Quellen der Menschheit

Agni-Purāṇa

Kapitel 61: dvārapratiṣṭhādhvajārohaṇādividhiḥ Das Ritual der Toreinsetzung, der Flaggenhissung und Verwandtes

Das Kapitel behandelt das Abschlussbad, die Einsetzung des Tores mit seinen Hütergottheiten, die 'Herz-Einsetzung' des Tempels mittels eines Kruges sowie die Bekrönung mit Āmalasāraka, Krug und Diskus. Ausführlich wird der Tempel als Körper Viṣṇus gedeutet (Elemente, Sinnesqualitäten, Körperteile). Es folgen Maße und Material von Flaggenstab, Diskus und Flagge sowie das Ritual ihrer Belebung und Hissung. Im Kapitelkopf steht verschrieben 'dhvajārohāṇa-'; mehrere Stellen (V. 1, 14, 18, 29) sind verderbt oder unklar.

bhagavānuvāca | vakṣe cāvabhṛtasnānaṃ viṣṇor natveti homayet / ekāśītipade kumbhān sthāpya saṃsthāpayeddhariṃ //

Der Erhabene sprach: Ich werde auch das Abschlussbad (avabhṛthasnāna) darlegen. Mit (dem Vers) „viṣṇor …“ [?] opfere er; nachdem er auf dem Einundachtzig-Felder-(Diagramm) Krüge aufgestellt hat, setze er Hari ein.

Wort für Wort
vakṣye
ich werde darlegen
avabhṛtha-snānam
das Abschlussbad
homayet
opfere
ekāśīti-pade
auf dem 81-Felder-Diagramm
kumbhān sthāpya
Krüge aufgestellt habend
saṃsthāpayet harim
setze Hari ein

'viṣṇor natveti' wohl verderbt, vielleicht für 'viṣṇor nu kam' (ṚV 1,154,1).

pūjayed gandhapuṣpādyair baliṃ datvā guruṃ yajet / dvārapratiṣṭhāṃ vakṣyāmi dvārādho hema vai dadet //

Er verehre ihn mit Duft, Blumen usw.; nachdem er eine Spende (bali) gegeben hat, ehre er den Lehrer. Die Einsetzung des Tores will ich darlegen: Unter das Tor lege man Gold.

Wort für Wort
pūjayet gandha-puṣpa-ādyaiḥ
verehre mit Duft, Blumen usw.
balim datvā
eine Spende gegeben habend
gurum yajet
ehre den Lehrer
dvāra-pratiṣṭhām
die Einsetzung des Tores
dvāra-adhaḥ hema dadet
unter das Tor gebe er Gold

aṣṭabhiḥ kalaśaiḥ sthāpya śākhodumbarakau guruḥ / gandhādibhiḥ samabhyarcya mantrair vedādibhirguruḥ //

Nachdem der Lehrer mit acht Krügen die Türpfosten und die Schwelle aufgestellt und sie mit Duftstoffen usw. und mit Mantras – vedischen usw. – verehrt hat,

Wort für Wort
aṣṭabhiḥ kalaśaiḥ
mit acht Krügen
śākhā-udumbarakau
Türpfosten und Schwelle
sthāpya
aufgestellt habend
gandha-ādibhiḥ samabhyarcya
mit Duft usw. verehrt habend
mantraiḥ veda-ādibhiḥ
mit vedischen usw. Mantras

kuṇḍeṣu homayedvahniṃ samillājatilādibhiḥ / datvā śayyādikañcādho dadyādādhāraśaktikāṃ //

opfere er in den Feuergruben ins Feuer mit Brennholz, geröstetem Reis, Sesam usw. Nachdem er Lager usw. gegeben hat, lege er unten die Trägerkraft (ādhāraśakti) nieder.

Wort für Wort
kuṇḍeṣu homayet vahnim
opfere ins Feuer in den Gruben
samidh-lāja-tila-ādibhiḥ
mit Brennholz, geröstetem Reis, Sesam usw.
śayyā-ādikam datvā
Lager usw. gegeben habend
adhaḥ
unten
ādhāra-śaktikām
die Trägerkraft

śākhayorvinyasenmūle devau caṇḍapracaṇdakau / ūrdhvodumbarake devīṃ lakṣmīṃ suragaṇārcitāṃ //

An den Fuß der beiden Pfosten lege er die beiden Götter Caṇḍa und Pracaṇḍa, auf die obere Schwelle (den Sturz) die Göttin Lakṣmī, die von den Götterscharen verehrt wird.

