Quellen der Menschheit

Agni-Purāṇa

Kapitel 242: puruṣalakṣaṇam Die Merkmale des Mannes

Samudra lehrt Garga die körperlichen und charakterlichen Merkmale eines glückbegünstigten Mannes, geordnet nach Zahlengruppen (ekādhika, dviśukra, trigambhīra usw.), die anschließend einzeln erklärt werden. Einige Zahlwort-Begriffe sind in der Digitalisierung verderbt (V. 5, 8, 10, 13, 16).

agnir uvāca | rāmoktoktā mayā nītiḥ strīṇāṃ rājan nṛṇāṃ vade / lakṣaṇaṃ yadsamudreṇa gargāyoktaṃ yathā purā //

Agni sprach: Die von Rāma verkündete Staatsklugheit habe ich [dir] dargelegt. Nun will ich, o König [?], die Merkmale der Frauen und Männer darlegen, wie sie einst der Ozean (Samudra) dem Garga verkündet hat.

Wort für Wort
rāma-ukta-uktā
von Rāma verkündet, dargelegt
nītiḥ
Staatsklugheit
strīṇāṃ nṛṇāṃ
der Frauen, der Männer
lakṣaṇam
Merkmal(slehre)
samudreṇa gargāya
vom Ozean dem Garga

Die Anrede rājan passt nicht zu Agnis üblichem Gesprächspartner Vasiṣṭha. yadsamudreṇa = yat samudreṇa.

samudra uvāca | puṃsāñca lakṣaṇaṃ vakṣye strīṇāñcaiva śubhāśubhaṃ / ekādhiko dviśukraś ca triganbhīrastathaiva ca //

Samudra sprach: Ich will die glückverheißenden und unheilvollen Merkmale der Männer und ebenso der Frauen darlegen. [Ein Mann, der] ‚um eins überragend‘ (ekādhika), ‚zweifach weiß‘ (dviśukra) und ebenso ‚dreifach tief‘ (trigambhīra) ist,

Wort für Wort
puṃsām
der Männer
śubha-aśubham
Glückverheißendes und Unheilvolles
eka-adhikaḥ
um eins überragend
dvi-śukraḥ
zweifach weiß
tri-gambhīraḥ
dreifach tief

triganbhīras = trigambhīraḥ.

tritrikastripralambaś ca tribhirvyāpnoti yas tathā / tribalīmāṃstrivinatastrikālajñaś ca suvrata //

der ‚drei Dreiergruppen‘ besitzt (tritrika), ‚dreifach herabhängend‘ (tripralamba) ist, der mit dreien durchdringt, der drei Bauchfalten hat (tribalīmān), ‚dreifach verneigt‘ (trivinata) ist und die ‚drei Zeiten kennt‘ (trikālajña), o Gelübdetreuer,

Wort für Wort
tri-trikaḥ
mit drei Dreiergruppen
tri-pralambaḥ
dreifach herabhängend
tribhiḥ vyāpnoti
durchdringt mit dreien
tri-balīmān
mit drei Bauchfalten
tri-kāla-jñaḥ
die drei Zeiten kennend

puruṣaḥ syātsulakṣaṇyo vipulaś ca tathā triṣu / caturlekhas tathā yaś ca tathaiva ca catuḥsamaḥ //

ein solcher Mann ist mit guten Merkmalen versehen; ebenso wer an drei [Stellen] breit ist, wer vier Linien hat und ebenso ‚vierfach ebenmäßig‘ (catuḥsama) ist,

Wort für Wort
su-lakṣaṇyaḥ
mit guten Merkmalen
vipulaḥ triṣu
an dreien breit
catur-lekhaḥ
mit vier Linien
catuḥ-samaḥ
vierfach ebenmäßig

catuṣkiṣkuś caturdaṃṣṭraḥ śuklakṛṣṇastathaiva ca / caturgandhaś caturhrasvaḥ sūkṣmadīrghaś ca pañcasu //

wer vier Kiṣku [misst], vier [schöne] Eckzähne hat, ebenso ‚weiß-schwarz‘ ist [?], vierfach duftend, vierfach kurz und an fünf [Stellen] fein und lang ist,

Wort für Wort
catuṣ-kiṣkuḥ
vier Kiṣku [Ellen] messend
catur-daṃṣṭraḥ
mit vier Eckzähnen
catur-gandhaḥ
vierfach duftend
catur-hrasvaḥ
vierfach kurz
sūkṣma-dīrghaḥ pañcasu
an fünf fein und lang

śuklakṛṣṇaḥ steht wohl für catuḥkṛṣṇaḥ (vgl. V. 15).

