Puṣkara überliefert den Lobpreis, mit dem einst Indra die Göttin Śrī (Lakṣmī) pries, um die Beständigkeit seines Reiches zu sichern; der König soll ihn um des Sieges willen sprechen. Die Hymne feiert Śrī als Mutter der Welt, Verkörperung allen Wissens und Quelle aller Tugenden und allen Wohlstands. Einzelne Tippfehler der Digitalisierung (V. 2, 3, 5, 10, 13).
Puṣkara sprach: Wie einst Indra zur Festigung des königlichen Glücks einen Lobpreis der Śrī vollzog, so soll [auch] der König um des Sieges willen den Lobpreis vollziehen.
Indra sprach: Ich verneige mich vor Śrī, der Mutter aller Welten, der aus dem Ozean Entstandenen, mit Augen wie erblühte Lotosblumen, die auf Viṣṇus Brust weilt.
Du bist das Gelingen (siddhi), du Svadhā und Svāhā, du der Nektar, o Reinigerin der Welt; [du bist] Dämmerung, Nacht, Glanz, Wohlstand, Einsicht, Glaube und Sarasvatī.
yajñavidyā mahāvidyā guhyavidyā ca śobhane / ātmavidyā ca devi tvaṃ vimuktiphaladāyinī //
Du bist das Opferwissen, das große Wissen und das geheime Wissen, o Schöne, und das Wissen vom Selbst, o Göttin, die du die Frucht der Erlösung verleihst.
Du allein bist die Logik (ānvīkṣikī), die drei Veden (trayī), die Wirtschaftskunde (vārtā) und die Staatskunst (daṇḍanīti). Durch dich, o Göttin, ist diese Welt mit milden und nicht milden [?] Weltgestalten erfüllt.
kā tvanyā tvāmṛte devi sarvayajñamayaṃ vapuḥ / adhyāste deva devasya yogicintyaṃ gadābhṛtaḥ //
Welche andere als du, o Göttin, bewohnt den aus allen Opfern bestehenden Leib des Gottes der Götter, des Keulenträgers, über den die Yogins meditieren?
Gattinnen, Söhne und ebenso Haus, Freunde, Getreide, Reichtum und dergleichen – dies wird den Menschen stets durch deinen Blick zuteil, o Hochbeglückte.
śarīrārogyamaiśvaryamaripakṣakṣayaḥ sukhaṃ / devi tvaddṛṣṭidṛṣṭānāṃ puruṣāṇāṃ na durlabhaṃ //
Körperliche Gesundheit, Herrschaft, Vernichtung der Feindespartei und Glück sind für Männer, die von deinem Blick erfasst sind, o Göttin, nicht schwer zu erlangen.
Du bist die Mutter aller Wesen, der Gott der Götter Hari der Vater; von dir und von Viṣṇu, o Mutter, ist diese Welt, das Bewegte und Unbewegte, durchdrungen.
Verlass nicht meine Ehre, meinen Schatz, ebenso nicht meine Vorratskammer, nicht mein Haus, nicht mein Gefolge, nicht meinen Leib und meine Gattin, o Allreinigende;
Wort für Wort
mānam koṣam
Ehre, Schatz
koṣṭham
Vorratskammer
mā gṛham mā paricchadam
nicht das Haus, nicht das Gefolge
śarīram kalatram
Leib, Gattin
mā tyajethāḥ
verlass nicht
sarva-pāvani
o Allreinigende
mānaṃ viell. für mā naḥ; hier als ‚Ehre‘ übersetzt.
sattvena satyaśaucābhyāṃ tathā śīlādibhirguṇaiḥ / tyajante te narā sadyaḥ santyaktā ye tvayāmale //
Von Lauterkeit, Wahrhaftigkeit und Reinheit und ebenso von den Tugenden wie gutem Wandel werden jene Menschen sogleich verlassen, die von dir verlassen sind, o Makellose.
tvayāvalokitāḥ sadyaḥ śīlādyair akhilair guṇaiḥ / kulaiśvaryaiś ca yujyante puruṣā nirguṇā api //
Von dir angeblickt, werden Männer, selbst wenn sie ohne Vorzüge sind, sogleich mit allen Tugenden wie gutem Wandel, mit edler Herkunft und Macht verbunden.
sa ślāghyaḥ sa guṇī dhanyaḥ sa kulīnaḥ sa buddhimān / sa śūraḥ sa ca vikrānto yastvayā devi vīkṣitaḥ //
Der ist rühmenswert, der ist tugendhaft und glücklich, der ist von edler Herkunft, der ist verständig, der ist tapfer und kühn, den du, o Göttin, angeblickt hast.
puṣkara uvāca | evaṃ stutā dadau śrīś ca varamindrāya cepsitaṃ / susthiratvaṃ ca rājyasya saṅgrāmavijayādikaṃ //
Puṣkara sprach: So gepriesen, gewährte Śrī Indra die erwünschte Gnade: die feste Beständigkeit seines Reiches, den Sieg in der Schlacht und dergleichen.