Wort für Wort
śākhayoḥ mūle
am Fuß der beiden Pfosten
vinyaset
lege nieder
caṇḍa-pracaṇḍakau
Caṇḍa und Pracaṇḍa
ūrdhva-udumbarake
auf dem oberen Querholz (Sturz)
sura-gaṇa-arcitām
von den Götterscharen verehrt

nyasyābhyarcya yathānyāyaṃ śrīsūktena caturmukhaṃ / datvā tu śrīphalādīni ācāryādestu dakṣiṇāṃ //

Nachdem er sie hingelegt und nach Vorschrift verehrt hat, (verehre er) mit dem Śrīsūkta den Viergesichtigen [?]; und nachdem er Bilvafrüchte usw. gegeben hat, (gebe er) dem Ācārya usw. den Lohn.

Wort für Wort
nyasya abhyarcya
hingelegt und verehrt habend
yathā-nyāyam
nach Vorschrift
śrī-sūktena
mit dem Śrī-Lied
catur-mukham
den Viergesichtigen
śrīphala-ādīni
Bilvafrüchte usw.
ācārya-ādeḥ dakṣiṇām
dem Ācārya usw. den Lohn

caturmukha: Brahmā oder ein viergesichtiger Aufbau; unklar.

pratiṣṭhāsiddhadvārasya tvācāryaḥ sthāpayeddhariṃ / prāsādādasya pratiṣṭhantu hṛtpratiṣṭheti tāṃ śṛṇu //

Erst wenn das Tor durch die Einsetzung vollendet ist, stelle der Ācārya Hari auf. Nun die Einsetzung seines Tempels: Höre, sie heißt „Herz-Einsetzung“ (hṛtpratiṣṭhā).

Wort für Wort
pratiṣṭhā-siddha-dvārasya
wenn das Tor durch Einsetzung vollendet ist
ācāryaḥ sthāpayet harim
der Ācārya stelle Hari auf
prāsādasya pratiṣṭhām
die Einsetzung des Tempels
hṛt-pratiṣṭhā iti
'Herz-Einsetzung'
tām śṛṇu
höre sie

samāptau śukanāśāyā vedyāḥ prāgdarbhamastake / sauvarṇaṃ rājataṃ kumbhamathavā śuklanirmitaṃ //

Nach Vollendung der Śukanāsā (des Turmvorsprungs), auf dem Darbha-Gras östlich der Vedī: einen goldenen oder silbernen Krug oder einen aus Kupfer gefertigten,

Wort für Wort
samāptau śukanāsāyāḥ
nach Vollendung der Śukanāsā
vedyāḥ prāk
östlich der Vedī
darbha-mastake
auf dem Darbha-Gras
sauvarṇam rājatam kumbham
goldenen oder silbernen Krug
śulba-nirmitam
aus Kupfer gefertigt

śuklanirmitam wohl für śulbanirmitam ('aus Kupfer').

aṣṭaratnauṣadhīdhātuvījalauhānvitaṃ śubhaṃ / savastraṃ pūritaṃ cādbhirmaṇḍale cādhivāsayet //

schön, mit den acht Edelsteinen, Heilkräutern, Metallen, Samen und Eisen versehen, mit einem Tuch umhüllt und mit Wasser gefüllt, lasse er im Maṇḍala die Nacht über weilen (adhivāsa).

Wort für Wort
aṣṭa-ratna-oṣadhī-dhātu
acht Edelsteine, Kräuter, Metalle
bīja-lauha-anvitam
mit Samen und Eisen versehen
sa-vastram
mit Tuch
pūritam adbhiḥ
mit Wasser gefüllt
maṇḍale adhivāsayet
lasse im Maṇḍala übernachten

vīja für bīja.

sapallavaṃ nṛsiṃhena hutvā sampātasañcitaṃ / nārāyaṇākhyatattvena prāṇabhūtaṃ nyasettataḥ //

Mit Blattzweigen versehen, mit den Opferresten (sampāta) gefüllt, nachdem er mit dem Nṛsiṃha-(Mantra) geopfert hat, lege er dann (den Krug), der mit dem Prinzip namens Nārāyaṇa zum Lebensatem geworden ist, nieder.

Wort für Wort
sa-pallavam
mit Blattzweigen
nṛsiṃhena hutvā
mit dem Nṛsiṃha-Mantra geopfert habend
sampāta-sañcitam
mit den Opferresten gefüllt
nārāyaṇa-ākhya-tattvena
mit dem Prinzip namens Nārāyaṇa
prāṇa-bhūtam nyaset
lege als Lebensatem nieder

vairājabhūtāntaṃ dhyāyet prāsādasya sureśvara / tataḥ puruṣavatsarvaṃ prāsādaṃ cintayed budhaḥ //

Er meditiere ihn als (Prinzip) bis hin zum Vairāja [?] des Tempels, o Götterherr; dann stelle sich der Weise den ganzen Tempel wie einen Menschen (puruṣa) vor.