ṣaḍunnato 'ṣṭavaṃśaś ca saptasneho navāmalaḥ / daśapadmo daśavyūho nyagrodhaparimaṇḍalaḥ //

an sechs [Stellen] erhaben, mit acht ‚Rohren‘ (aṣṭavaṃśa), an sieben glänzend, an neun rein, mit zehn Lotosgleichen, zehn Großen, ‚rund wie ein Nyagrodha-Baum‘ (nyagrodhaparimaṇḍala),

Wort für Wort
ṣaṭ-unnataḥ
sechsfach erhaben
aṣṭa-vaṃśaḥ
mit acht Rohren [röhrenförmigen Gliedern]
sapta-snehaḥ
siebenfach glänzend
nava-amalaḥ
neunfach rein
nyagrodha-parimaṇḍalaḥ
rund wie ein Nyagrodha[-Feigenbaum]

caturdaśasamadvandvaḥ ṣoḍaśākṣayaś ca śasyate / dharmārthakāmasaṃyukto dharmo hy ekādhiko mataḥ //

mit vierzehn gleichen Paaren und ‚sechzehnäugig‘ — [ein solcher] wird gepriesen. [Er ist] mit Dharma, Artha und Kāma verbunden; der Dharma gilt dabei als das ‚um eins Überragende‘ (ekādhika).

Wort für Wort
caturdaśa-sama-dvandvaḥ
mit vierzehn gleichen Paaren
ṣoḍaśa-akṣaḥ
sechzehnäugig
dharma-artha-kāma-saṃyuktaḥ
mit Pflicht, Nutzen und Liebe verbunden
dharmaḥ eka-adhikaḥ
der Dharma als das um eins Überragende

ṣoḍaśākṣayaś wohl für ṣoḍaśākṣaś (vgl. V. 24 ṣoḍaśākṣakaḥ).

tārakābhyāṃ vinā netre śukradanto dviśuklakaḥ / gambhīrastriśravo nābhiḥ sattvañcaikaṃ trikaṃ smṛtaṃ //

Die Augen, abgesehen von den Pupillen, und die Zähne weiß — [das ist] ‚zweifach weiß‘. Tief sind die Stimme [?], der Nabel und das Wesen (sattva): Das gilt als die eine Dreiergruppe.

Wort für Wort
tārakābhyāṃ vinā
ohne die Pupillen
śukra-dantaḥ
mit weißen Zähnen
gambhīraḥ
tief
nābhiḥ sattvam
Nabel, Wesen
trikam
Dreiergruppe

triśravo ist verderbt; wohl svaro (Stimme) zu lesen.

anasūyā dayā kṣāntirmaṅgalācārayuktatā / śaucaṃ spṛhā tvakārpaṇyamanāyāsaś ca śauryatā //

Neidlosigkeit, Mitleid, Geduld, Festhalten an glückbringendem Brauch, Reinheit, Streben [?], Freigebigkeit (Nicht-Knauserigkeit), Mühelosigkeit und Tapferkeit —

Wort für Wort
anasūyā
Neidlosigkeit
dayā kṣāntiḥ
Mitleid, Geduld
maṅgala-ācāra-yuktatā
Verbundenheit mit glückbringendem Brauch
akārpaṇyam
Nicht-Knauserigkeit
anāyāsaḥ śauryatā
Mühelosigkeit, Tapferkeit

Die neun Tugenden ergeben die ‚drei Dreiergruppen‘ (tritrika). spṛhā ‚Begehren‘ ist hier auffällig.

citrikastripralambaḥ syādvṛṣaṇe bhujayornaraḥ / digdeśajātivargāṃś ca tejasā yaśasā śriyā //

