Quellen der Menschheit

Agni-Purāṇa

Kapitel 228: svapnādhyāyaḥ Das Kapitel über die Träume

Puṣkara zählt unheilvolle Traumbilder und die Mittel zu ihrer Abwehr (Bad, Opfer, Verehrung, Rezitation) auf, nennt die Zeitspanne bis zum Eintreten der Wirkung je nach Nachtwache und listet dann glückverheißende Träume auf. Der Kapitelkopf der Quelle nennt fälschlich das 128. statt des 228. Kapitels; das Kolophon hat „svapnādhyāyī“. Mehrere verderbte Wörter (V. 15 bhūjaś, V. 21 suśukra-, V. 23 bhūmyabudhārā); V. 32 ist ein Halbvers.

puṣkara uvāca | svapnaṃ śaubhāśubhaṃ vakṣye duḥkhapraharaṇantathā / nābhiṃ vinānyatra gātre tṛṇavṛkṣasamudbhavaḥ //

Puṣkara sprach: Ich werde die glückverheißenden und unheilvollen Träume darlegen und ebenso die Abwehr des Unheils. Das Hervorwachsen von Gras oder Bäumen an irgendeiner Stelle des Körpers außer dem Nabel,

Wort für Wort
svapnam śubha-aśubham
glückverheißenden und unheilvollen Traum
duḥkha-praharaṇam
Abwehr des Unheils
nābhim vinā
außer dem Nabel
anyatra gātre
an anderer Körperstelle
tṛṇa-vṛkṣa-samudbhavaḥ
Hervorwachsen von Gras und Bäumen

cūrṇaṃ mūrdhni kāṃsyānāṃ muṇḍanaṃ nagnatā tathā / malināmbaradhāritvamabhyaṅgaḥ paṅkadigdhatā //

das Zerstoßen von Bronzegefäßen auf dem Kopf [?], Kahlscheren und Nacktheit, das Tragen schmutziger Kleider, Salbung [mit Öl], Beschmiertsein mit Schlamm,

Wort für Wort
cūrṇam mūrdhni kāṃsyānām
Zerstoßen/Staub von Bronze auf dem Kopf [?]
muṇḍanam nagnatā
Kahlscheren, Nacktheit
malina-ambara-dhāritvam
Tragen schmutziger Kleider
abhyaṅgaḥ
Salbung
paṅka-digdhatā
Beschmiertsein mit Schlamm

cūrṇaṃ mūrdhni kāṃsyānāṃ ist unklar; evtl. „Zerbrechen von Bronze(gefäßen) auf dem Kopf“ oder „Bronzestaub auf dem Kopf“.

uccāt prapatanañcaiva vivāho gītameva ca / tantrīvādyavinodaś ca dolārohaṇameva ca //

das Herabstürzen von einer Höhe, Hochzeit und Gesang, Belustigung mit Saitenmusik und das Besteigen einer Schaukel,

Wort für Wort
uccāt prapatanam
Herabstürzen aus der Höhe
vivāhaḥ gītam
Hochzeit, Gesang
tantrī-vādya-vinodaḥ
Belustigung mit Saitenspiel
dolā-ārohaṇam
Besteigen einer Schaukel

arjanaṃ padmalohānāṃ sarpāṇāmatha māraṇaṃ / raktapuṣpadrumāṇāñca caṇḍālasya tathaiva ca //

das Erwerben von Lotosblüten und Eisen [?], das Töten von Schlangen, [das Besteigen] von Bäumen mit roten Blüten und ebenso eines Caṇḍāla,

Wort für Wort
arjanam padma-lohānām
Erwerb von Lotos und Eisen [?]
sarpāṇām māraṇam
Töten von Schlangen
rakta-puṣpa-drumāṇām
der rotblühenden Bäume
caṇḍālasya
eines Caṇḍāla

padmalohānām ist unsicher.

varāhāśvakharoṣṭrāṇāṃ tathā cārohaṇakriyā / bhakṣaṇaṃ pakṣimāṃsānāṃ tailasya kṛśarasya ca //

ebenso das Besteigen von Eber, Pferd, Esel und Kamel; das Essen von Vogelfleisch, Öl und Kṛśara [Anm.: Reis-Sesam-Brei],