Wort für Wort
vairāja-bhūta-antam
bis zum Vairāja-Wesen (?)
dhyāyet
meditiere
sureśvara
o Götterherr
puruṣavat
wie einen Menschen
prāsādam cintayet
stelle sich den Tempel vor

vairājabhūtāntam unklar.

adho datvā suvarṇaṃ tu tadvavad bhūtaṃ ghaṭaṃ nyaset / gurvādau dakṣiṇāṃ dadyād brāhmaṇādeś ca bhojanaṃ //

Nachdem er unten Gold gelegt hat, lege er den so beschaffenen Krug nieder; dem Lehrer usw. gebe er Lohn und den Brahmanen usw. Speise.

Wort für Wort
adhaḥ datvā suvarṇam
unten Gold gelegt habend
tadvat bhūtam ghaṭam
den so beschaffenen Krug
nyaset
lege nieder
guru-ādau dakṣiṇām
dem Lehrer usw. Lohn
brāhmaṇa-ādeḥ bhojanam
den Brahmanen usw. Speise

tadvavad für tadvad.

tataḥ paścādvedibandhaṃ tadūrdhvaṃ kaṇṭhabandhanaṃ / kaṇṭhopariṣṭāt kartavyaṃ vimalāmalasārakaṃ //

Danach (folgt) die Vedī-Bindung (vedibandha), darüber die Halsbindung (kaṇṭhabandhana); oberhalb des Halses ist das reine Āmalasāraka (der gerippte Ringstein) anzufertigen.

Wort für Wort
tataḥ paścāt
danach
vedi-bandham
die Vedī-Bindung
tat-ūrdhvam kaṇṭha-bandhanam
darüber die Halsbindung
kaṇṭha-upariṣṭāt
oberhalb des Halses
vimala-āmalasārakam
das reine Āmalasāraka

tadūrdhvaṃ vṛkalaṃ kuryāccakrañcādyaṃ sudarśanaṃ / mūttiṃ śrīvāsudevasya grahaguptāṃ nivedayet //

Darüber mache er den Vṛkala [?] und den ersten Diskus Sudarśana; ein Bild des erhabenen Vāsudeva, durch die Planeten geschützt [?], bringe er dar.

Wort für Wort
tat-ūrdhvam
darüber
vṛkalam
Vṛkala (unklares Bauglied)
cakram ādyam sudarśanam
den ersten Diskus Sudarśana
mūrtim śrī-vāsudevasya
ein Bild des erhabenen Vāsudeva
graha-guptām
durch Planeten geschützt (?)

vṛkalam unbekanntes Bauglied, evtl. verderbt; mūttim für mūrtim; grahaguptām unklar.

kalaśaṃ vātha kurvīta tadūrdhvaṃ cakramuttamaṃ / vedyāś ca paritaḥ sthāpyā aṣṭau vighneśvarāstvaja //

Oder er mache einen Krug (kalaśa) und darüber den vortrefflichen Diskus. Und rings um die Vedī sind acht Vighneśvaras aufzustellen, o Ungeborener,

Wort für Wort
kalaśam vā atha kurvīta
oder er mache einen Krug
cakram uttamam
den vortrefflichen Diskus
vedyāḥ paritaḥ
rings um die Vedī
aṣṭau vighneśvarāḥ
acht Vighneśvaras
aja
o Ungeborener

catvāro vā caturdikṣu sthāpanīyā garutmataḥ / dhvajārohaṃ ca vakṣyāmi yena bhūtādi naśyati //

oder es sind vier Garuḍas in den vier Richtungen aufzustellen. Auch die Hissung der Flagge will ich darlegen, durch die Geister usw. vernichtet werden.

Wort für Wort
catvāraḥ vā catur-dikṣu
oder vier in den vier Richtungen
sthāpanīyāḥ garutmataḥ
Garuḍas sind aufzustellen
dhvaja-āroham
die Flaggenhissung
vakṣyāmi
ich werde darlegen
bhūta-ādi naśyati
Geister usw. vergehen

prāsādavimbadravyāṇāṃ yāvantaḥ paramāṇavaḥ / tāvadvarṣasahasrāṇi tatkartā viṣṇulokabhāk //

So viele Atome die Materialien von Tempel und Bildnis haben, so viele tausend Jahre hat ihr Erbauer teil an der Welt Viṣṇus.

Wort für Wort
prāsāda-bimba-dravyāṇām
der Materialien von Tempel und Bild
yāvantaḥ paramāṇavaḥ
so viele Atome
tāvat varṣa-sahasrāṇi
so viele tausend Jahre
tat-kartā
deren Erbauer
viṣṇu-loka-bhāk
an Viṣṇus Welt teilhabend

kumbhāṇḍavedivimbānāṃ bhramaṇādvāyunānagha / kaṇṭhasyāveṣṭanāj jñeyaṃ phalaṃ koṭiguṇaṃ dhvajāt //

Als (größer noch als das Verdienst) von Krug, Kuppel (aṇḍa), Vedī und Bildnis [?] ist, o Sündloser, die Frucht der Flagge zu erkennen, die durch ihr Flattern im Wind und das Umwinden des Halses zehnmillionenfach ist.