[wer diese hat,] ist ‚mit drei Dreiergruppen‘. ‚Dreifach herabhängend‘ ist ein Mann am Hodensack und an beiden Armen. Wer Himmelsrichtungen, Länder und Stände durch Glanz, Ruhm und Glück

Wort für Wort
tri-trikaḥ
mit drei Dreiergruppen
vṛṣaṇe bhujayoḥ
am Hodensack, an den Armen
dik-deśa-jāti-vargān
Richtungen, Länder und Standesgruppen
tejasā yaśasā śriyā
durch Glanz, Ruhm, Glück

citrikas ist Digitalisierungsfehler für tritrikas.

vyāpnoti yastrikavyāpī tribalīmānnarastvasau / udare balayastisro narantrivinataṃ śṛṇu //

durchdringt, ist ‚mit dreien durchdringend‘. ‚Mit drei Falten‘ ist ein Mann, der am Bauch drei Falten hat. Höre nun vom ‚dreifach verneigten‘ Mann:

Wort für Wort
vyāpnoti
durchdringt
trika-vyāpī
mit dreien durchdringend
udare balayaḥ tisraḥ
am Bauch drei Falten
naraṃ tri-vinatam
den dreifach verneigten Mann

narantrivinataṃ = naraṃ trivinatam.

devatānāṃ dvijānāñca gurūṇāṃ praṇatastu yaḥ / dharmārthakāmakālajñastrikālajño 'bhidhīyate //

wer sich vor Göttern, Zweimalgeborenen und Lehrern verneigt [, der ist es]. Wer die [rechte] Zeit für Dharma, Artha und Kāma kennt, heißt ‚Kenner der drei Zeiten‘.

Wort für Wort
devatānām dvijānām
der Götter, der Zweimalgeborenen
gurūṇām praṇataḥ
vor den Lehrern verneigt
dharma-artha-kāma-kāla-jñaḥ
die Zeit für Dharma, Artha, Kāma kennend
abhidhīyate
wird genannt

uro lalāṭaṃ vaktrañca trivistīrṇo vilekhavān / dvau pāṇī dvau tathā pādau dhvajacchatrādibhiryutau //

Brust, Stirn und Gesicht [breit]: [das ist] ‚an dreien breit‘. ‚Mit Linien versehen‘ [?]: die beiden Hände und ebenso die beiden Füße, versehen mit [Zeichen wie] Banner, Schirm usw.

Wort für Wort
uraḥ lalāṭam vaktram
Brust, Stirn, Gesicht
tri-vistīrṇaḥ
an dreien breit
pāṇī pādau
Hände, Füße
dhvaja-chatra-ādibhiḥ yutau
mit Banner, Schirm usw. versehen

vilekhavān wohl für caturlekhavān o. ä.

aṅgulyo hṛdayaṃ pṛṣṭhaṃ kaṭiḥ śastaṃ catuḥsamaṃ / ṣaṇṇavatyaṅgulotsedhaś catuṣkiṣkupramāṇataḥ //

Finger, Brust, Rücken und Hüfte [gleichmäßig]: Das ist als ‚vierfach ebenmäßig‘ gepriesen. Eine Körperhöhe von sechsundneunzig Fingerbreiten entspricht dem Maß von vier Kiṣku [Anm.: 1 Kiṣku = 24 Fingerbreiten].

Wort für Wort
aṅgulyaḥ hṛdayam
Finger, Brust
pṛṣṭham kaṭiḥ
Rücken, Hüfte
ṣaṇṇavati-aṅgula-utsedhaḥ
Höhe von 96 Fingerbreiten
catuṣ-kiṣku-pramāṇataḥ
nach dem Maß von vier Kiṣku

draṃṣṭrāś catasraś candrābhāś catuḥkṛṣṇaṃ vadāmi te / netratārau bhruvau śmaśruḥ kṛṣṇāḥ keśāstathaiva ca //

Vier mondhelle Eckzähne [: das ist ‚vierzahnig‘]. Ich nenne dir das ‚Vierfach-Schwarze‘: die Pupillen der Augen, die Brauen, der Bart und ebenso die Haare sind schwarz.