Wort für Wort
varāha-aśva-khara-uṣṭrāṇām
von Eber, Pferd, Esel, Kamel
ārohaṇa-kriyā
das Besteigen
bhakṣaṇam pakṣi-māṃsānām
Essen von Vogelfleisch
tailasya kṛśarasya
von Öl und Kṛśara

mātuḥ praveśo jaṭhare citārohaṇameva ca / śakradhvajābhipatanaṃ patanaṃ śaśisūryayoḥ //

das Eingehen in den Leib der Mutter und das Besteigen eines Scheiterhaufens, das Umstürzen des Indrabanners, das Herabfallen von Mond und Sonne,

Wort für Wort
mātuḥ praveśaḥ jaṭhare
Eingehen in den Mutterleib
citā-ārohaṇam
Besteigen des Scheiterhaufens
śakra-dhvaja-abhipatanam
Umstürzen des Indrabanners
patanam śaśi-sūryayoḥ
Fallen von Mond und Sonne

divyāntarīkṣabhaumānāmutpātānāñca darśanaṃ / devadvijātibhūpānāṃ gurūṇāṅkopa eva ca //

das Sehen himmlischer, atmosphärischer und irdischer Unglückszeichen, der Zorn von Göttern, Zweimalgeborenen, Königen und Lehrern,

Wort für Wort
divya-antarīkṣa-bhaumānām
himmlischer, atmosphärischer, irdischer
utpātānām darśanam
Sehen von Unglückszeichen
deva-dvijāti-bhūpānām
von Göttern, Zweimalgeborenen, Königen
gurūṇām kopaḥ
Zorn der Lehrer

nartanaṃ hasanañcaiva vivāho gītameva ca / tantrīvādyavihīnānāṃ vādyānāmapi vādanaṃ //

Tanzen und Lachen, Hochzeit und Gesang, auch das Spielen von Instrumenten, die keine Saiteninstrumente sind,

Wort für Wort
nartanam hasanam
Tanzen, Lachen
vivāhaḥ gītam
Hochzeit, Gesang
tantrī-vādya-vihīnānām
von Nicht-Saiteninstrumenten
vādyānām vādanam
Spielen von Instrumenten

srotovahādhogamanaṃ snānaṃ gomayavāriṇā / paṅkodakena ca tathā maśītoyena vāpyatha //

das Hinabtreiben mit einer Flussströmung, das Baden in Kuhdungwasser, ebenso in schlammigem Wasser oder auch in Tintenwasser,

Wort für Wort
srotovaha-adhaḥ-gamanam
Hinabtreiben mit der Strömung
snānam gomaya-vāriṇā
Baden in Kuhdungwasser
paṅka-udakena
mit Schlammwasser
maṣī-toyena
mit Tintenwasser

maśī = maṣī („Tinte, Ruß“).

āliṅganaṃ kumārīṇāṃ puruṣāñca maithunaṃ / hāniś caiva svagātrāṇāṃ vireko vamanakriyā //

das Umarmen von Mädchen, geschlechtlicher Verkehr mit Männern, der Verlust eigener Glieder, Abführen und Erbrechen,

Wort für Wort
āliṅganam kumārīṇām
Umarmen von Mädchen
puruṣāṇām maithunam
Verkehr mit Männern
hāniḥ sva-gātrāṇām
Verlust eigener Glieder
virekaḥ vamana-kriyā
Abführen, Erbrechen

dakṣiṇāśāpragamanaṃ vyādhinābhibhavas tathā / phalānāmupahāniś ca dhātūnāṃ bhedanaṃ tathā //

das Gehen nach Süden, ebenso das Überwältigtwerden durch Krankheit, der Verlust von Früchten und das Zerbrechen von Metallen,

Wort für Wort
dakṣiṇa-āśā-pragamanam
Gehen nach Süden
vyādhinā abhibhavaḥ
Überwältigung durch Krankheit
phalānām upahāniḥ
Verlust von Früchten
dhātūnām bhedanam
Zerbrechen von Metallen

gṛhāṇāñcaiva patanaṃ gṛhasammārjanantathā / krīḍā piśācakravyādavānarāntyanarair api //

das Einstürzen von Häusern und ebenso das Ausfegen des Hauses, Spiel mit Piśācas, Fleischfressern, Affen und Menschen niedrigster Herkunft,

Wort für Wort
gṛhāṇām patanam
Einsturz von Häusern
gṛha-sammārjanam
Ausfegen des Hauses
krīḍā
Spiel
piśāca-kravyāda-vānara-antya-naraiḥ
mit Piśācas, Raubtieren, Affen, Niedrigsten

parādabhibhavaś caiva tasmācca vyasanodbhavaḥ / kāṣāyavastradhāritvaṃ tadvastraiḥ krīḍanaṃ tathā //

die Niederlage durch einen Feind und das daraus entstehende Unglück, das Tragen ockerfarbener Kleider und ebenso das Spielen mit solchen Kleidern,