Wort für Wort
kumbha-aṇḍa-vedi-bimbānām
von Krug, Kuppel, Vedī und Bild
bhramaṇāt vāyunā
durch Bewegung im Wind
anagha
o Sündloser
kaṇṭhasya āveṣṭanāt
durch Umwinden des Halses
phalam koṭi-guṇam dhvajāt
zehnmillionenfache Frucht von der Flagge

Konstruktion unklar; kumbhāṇḍa hier als kumbha + aṇḍa aufgefasst; vāyunānagha = vāyunā anagha.

patākānāṃ prakṛtiṃ viddhi daṇḍaṃ puruṣarūpiṇaṃ / prāsādaṃ vāsudevasya mūrtibhedaṃ nibodha me //

Wisse: die Fahnentücher sind die Urmaterie (prakṛti), der Stab ist von der Gestalt des Puruṣa. Den Tempel als eine Erscheinungsform Vāsudevas vernimm von mir.

Wort für Wort
patākānām prakṛtim viddhi
wisse die Fahnen als Urmaterie
daṇḍam puruṣa-rūpiṇam
den Stab als puruṣa-gestaltig
prāsādam vāsudevasya
den Tempel Vāsudevas
mūrti-bhedam
als Erscheinungsform
nibodha me
vernimm von mir

dhāraṇāddharaṇīṃ viddhi ākāśaṃ śuṣirātmakaṃ / tejastat pāvakaṃ viddhi vāyuṃ sparśagataṃ tathā //

Wegen des Tragens wisse (in ihm) die Erde, den Raum als das Hohle, das Feuer als seinen Glanz, den Wind als in der Berührung befindlich.

Wort für Wort
dhāraṇāt dharaṇīm viddhi
wegen des Tragens wisse die Erde
ākāśam śuṣira-ātmakam
den Raum als das Hohle
tejas pāvakam
den Glanz als Feuer
vāyum sparśa-gatam
den Wind in der Berührung

pāṣāṇādiṣveva jalaṃ pārthivaṃ pṛthivīguṇaṃ / pratiśabdodbhavaṃ śabdaṃ sparśaṃ syāt karkaśādikaṃ //

In den Steinen usw. ist das Wasser [?], das Erdhafte als Eigenschaft der Erde; der Laut entsteht aus dem Widerhall, die Berührung ist das Raue usw.

Wort für Wort
pāṣāṇa-ādiṣu
in den Steinen usw.
jalam
Wasser
pārthivam pṛthivī-guṇam
das Erdhafte, Eigenschaft der Erde
pratiśabda-udbhavam śabdam
der Laut aus dem Widerhall entstanden
sparśam karkaśa-ādikam
die Berührung als das Raue usw.

Erster Halbvers syntaktisch unklar.

śuklādikaṃ bhavedrūpaṃ rasamannādidarśanaṃ / dhūpādigandhaṃ gandhantu vāg bheryādiṣu saṃsthitā //

Die Farbe ist das Weiße usw., der Geschmack zeigt sich an Speise usw., der Geruch ist der Duft von Räucherwerk usw.; die Stimme befindet sich in Pauken usw.

Wort für Wort
śukla-ādikam rūpam
die Farbe als Weiß usw.
rasam anna-ādi-darśanam
der Geschmack zeigt sich in Speise usw.
dhūpa-ādi-gandham
der Duft von Räucherwerk usw.
vāk bherī-ādiṣu saṃsthitā
die Stimme weilt in den Pauken usw.

śukanāśāśritā nāsā bāhū tadrathakau smṛtau / śirastvaṇḍaṃ nigaditaṃ kalaśaṃ mūrdhajaṃ smṛtaṃ //

Die Nase ist in der Śukanāsā gegeben, die beiden Arme gelten als deren beide Rathaka-Vorsprünge; der Kopf wird als die Kuppel (aṇḍa) bezeichnet, der Krug (kalaśa) gilt als das Haupthaar.

Wort für Wort
śukanāsā-āśritā nāsā
die Nase in der Śukanāsā
bāhū tat-rathakau
die Arme als deren Rathakas
śiraḥ tu aṇḍam
der Kopf als die Kuppel
kalaśam mūrdhajam
der Krug als Haupthaar
smṛtam
gilt

kaṇṭhaṃ kaṇṭhamiti jñeyaṃ skandhaṃ vedī nigadyete / pāyūpasthe praṇāle tu tvak sudhā parikīrtitā //

Der Hals ist als der Hals (kaṇṭha des Baus) zu verstehen, die Schulter wird Vedī genannt; After und Geschlechtsteil sind die Abflussrinnen, die Haut gilt als der Kalkputz.

