus dem Brahmarandhra hervorgetreten
Die Folge der Bījas ist in der Vorlage gestört: üblich sind yaṃ (Austrocknen), raṃ (Verbrennen), vaṃ (Benetzen mit Nektar), laṃ (Festigen). vījena = bījena.
vindundhyātvā cāmṛtasya tena bhasmakalevaram / samplāvayellamityasmāt dehaṃ sampādya divyakam //
den Tropfen (bindu) des Nektars meditierend, überflute er damit den zu Asche gewordenen Leib; mit der (Silbe) „laṃ“ bringe er (so) einen göttlichen Körper hervor.
Nachdem er die Auflegung (nyāsa) an Hand und Körper vollzogen hat, vollziehe er das geistige Opfer: Viṣṇu samt seinen Gliedern im Herzlotus mit geistigen Blumen und dergleichen
soll er – den Herrn der Götter, der Genuss und Erlösung schenkt – mit dem Grundmantra verehren: „Willkommen, Herr des Gottes der Götter! Sei gegenwärtig, Keśava!
Nimm die geistige Verehrung an, die ihrem Sinn gemäß vorgestellt ist!“ Die Tragende Kraft (ādhāraśakti), die Schildkröte, dann ist Ananta zu verehren, danach die Erde;
madhyegnyādau ca dharmādyā adharmādīndramukhyagam / sattvādi madhye padmañca māyāvidyākhyatattvake //
in der Mitte und in den Zwischenrichtungen, beginnend mit Südosten, Dharma usw., Adharma usw. in den Richtungen, beginnend mit Osten; Sattva usw. in der Mitte und den Lotus; in den Prinzipien namens Māyā und Vidyā,
kālatattvañca sūryādimaṇḍalaṃ pakṣirājakaḥ / madhye tataś ca vāyavyādīśāntā gurupaṅktikāḥ //
und das Prinzip der Zeit, die Kreise von Sonne usw., den König der Vögel (Garuḍa); dann in der Mitte; und vom Nordwesten bis zum Nordosten die Reihe der Lehrer:
Puṣṭi, Tuṣṭi, (in den Richtungen) beginnend mit Mahendra (Osten); in der Mitte Hari, durch das Wort herbeigerufen; Dhṛti, Śrī, Rati, Kānti usw.; mit dem Grundmantra wird Acyuta eingesetzt.
Wort für Wort
puṣṭiḥ tuṣṭiḥ
Puṣṭi, Tuṣṭi
mahendra-ādyāḥ
ab Osten
madhye vācā āhitaḥ hariḥ
in der Mitte Hari, durch das Wort eingesetzt
dhṛtiḥ śrī-rati-kānti-ādyāḥ
Dhṛti, Śrī, Rati, Kānti usw.
mūlena sthāpitaḥ acyutaḥ
mit dem Grundmantra wird Acyuta eingesetzt
vācāhito Sinn unsicher („durch das Wort eingesetzt“).
„Oṃ, sei zugewandt!“ – so bittend (und): „Sei gegenwärtig!“; nachdem er (die Glieder) aufgelegt und Ehrenwasser (arghya) usw. dargebracht hat, verehre er mit Duftstoffen usw. mit dem Grundmantra.
„Oṃ, erschrecke, erschrecke!“ – (für) das Herz; „versetze in Schrecken!“ – wiederum (für) den Kopf; „zermalme, zermalme!“ – (für) den Haarschopf, im Südosten usw.; dann die Waffe (astra) –
Wort für Wort
oṃ bhīṣaya bhīṣaya hṛt
Oṃ, erschrecke, erschrecke – Herz
śiraḥ trāsaya
Kopf – versetze in Schrecken
mardaya mardaya śikhā
zermalme, zermalme – Haarschopf
agni-ādau
im Südosten usw.
astrakam
die Waffe
Aṅga-Mantras (Herz, Kopf, Haarschopf, Panzer, Waffe) mit ihren Richtungen. śastratostrakaṃ verderbt.
„Schütze, schütze, zerstöre, zerstöre – dem Panzer Verehrung!“ dann: „Oṃ hrūṃ phaṭ, der Waffe Verehrung!“; und die Glieder (verehre er) mit der Keimsilbe des Grundmantras.
den Bogen Śārṅga, die Mörserkeule, das Schwert und die Waldgirlande außerhalb davon; Indra usw. (die Welthüter), und dann Ananta im Südwesten, danach Varuṇa;
zwischen Indra und Īśāna Brahman; außerhalb (davon) den Umkreis der Waffen; außerhalb davon: den (Elefanten) Airāvata, dann den Ziegenbock, den Büffel, den Affen, den Fisch,
vom östlichen bis zum nördlichen Tor. Nachdem er sich vor Hari verneigt hat, (bringe er) außerhalb die Spende: „Den Gefährten Viṣṇus Verehrung“ – auf dem Spendensitz gebe er die Spende.
Ist der Opferherr aber (zum Fasten) unfähig, so halte er als Gelübdeträger das Nachtmahl (nakta) usw. ein. Nachdem er geopfert und gepriesen hat, entlasse er (die Gottheit); (dies ist) die tägliche Verehrung des Śrīdhara: „Oṃ hrīṃ śrīṃ, dem Śrīdhara, dem Betörer der drei Welten, Verehrung.“
Wort für Wort
yajamānaḥ aśaktaḥ cet
wenn der Opferherr unfähig ist
naktādikam
Nachtmahl usw.
vratī
als Gelübdeträger
hutvā visarjayet stutvā
geopfert, gepriesen, entlasse er
nitya-pūjanam
tägliche Verehrung
śrīdharāya trailokya-mohanāya namaḥ
dem Śrīdhara, dem Betörer der drei Welten, Verehrung
śrīkaran wohl verderbt für śrīdhara- (vgl. Kolophon „śrīdharanityapūjā“). Dreizeiliger Vers.