Wort für Wort
parāt abhibhavaḥ
Niederlage durch den Feind
vyasana-udbhavaḥ
Entstehen von Unglück
kāṣāya-vastra-dhāritvam
Tragen ockerfarbener Kleider
tat-vastraiḥ krīḍanam
Spiel mit solchen Kleidern

parād ist als parāt („vom Feind“) aufgefasst.

snehapānāvagāhau ca raktamālyānulepanaṃ / ityadhānyāni svapnāni teṣāmakathanaṃ śubhaṃ //

das Trinken von und Baden in Öl, rote Kränze und Salben – dies sind unheilvolle Träume; es ist gut, sie nicht zu erzählen.

Wort für Wort
sneha-pāna-avagāhau
Öltrinken und Ölbad
rakta-mālya-anulepanam
rote Kränze und Salben
adhanyāni svapnāni
unheilvolle Träume
teṣām akathanam śubham
sie nicht zu erzählen ist gut

ityadhānyāni = ity adhanyāni.

bhūjaś ca svapanaṃ tadvat kāryāṃ snānaṃ dvijārcanaṃ / tilair homo haribrahmaśivārkagaṇapūjanaṃ //

Ebenso ist erneutes Schlafen [gut]; zu verrichten sind ein Bad, die Verehrung der Zweimalgeborenen, ein Opfer mit Sesam, die Verehrung von Hari, Brahmā, Śiva, der Sonne und Gaṇapati,

Wort für Wort
bhūyaḥ svapanam
erneutes Schlafen
snānam dvija-arcanam
Bad, Verehrung der Zweimalgeborenen
tilaiḥ homaḥ
Opfer mit Sesam
hari-brahma-śiva-arka-gaṇa-pūjanam
Verehrung von Hari, Brahmā, Śiva, Sonne, Gaṇapati

bhūjaś ist als bhūyaś zu lesen, kāryāṃ als kāryam.

tathā stutiprapaṭhanaṃ puṃsūktādijapas tathā / svapnāstu prathame yāme saṃvatsaravipākinaḥ //

ebenso das Rezitieren von Lobgesängen und das Murmeln des Puruṣasūkta usw. Träume in der ersten Nachtwache reifen [zur Wirkung] innerhalb eines Jahres,

Wort für Wort
stuti-prapaṭhanam
Rezitieren von Lobgesängen
puṃsūkta-ādi-japaḥ
Murmeln des Puruṣasūkta usw.
prathame yāme
in der ersten Nachtwache
saṃvatsara-vipākinaḥ
binnen eines Jahres reifend

ṣaḍbhirmāsair dvitīye tu tribhirmāsair triyāmikāḥ / caturthe tvardhamāsena daśāhādaruṇodaye //

in der zweiten in sechs Monaten, die der dritten Wache in drei Monaten, in der vierten in einem halben Monat, bei der Morgenröte in zehn Tagen.

Wort für Wort
ṣaḍbhiḥ māsaiḥ dvitīye
in der zweiten in sechs Monaten
tribhiḥ māsaiḥ
in drei Monaten
caturthe ardha-māsena
in der vierten in einem halben Monat
daśa-ahāt aruṇa-udaye
bei Morgenröte in zehn Tagen

ekasyāmatha cedrātrau śubhaṃ vā yadi vāśubhaṃ / paścādṛṣṭastu yastatra tasya pākaṃ vinirdiśet //

Wenn nun in ein und derselben Nacht [Träume] Glück oder Unglück [anzeigen], so verkünde man die Wirkung desjenigen, der dabei als letzter gesehen wurde.