Wort für Wort
kaṇṭham kaṇṭham iti jñeyam
der Hals als Hals zu verstehen
skandham vedī
die Schulter als Vedī
pāyu-upasthe praṇāle
After und Geschlechtsteil als Abflussrinnen
tvak sudhā
die Haut als Kalkputz

nigadyete (Dual) für nigadyate.

mukhaṃ dvāraṃ bhavedasya pratimā jīva ucyate / tacchaktiṃ piṇḍikāṃ viddhi prakṛtiṃ ca tadākṛtiṃ //

Der Mund ist sein Tor, das Bildnis heißt die Lebensseele; wisse, dessen Kraft ist der Sockel, und die Urmaterie ist dessen Gestalt.

Wort für Wort
mukham dvāram
der Mund als Tor
pratimā jīvaḥ ucyate
das Bildnis heißt Lebensseele
tat-śaktim piṇḍikām viddhi
wisse den Sockel als dessen Kraft
prakṛtim tat-ākṛtim
die Urmaterie als dessen Gestalt

niś calatvañca garbhosyā adhiṣṭhātā tu keśavaḥ / evameva hariḥ sākṣātprāsādatvena saṃsthitaḥ //

Die Unbeweglichkeit ist sein Inneres (garbha), der Innewaltende aber ist Keśava. Genau so ist Hari selbst in Gestalt des Tempels gegenwärtig.

Wort für Wort
niścalatvam
Unbeweglichkeit
garbhaḥ asya
sein Inneres (Cella)
adhiṣṭhātā keśavaḥ
der Innewaltende ist Keśava
hariḥ sākṣāt
Hari selbst
prāsādatvena saṃsthitaḥ
als Tempel gegenwärtig

jaṅghā tvasya śivo jñeyaḥ skandhe dhātā vyavasthitaḥ / ūrdhvabhāge sthito viṣṇurevaṃ tasya sthitasya hi //

Seine Wandzone (jaṅghā) ist als Śiva zu verstehen, in der Schulter weilt Dhātṛ, im oberen Teil steht Viṣṇu – so verhält es sich bei ihm, dem Stehenden.

Wort für Wort
jaṅghā
Unterschenkel, Wandzone
śivaḥ jñeyaḥ
ist als Śiva zu verstehen
skandhe dhātā
in der Schulter Dhātṛ
ūrdhva-bhāge viṣṇuḥ
im oberen Teil Viṣṇu
sthitasya
des Stehenden

prāsādasya pratiṣṭhāntu dhvajarūpeṇa me śṛṇu / dhvajaṃ kṛtvā surair daityā jitāḥ śastrādicihnitaṃ //

Die Einsetzung des Tempels in Gestalt der Flagge höre von mir: Nachdem die Götter eine mit Waffen usw. gekennzeichnete Flagge gemacht hatten, wurden die Daityas besiegt.

Wort für Wort
dhvaja-rūpeṇa
in Gestalt der Flagge
me śṛṇu
höre von mir
dhvajam kṛtvā suraiḥ
nachdem die Götter eine Flagge gemacht hatten
daityāḥ jitāḥ
die Daityas wurden besiegt
śastra-ādi-cihnitam
mit Waffen usw. gekennzeichnet

aṇḍordhvaṃ kalaśaṃ nyasya tadūrdhvaṃ vinyaseddhvajaṃ / vimbārdhamānaṃ daṇḍasya tribhāgenātha kārayet //

Über die Kuppel lege er den Krug, darüber setze er die Flagge. Den (Diskus) lasse er in halber Bildgröße oder mit einem Drittel (der Länge) des Stabes anfertigen [?].

Wort für Wort
aṇḍa-ūrdhvam kalaśam nyasya
über die Kuppel den Krug gelegt habend
tat-ūrdhvam vinyaset dhvajam
darüber setze die Flagge
bimba-ardha-mānam
von halber Bildgröße
daṇḍasya tri-bhāgena
mit einem Drittel des Stabes
kārayet
lasse anfertigen

Bezug von vimbārdhamānam (bimba-ardha-mānam) unklar; wohl auf den Diskus des folgenden Verses zu beziehen.

aṣṭāraṃ dvādaśāraṃ vā madhye mūrtimatānvitaṃ / nārasiṃhena tārkṣyeṇa dhvajadaṇḍastu nirbraṇaḥ //

achtspeichig oder zwölfspeichig, in der Mitte mit einer Gestalt versehen – mit Narasiṃha oder Tārkṣya (Garuḍa). Der Flaggenstab aber sei makellos.