Wort für Wort
daṃṣṭrāḥ catasraḥ
vier Eckzähne
candra-ābhāḥ
mondhell
netra-tārau
die Pupillen der Augen
bhruvau śmaśruḥ
Brauen, Bart
kṛṣṇāḥ keśāḥ
schwarze Haare

draṃṣṭrāś = daṃṣṭrāś.

nāsāyāṃ vadane svede kakṣayorviḍagandhakaḥ / hrasvaṃ liṅgaṃ tathā grīvā jaṅghe syādvedahrasvakaṃ //

An Nase, Mund, Schweiß und Achselhöhlen [wohlriechend]: der ‚Vierfach-Duftende‘ [?]. Kurz sind das Glied, ebenso der Hals und die beiden Unterschenkel: Das ist das ‚Vierfach-Kurze‘.

Wort für Wort
nāsāyām vadane
an Nase, Mund
svede kakṣayoḥ
im Schweiß, an den Achseln
hrasvam liṅgam
kurzes Glied
grīvā jaṅghe
Hals, Unterschenkel
veda-hrasvakam
vierfach Kurzes

viḍagandhakaḥ ist unklar (viḍ ‚Kot‘ passt nicht); gemeint ist der Duft an vier Stellen. veda = vier.

sūkṣmāṇyaṅguliparvāṇi nakhakeśadvijatvacaḥ / hanū netre lalāṭe ca nāsā dīrghā stanāntaraṃ //

Fein sind die Fingerglieder, Nägel, Haare, Zähne und die Haut. Lang sind Kinnbacken, Augen, Stirn, Nase und der Abstand zwischen den Brustwarzen.

Wort für Wort
sūkṣmāṇi
fein
aṅguli-parvāṇi
Fingerglieder
nakha-keśa-dvija-tvacaḥ
Nägel, Haare, Zähne, Haut
hanū netre lalāṭe
Kinnbacken, Augen, Stirn
stana-antaram
Abstand zwischen den Brüsten

vakṣaḥ kakṣau nakhā nāsonnataṃ vaktraṃ kṛkāṭikā / snigdhāstvakkeśadantāś ca loma dṛṣṭirnakhāś ca vāk //

Erhaben sind Brust, Achseln, Nägel, Nase, Gesicht und Nacken. Glänzend sind Haut, Haare, Zähne, Körperhaar, Blick, Nägel und Stimme.

Wort für Wort
vakṣaḥ kakṣau
Brust, Achseln
unnatam
erhaben
kṛkāṭikā
Nacken
snigdhāḥ
glänzend, geschmeidig
loma dṛṣṭiḥ vāk
Körperhaar, Blick, Stimme

jānvorurvoś ca pṛṣṭhastha vaṃśau dvau karanāsayoḥ / netre nāsāpuṭau karṇau meḍhraṃ pāyumukhe 'malaṃ //

An Knien und Schenkeln, am Rücken [?], zwei ‚Rohre‘ an Händen und Nase: [das sind die acht Rohre]. Die Augen, die Nasenlöcher, die Ohren, das Glied, der After und der Mund [sind] rein.

Wort für Wort
jānvoḥ ūrvoḥ
an Knien, an Schenkeln
vaṃśau dvau
zwei Rohre
kara-nāsayoḥ
an Händen und Nase
nāsā-puṭau karṇau
Nasenlöcher, Ohren
meḍhram pāyu-mukhe amalam
Glied, After und Mund rein

pṛṣṭhastha ist unklar; die Aufzählung der acht vaṃśa ist nicht eindeutig.

jihvoṣṭhe tālunetre tu hastapādau nakhās tathā / śiśnāgravaktraṃ śasyante padmābhā daśa dehināṃ //

Zunge, Lippe, Gaumen, Augen, Hände und Füße, ebenso die Nägel, die Spitze des Glieds und der Mund: [diese] zehn Lotosgleichen werden bei den Verkörperten gepriesen.

Wort für Wort
jihvā-oṣṭhe
Zunge und Lippe
tālu-netre
Gaumen und Augen
śiśna-agra
Spitze des Glieds
padma-ābhāḥ daśa
zehn lotosgleiche
dehinām
der Verkörperten

pāṇipādaṃ mukhaṃ grīvā śravaṇe hṛdayaṃ śiraḥ / lalāṭamudaraṃ pṛṣṭhaṃ vṛhantaḥ pūjitā daśa //

Hände und Füße, Mund, Hals, Ohren, Brust, Kopf, Stirn, Bauch und Rücken: [diese] zehn werden, wenn groß, geschätzt.