Wort für Wort
ekasyām rātrau
in einer Nacht
śubham aśubham
Glück oder Unglück
paścāt dṛṣṭaḥ
der später gesehene
tasya pākam vinirdiśet
dessen Wirkung verkünde man

tasmāttu śobhane svapne paścātsvāpo na śasyate / śailaprāsādanāgāśvavṛṣabhārohaṇaṃ hitaṃ //

Deshalb wird nach einem schönen Traum weiteres Schlafen nicht empfohlen. Das Besteigen eines Berges, eines Palastes, eines Elefanten, Pferdes oder Stieres ist heilsam,

Wort für Wort
śobhane svapne
nach einem schönen Traum
paścāt svāpaḥ na śasyate
späteres Schlafen wird nicht gelobt
śaila-prāsāda-nāga-aśva-vṛṣabha
Berg, Palast, Elefant, Pferd, Stier
ārohaṇam hitam
Besteigen ist heilsam

drumāṇāṃ śvetapuṣpāṇāṃ gagane ca tathā dvija / drumatṛṇodbhavo nābhau tathā ca bahubāhutā //

[ebenso das Besteigen] von Bäumen mit weißen Blüten und das [Wandeln] im Himmel, o Zweimalgeborener; das Hervorwachsen von Bäumen oder Gras am Nabel und ebenso Vielarmigkeit,

Wort für Wort
drumāṇām śveta-puṣpāṇām
weißblühender Bäume
gagane
im Himmel
druma-tṛṇa-udbhavaḥ nābhau
Baum- und Graswuchs am Nabel
bahu-bāhutā
Vielarmigkeit

tathā ca bahuśīrṣatvaṃ palitodbhava eva ca / suśukramālyadhāritvaṃ suśuklāmbaradhāritā //

ebenso Vielköpfigkeit und das Auftreten grauer Haare, das Tragen ganz weißer Kränze und das Tragen ganz weißer Gewänder,

Wort für Wort
bahu-śīrṣatvam
Vielköpfigkeit
palita-udbhavaḥ
Auftreten grauer Haare
su-śukla-mālya-dhāritvam
Tragen ganz weißer Kränze
su-śukla-ambara-dhāritā
Tragen ganz weißer Gewänder

suśukramālya ist als suśuklamālya zu lesen.

candrārkatārāgrahaṇaṃ parimārjanameva ca / śakradhvajāliṅganañca dhvajocchrāyakriyā tathā //

das Ergreifen von Mond, Sonne und Sternen und auch ihr Abwischen [?], das Umarmen des Indrabanners und das Aufrichten eines Banners,

Wort für Wort
candra-arka-tārā-grahaṇam
Ergreifen von Mond, Sonne, Sternen
parimārjanam
Abwischen [?]
śakra-dhvaja-āliṅganam
Umarmen des Indrabanners
dhvaja-ucchrāya-kriyā
Aufrichten eines Banners

parimārjanam hier unklar (evtl. „Reinigen, Polieren“ der Gestirne).

bhūmyabudhārāgrahaṇaṃ śatrūṇāñcaiva vikriyā / jayo vivāde dyūte ca saṅgrāme ca tathā dvija //

das Ergreifen der Erde und von Wasserströmen [?], das Unheil der Feinde, der Sieg im Rechtsstreit, im Würfelspiel und in der Schlacht, o Zweimalgeborener,

Wort für Wort
bhūmi-ambu-dhārā-grahaṇam
Ergreifen von Erde und Wasserstrom [?]
śatrūṇām vikriyā
Unheil der Feinde
jayaḥ vivāde
Sieg im Rechtsstreit
dyūte saṅgrāme
im Würfelspiel, in der Schlacht

bhūmyabudhārā ist verderbt; wohl bhūmy-ambu-dhārā.

bhakṣaṇañcārdramāṃsānāmpāyasasya ca bhakṣaṇaṃ / darśanaṃ rudhirasyāpi snānaṃ vā rudhireṇa ca //

das Essen von rohem Fleisch und das Essen von Milchreis, auch das Sehen von Blut oder das Baden in Blut,

Wort für Wort
bhakṣaṇam ārdra-māṃsānām
Essen rohen Fleisches
pāyasasya bhakṣaṇam
Essen von Milchreis
darśanam rudhirasya
Sehen von Blut
snānam rudhireṇa
Baden in Blut

sarārudhiramadyānāṃ pānaṃ kṣīrasya vāpyatha / astrair viceṣṭanaṃ bhūmau nirmalaṃ gaganaṃ tathā //

das Trinken von Branntwein, Blut und Rauschtrank oder auch von Milch, das Sichwinden mit Waffen auf dem Boden [?] und ebenso ein klarer Himmel,

Wort für Wort
surā-rudhira-madyānām pānam
Trinken von Branntwein, Blut, Rauschtrank
kṣīrasya
von Milch
astraiḥ viceṣṭanam bhūmau
Sichwinden mit Waffen am Boden [?]
nirmalam gaganam
klarer Himmel

sarā ist als surā zu lesen; astrair viceṣṭanaṃ bhūmau ist unsicher.