Wort für Wort
aṣṭa-aram dvādaśa-aram vā
acht- oder zwölfspeichig
madhye mūrtimat-anvitam
in der Mitte mit einer Gestalt
nārasiṃhena tārkṣyeṇa
mit Narasiṃha, mit Garuḍa
dhvaja-daṇḍaḥ
der Flaggenstab
nirvraṇaḥ
makellos, ohne Riss

mūrtimatānvitam unregelmäßig; nirbraṇa für nirvraṇa ('ohne Riss').

prāsādasya tu vistāro mānaṃ daṇḍasya kīrtitaṃ / śikharārdhena vā kuryāt tṛtīyārdhena vā punaḥ //

Die Breite des Tempels gilt als Maß des Stabes; oder man mache ihn nach der Hälfte des Turmes (śikhara), oder wiederum nach der Hälfte eines Drittels [?].

Wort für Wort
prāsādasya vistāraḥ
die Breite des Tempels
mānam daṇḍasya
das Maß des Stabes
śikhara-ardhena
mit der Hälfte des Turmes
tṛtīya-ardhena
mit der Hälfte eines Drittels (?)

dvārasya dairghyād dviguṇaṃ daṇḍaṃ vā parikalpayet / dhvajayaṣṭirdevagṛhe aiśānyāṃ vāyavethavā //

Oder man bemesse den Stab auf das Doppelte der Höhe des Tores. Der Flaggenmast (stehe) am Götterhaus im Nordosten oder im Nordwesten.

Wort für Wort
dvārasya dairghyāt dviguṇam
das Doppelte der Torhöhe
daṇḍam parikalpayet
bemesse den Stab
dhvaja-yaṣṭiḥ
der Flaggenmast
deva-gṛhe
am Götterhaus
aiśānyām vāyave athavā
im Nordosten oder Nordwesten

kṣaumādyaiś ca dhvajaṃ kuryādvicitraṃ vaikavarṇakaṃ / ghaṇṭācāmarakiṅkiṇyā bhūṣitaṃ pāpanāśanaṃ //

Aus Leinen usw. mache man die Flagge, bunt oder einfarbig, mit Glocke, Yakwedel und Glöckchen geschmückt; sie vernichtet das Böse.

Wort für Wort
kṣauma-ādyaiḥ
aus Leinen usw.
vicitram vā eka-varṇakam
bunt oder einfarbig
ghaṇṭā-cāmara-kiṅkiṇyā
mit Glocke, Yakwedel, Glöckchen
bhūṣitam
geschmückt
pāpa-nāśanam
Sünde vernichtend

daṇḍāgrāddharaṇīṃ yāvaddhastaikaṃ vistareṇa tu / mahādhvajaḥ sarvadaḥ syātturyāṃśāddhīnatorcitaḥ //

(Reicht sie) von der Stabspitze bis zur Erde und ist eine Elle breit, so ist es eine große Flagge, die alles gewährt; um ein Viertel kleiner ist sie (ebenfalls) geschätzt [?].

Wort für Wort
daṇḍa-agrāt dharaṇīm yāvat
von der Stabspitze bis zur Erde
hasta-ekam vistareṇa
eine Elle breit
mahā-dhvajaḥ sarvadaḥ
eine große, alles gewährende Flagge
turya-aṃśāt hīnataḥ
um ein Viertel kleiner
arcitaḥ
geschätzt

dhvaje cārdhena vijñeyā patākā mānavarjitā / vistareṇa dhvajaḥ kāryo viṃśadaṅgulasannibhaḥ //

Der Wimpel (patākā) ist bei der Flagge als halb so groß zu kennen, ohne festes Maß [?]; in der Breite ist die Flagge zwanzig Fingerbreit zu machen.

Wort für Wort
dhvaje ardhena
bei der Flagge zur Hälfte
patākā
der Wimpel
māna-varjitā
ohne (festes) Maß
vistareṇa
in der Breite
viṃśati-aṅgula
zwanzig Fingerbreit

viṃśadaṅgula für viṃśatyaṅgula.

adhivāsavidhānena cakraṃ daṇḍaṃ dhvajaṃ tathā / devavat sakalaṃ kṛtvā maṇḍapasnapanādikaṃ //

Nach der Vorschrift der Übernachtung (adhivāsa) (behandle er) Diskus, Stab und Flagge; alles wie bei einem Gott ausführend – Pavillon, Bad usw. –

Wort für Wort
adhivāsa-vidhānena
nach der Übernachtungsvorschrift
cakram daṇḍam dhvajam
Diskus, Stab, Flagge
devavat
wie bei einem Gott
sakalam kṛtvā
alles ausführend
maṇḍapa-snapana-ādikam
Pavillon, Bad usw.

netronmīlanakaṃ tyaktā pūrvoktaṃ sarvamācaret / adhivāsayecca vidhinā śayyāyāṃ sthāpya deśikaḥ //

vollziehe er außer der Augenöffnung alles früher Gesagte; und der Lehrer lasse sie nach Vorschrift, auf ein Lager gelegt, übernachten.