Wort für Wort
pāṇi-pādam
Hände und Füße
śravaṇe hṛdayam
Ohren, Brust
lalāṭam udaram
Stirn, Bauch
bṛhantaḥ pūjitāḥ daśa
zehn groß geschätzt

vṛhantaḥ = bṛhantaḥ.

prasāritabhujasyeha madhyamāgradvayāntaraṃ / ucchrāyeṇa samaṃ yasya nyagrodhaparimaṇḍalaḥ //

Bei wem hier mit ausgestreckten Armen der Abstand zwischen den beiden Mittelfingerspitzen seiner Körperhöhe gleich ist, der ist ‚rund wie ein Nyagrodha-Baum‘.

Wort für Wort
prasārita-bhujasya
dessen Arme ausgestreckt sind
madhyama-agra-dvaya-antaram
Abstand der beiden Mittelfingerspitzen
ucchrāyeṇa samam
der Höhe gleich
nyagrodha-parimaṇḍalaḥ
rund wie ein Nyagrodha

pādau gulphau sphicau pārśvau vaṅkṣaṇau vṛṣaṇau kucau / karṇauṣṭhe sakthinī jaṅghe hastau bāhū tathākṣiṇī //

Füße, Knöchel, Gesäßbacken, Flanken, Leisten, Hoden, Brustwarzen, Ohren, Lippen, Oberschenkel, Unterschenkel, Hände, Arme und ebenso die Augen —

Wort für Wort
pādau gulphau
Füße, Knöchel
sphicau pārśvau
Gesäßbacken, Flanken
vaṅkṣaṇau vṛṣaṇau kucau
Leisten, Hoden, Brustwarzen
sakthinī jaṅghe
Oberschenkel, Unterschenkel
bāhū akṣiṇī
Arme, Augen

caturdaśasamadvandva etatsāmānyato naraḥ / vidyāś caturdaśa dvyakṣaiḥ paśyedyaḥ ṣoḍaśākṣakaḥ //

ein Mann, bei dem diese im Allgemeinen [gleichmäßig] sind, ist ‚mit vierzehn gleichen Paaren‘. Wer die vierzehn Wissenszweige [zusätzlich] zu seinen zwei Augen schaut, ist ‚sechzehnäugig‘.

Wort für Wort
sāmānyataḥ
im Allgemeinen
vidyāḥ caturdaśa
die vierzehn Wissenszweige
dvi-akṣaiḥ
mit den zwei Augen
ṣoḍaśa-akṣakaḥ
sechzehnäugig

rūkṣaṃ śirātataṃ gātramaśubhaṃ māṃsavarjitaṃ / durgandhiviparītaṃ yacchastandṛṣṭyā prasannayā //

Ein rauer, von Adern überzogener, fleischloser Körper ist unheilvoll, [ebenso] ein übelriechender; das Gegenteil davon ist gepriesen, [ebenso ein Körper] mit heiterem Blick.

Wort für Wort
rūkṣam
rau
śirā-ātatam gātram
von Adern überzogener Körper
māṃsa-varjitam
fleischlos
durgandhi viparītam
übelriechend; das Gegenteil
dṛṣṭyā prasannayā
mit heiterem Blick

yacchastandṛṣṭyā = yac chastaṃ dṛṣṭyā.

dhanyasya madhurā vāṇī gatirmattebhasannibhā / ekakūpabhavaṃ roma bhaye rakṣā sakṛt sakṛt //

Der Glückbegünstigte hat eine liebliche Stimme, einen Gang gleich dem eines brünstigen Elefanten und aus jeder Pore [nur] ein Haar; in Gefahr [findet er] immer wieder Schutz [?].

Wort für Wort
dhanyasya
des Glückbegünstigten
madhurā vāṇī
liebliche Stimme
matta-ibha-sannibhā gatiḥ
Gang wie ein brünstiger Elefant
eka-kūpa-bhavam roma
aus einer Pore entspringendes Haar
bhaye rakṣā
Schutz in Gefahr

sakṛt sakṛt ist unklar.

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