mukhena dohanaṃ śastaṃ mahiṣīṇāṃ tathā gavāṃ / siṃhīnāṃ hastinīnāñca baḍavānāṃ tathaiva ca //

das Melken mit dem Mund wird gepriesen, bei Büffelkühen und Kühen, bei Löwinnen, Elefantenkühen und ebenso bei Stuten,

Wort für Wort
mukhena dohanam śastam
Melken mit dem Mund ist gepriesen
mahiṣīṇām gavām
von Büffelkühen und Kühen
siṃhīnām hastinīnām
von Löwinnen, Elefantenkühen
baḍavānām
von Stuten

prasādo devaviprebhyo gurubhyaś ca tathā dvija / ambhasā cābhiṣekastu gavāṃ śṛṅgacyutena ca //

Gunst von Göttern, Brahmanen und Lehrern, o Zweimalgeborener, und die Besprengung mit Wasser, das von den Hörnern der Kühe herabrinnt,

Wort für Wort
prasādaḥ deva-viprebhyaḥ
Gunst von Göttern und Brahmanen
gurubhyaḥ
von Lehrern
ambhasā abhiṣekaḥ
Besprengung mit Wasser
gavām śṛṅga-cyutena
von Kuhhörnern herabrinnend

candrād bhraṣṭena vā rāma jñeyaṃ rājyapradaṃ hi tat / rājyābhiṣekaś ca tathā chedanaṃ śiraso 'pyatha //

oder das vom Mond herabgefallen ist, o Rāma – das ist als Königtum verleihend zu erkennen; ebenso die Königsweihe und auch das Abschlagen des Kopfes,

Wort für Wort
candrāt bhraṣṭena
vom Mond herabgefallen
rājya-pradam
Königtum verleihend
rājya-abhiṣekaḥ
Königsweihe
chedanam śirasaḥ
Abschlagen des Kopfes

maraṇaṃ vahnilābhaś ca vahnidāho gṛhādiṣu / labdheś ca rājaliṅgānāṃ tantrīvādyābhivādanaṃ //

der Tod, das Erlangen von Feuer, ein Brand in Häusern usw., das Erlangen königlicher Insignien und das Spielen von Saiteninstrumenten.

Wort für Wort
maraṇam
der Tod
vahni-lābhaḥ
Erlangen von Feuer
vahni-dāhaḥ gṛha-ādiṣu
Brand in Häusern usw.
labdhiḥ rāja-liṅgānām
Erlangen königlicher Insignien
tantrī-vādya-abhivādanam
Spielen von Saiteninstrumenten

yastu paśyati svapnānte rājānaṃ kuñjaraṃ hayaṃ / hiraṇyaṃ vṛṣabhaṅgāñca kuṭumbastasya vardhate //

Wer am Ende eines Traumes einen König, einen Elefanten, ein Pferd, Gold, einen Stier oder eine Kuh sieht, dessen Familie gedeiht.

Wort für Wort
svapna-ante
am Traumende
rājānam kuñjaram hayam
König, Elefant, Pferd
hiraṇyam vṛṣabham gām
Gold, Stier, Kuh
kuṭumbaḥ vardhate
die Familie gedeiht

vṛṣebhagṛhaśailāgravṛkṣārohaṇarodanaṃ / ghṛṭaviṣṭhānulepo vā agamyāgamanaṃ tathā //

Das Besteigen von Stier, Elefant, Haus, Berggipfel oder Baum, Weinen, das Einsalben mit Butterschmalz oder Kot und ebenso der Umgang mit einer unerlaubten Frau,

Wort für Wort
vṛṣa-ibha-gṛha-śaila-agra-vṛkṣa-ārohaṇam
Besteigen von Stier, Elefant, Haus, Gipfel, Baum
rodanam
Weinen
ghṛta-viṣṭhā-anulepaḥ
Einsalben mit Schmalz oder Kot
agamyā-gamanam
Umgang mit unerlaubter Frau

sitavastraṃ prasannāmbhaḥ phalī vṛkṣo nabho 'malaṃ //32 //

ein weißes Gewand, klares Wasser, ein fruchttragender Baum, ein makelloser Himmel [– dies sind glückverheißende Traumbilder].

Wort für Wort
sita-vastram
weißes Gewand
prasanna-ambhaḥ
klares Wasser
phalī vṛkṣaḥ
fruchttragender Baum
nabhaḥ amalam
makelloser Himmel

Nur ein Halbvers; das Kapitel endet ohne abschließende Aussage.

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