Wort für Wort
netra-unmīlanakam tyaktvā
außer der Augenöffnung
pūrva-uktam sarvam ācaret
vollziehe alles früher Gesagte
adhivāsayet vidhinā
lasse nach Vorschrift übernachten
śayyāyām sthāpya
auf ein Lager gelegt

tyaktā für tyaktvā.

tataḥ sahasraśīrṣeti sūktaṃ cakre nyased budhaḥ / tathā sudarśanaṃ mantraṃ manastattvaṃ niveśayet //

Dann lege der Weise das Lied „sahasraśīrṣā“ in den Diskus; ebenso setze er den Sudarśana-Mantra und das Prinzip des Denkens (manastattva) ein.

Wort für Wort
sahasra-śīrṣā iti sūktam
das Lied 'Tausendköpfig'
cakre nyaset
lege in den Diskus
sudarśanam mantram
den Sudarśana-Mantra
manas-tattvam niveśayet
setze das Denk-Prinzip ein

manorūpeṇa tasyaiva sajīvakaraṇaṃ smṛtaṃ / areṣu mūrtayo nyasyāḥ keśavādyāḥ surottama //

Durch die Gestalt des Denkens gilt dies als seine Belebung. In die Speichen sind die Gestalten Keśava usw. zu legen, o Bester der Götter.

Wort für Wort
manas-rūpeṇa
durch die Gestalt des Denkens
sa-jīva-karaṇam smṛtam
gilt als Belebung
areṣu
in die Speichen
mūrtayaḥ nyasyāḥ
Gestalten sind zu legen
keśava-ādyāḥ
Keśava usw.
sura-uttama
o Bester der Götter

nābhyabjapratinemīṣu nyasettattvāni deśikaḥ / nṛsiṃhaṃ viśvarūpaṃ vā abjamadhye niveśayet //

In Nabe, Lotus und Felge lege der Lehrer die Prinzipien (tattva); Nṛsiṃha oder Viśvarūpa setze er in die Mitte des Lotus.

Wort für Wort
nābhi-abja-pratinemīṣu
in Nabe, Lotus und Felge
nyaset tattvāni
lege die Prinzipien
nṛsiṃham viśvarūpam vā
Nṛsiṃha oder Viśvarūpa
abja-madhye niveśayet
setze in die Lotusmitte

sakalaṃ vinyaseddaṇḍe sūtrātmānaṃ sajīvakaṃ / niṣkalaṃ paramātmānaṃ dhvaje dhyāyan nyaseddhariṃ //

In den Stab lege er (Hari) als den Gestalthaften (sakala), das belebte Faden-Selbst (sūtrātman); in die Flagge lege er Hari, ihn als den Gestaltlosen (niṣkala), das höchste Selbst, meditierend.

Wort für Wort
sakalam vinyaset daṇḍe
lege den Gestalthaften in den Stab
sūtra-ātmānam sa-jīvakam
das belebte Faden-Selbst
niṣkalam parama-ātmānam
den Gestaltlosen, das höchste Selbst
dhvaje dhyāyan nyaset harim
in die Flagge lege er Hari meditierend

tacchaktiṃ vyāpinīṃ dhyāyed dhvajarūpāṃ balābalāṃ / maṇḍape sthāpya cābhyarcya homaṃ kuṇḍeṣu kārayet //

Dessen alles durchdringende Kraft meditiere er in Gestalt der Flagge, als stark und schwach zugleich [?]; nachdem er (sie) im Pavillon aufgestellt und verehrt hat, lasse er in den Gruben das Feueropfer vollziehen.

Wort für Wort
tat-śaktim vyāpinīm
dessen alldurchdringende Kraft
dhvaja-rūpām
in Gestalt der Flagge
bala-abalām
stark und schwach (?)
maṇḍape sthāpya abhyarcya
im Pavillon aufgestellt und verehrt
homam kuṇḍeṣu kārayet
lasse in den Gruben opfern

balābalām unklar ('stark-schwach' oder 'Balā und Abalā').

kalaśe svarṇakalaśaṃ nyasya ratnāni pañca ca / sthāpayeccakramantreṇa svarṇacakramadhastataḥ //

In den Krug lege er einen goldenen Krug [?] und fünf Edelsteine; mit dem Diskus-Mantra stelle er darunter einen goldenen Diskus auf.

Wort für Wort
kalaśe
in den Krug
svarṇa-kalaśam
einen goldenen Krug
ratnāni pañca
fünf Edelsteine
cakra-mantreṇa
mit dem Diskus-Mantra
svarṇa-cakram adhaḥ
einen goldenen Diskus darunter

'kalaśe svarṇakalaśam' vielleicht fehlerhafte Doppelung.

pāradena tu samplāvya netrapaṭṭena cchādayet / tato niveśayeccakraṃ tanmadhye nṛhariṃ smaret //

Nachdem er (ihn) mit Quecksilber benetzt hat, bedecke er ihn mit einem Augentuch; dann setze er den Diskus ein und gedenke in dessen Mitte des Mannlöwen.

Wort für Wort
pāradena samplāvya
mit Quecksilber benetzt habend
netra-paṭṭena chādayet
bedecke mit Augentuch
niveśayet cakram
setze den Diskus ein
tat-madhye nṛharim smaret
gedenke in dessen Mitte des Mannlöwen

oṃ kṣoṃ nṛsiṃhāya namaḥ pūjayet sthāpayeddhariṃ / tato dhvajaṃ gṛhītvā tu yajamānaḥ sabāndhavaḥ //

Mit „oṃ kṣoṃ nṛsiṃhāya namaḥ“ (Oṃ kṣoṃ, Verehrung dem Mannlöwen) verehre er Hari und stelle ihn auf. Dann ergreife der Opferherr samt seinen Verwandten die Flagge

Wort für Wort
oṃ kṣoṃ nṛsiṃhāya namaḥ
Oṃ kṣoṃ, Verehrung dem Mannlöwen
pūjayet sthāpayet harim
verehre und stelle Hari auf
dhvajam gṛhītvā
die Flagge ergriffen habend
yajamānaḥ sa-bāndhavaḥ
der Opferherr samt Verwandten

dadhibhaktayute pātre dhvajasyāgraṃ niveśayet / dhruvādyena phaḍantena dhvajaṃ mantreṇa pūjayet //

und setze die Spitze der Flagge in ein Gefäß mit Dickmilch und Reis; mit dem Mantra, der mit Dhruva (oṃ) beginnt und mit phaṭ endet, verehre er die Flagge.

Wort für Wort
dadhi-bhakta-yute pātre
in ein Gefäß mit Dickmilch und Reis
dhvajasya agram niveśayet
setze die Flaggenspitze
dhruva-ādyena
mit dem mit Oṃ beginnenden
phaṭ-antena
mit phaṭ endend
mantreṇa pūjayet
verehre mit dem Mantra

śirasyādhāya tat pātraṃ nārāyanamanusmaran / pradakṣiṇaṃ tu kurvīta turyamaṅgalaniḥsvanaiḥ //

Das Gefäß auf den Kopf setzend und Nārāyaṇas gedenkend, umschreite er (den Tempel) nach rechts unter den Klängen von Instrumenten und Segensgesängen.

Wort für Wort
śirasi ādhāya tat pātram
das Gefäß auf den Kopf setzend
nārāyaṇam anusmaran
Nārāyaṇas gedenkend
pradakṣiṇam kurvīta
umschreite nach rechts
tūrya-maṅgala-niḥsvanaiḥ
unter Klängen von Instrumenten und Segensgesängen

tato niveśayet daṇḍaṃ mantreṇāṣṭākṣareṇa tu / muñcāmi tveti sūktena dhvajaṃ muñcedvicakṣaṇaḥ //

Dann setze er den Stab mit dem achtsilbigen Mantra ein; mit dem Lied „muñcāmi tvā“ lasse der Kundige die Flagge frei.

Wort für Wort
niveśayet daṇḍam
setze den Stab ein
mantreṇa aṣṭa-akṣareṇa
mit dem achtsilbigen Mantra
muñcāmi tvā iti sūktena
mit dem Lied 'ich befreie dich'
dhvajam muñcet
lasse die Flagge frei

pātraṃ dhvajaṃ kuñjarādi dadyādācāryake dvijaḥ / eṣa sādhāraṇaḥ prokto dhvajasyārohaṇe vidhiḥ //

Gefäß, Flagge, Elefant usw. gebe der Zweimalgeborene dem Ācārya. Dies ist die allgemeine Vorschrift, verkündet für die Hissung der Flagge.

Wort für Wort
pātram dhvajam kuñjara-ādi
Gefäß, Flagge, Elefant usw.
dadyāt ācāryake
gebe dem Ācārya
dvijaḥ
der Zweimalgeborene
sādhāraṇaḥ proktaḥ
als allgemein verkündet
dhvajasya ārohaṇe vidhiḥ
die Vorschrift zur Flaggenhissung

yasya devasya yaccihnaṃ tanmantreṇa sthiraṃ caret / svargatvā dhvajadānāttu rājā balī bhavet //

Welches Zeichen ein Gott hat, das mache man mit dessen Mantra fest. Durch die Schenkung einer Flagge gelangt man in den Himmel und wird (danach) ein mächtiger König.

Wort für Wort
yasya devasya yat cihnam
welches Zeichen eines Gottes
tat-mantreṇa sthiram caret
mache mit dessen Mantra fest
svargam gatvā
in den Himmel gelangt
dhvaja-dānāt
durch Schenkung einer Flagge
rājā balī bhavet
wird ein mächtiger König

svargatvā für svargaṃ gatvā; Pāda metrisch defekt.

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