Quellen der Menschheit

Agni-Purāṇa

Kapitel 244: cāmarādilakṣaṇam Die Merkmale von Fliegenwedel, Schirm und Waffen

Agni beschreibt königliche Insignien (Fliegenwedel, Schirm, Thron), dann Material und Maße von Bogen, Sehne und Pfeilen. Es folgt der Mythos von der Entstehung des Schwertes Nandaka und des Eisens aus den Gliedern des Daitya Loha, danach Herkunft, Maße und gute bzw. schlechte Merkmale von Schwertern. Das Kolophon nennt das Kapitel āyudhalakṣaṇādiḥ; mehrere Stellen (V. 7, 12–14, 21–22) sind verderbt.

agnir uvāca | cāmaro rukmādaṇḍo 'gryaḥ chatraṃ rājñaḥ praśasyate / haṃsapakṣair viracitaṃ mayūrasya śukasya ca //

Agni sprach: Ein Fliegenwedel mit goldenem Griff ist der vorzüglichste. Für den König wird ein Schirm gepriesen, der aus Schwanenfedern gefertigt ist, [oder aus denen] des Pfaus und des Papageis

Wort für Wort
cāmaraḥ
Fliegenwedel
rukma-daṇḍaḥ
mit goldenem Griff
chatram rājñaḥ
Schirm des Königs
haṃsa-pakṣaiḥ viracitam
aus Schwanenfedern gefertigt
mayūrasya śukasya
des Pfaus, des Papageis

rukmādaṇḍo = rukmadaṇḍo.

pakṣair vātha balākāyā na kāryaṃ miśrapakṣakaiḥ / caturasyaṃ brāhmaṇasya vṛttaṃ rājñaś ca śuklakaṃ //

oder aus Reiherfedern; aus gemischten Federn soll er nicht gemacht werden. Viereckig [ist der Schirm] des Brahmanen, rund und weiß der des Königs.

Wort für Wort
pakṣaiḥ balākāyāḥ
mit Reiherfedern
miśra-pakṣakaiḥ
mit gemischten Federn
caturasram brāhmaṇasya
viereckig für den Brahmanen
vṛttam rājñaḥ śuklakam
rund und weiß für den König

tricatuḥpañcaṣaṭsaptāṣṭaparvaś ca daṇḍakaḥ / bhadrāsanaṃ kṣīravṛkṣaiḥ pañcāśadaṅgulocchrayaiḥ //

Der Stab habe drei, vier, fünf, sechs, sieben oder acht Glieder. Der Glücksthron (bhadrāsana) [werde] aus milchsaftführenden Bäumen [gefertigt], fünfzig Fingerbreiten hoch,

Wort für Wort
tri-catuḥ-pañca-ṣaṭ-sapta-aṣṭa-parvaḥ
mit drei bis acht Gliedern
daṇḍakaḥ
Stab
bhadra-āsanam
Glücksthron
kṣīra-vṛkṣaiḥ
aus milchsaftführenden Bäumen
pañcāśat-aṅgula-ucchrayaiḥ
fünfzig Fingerbreiten hoch

vistāreṇa trihastaṃ syāt suvarṇādyaiś ca citritaṃ / dhanurdravyatrayaṃ lohaṃ śṛṅgaṃ dāru dvijottama //

drei Ellen breit und mit Gold usw. verziert. Das Material für den Bogen ist dreifach: Metall, Horn und Holz, o Bester der Zweimalgeborenen.

Wort für Wort
vistāreṇa tri-hastam
drei Ellen breit
suvarṇa-ādyaiḥ citritam
mit Gold usw. verziert
dhanuḥ-dravya-trayam
dreifaches Bogenmaterial
loham śṛṅgam dāru
Metall, Horn, Holz

jyādravyatritayañcaiva vaṃśabhaṅgatvacas tathā / dārucāpapramāṇantu śreṣṭhaṃ hastacatuṣṭayaṃ //

Ebenso ist das Material für die Sehne dreifach: Bambus, Hanf und Rinde. Beim Holzbogen gilt als bestes Maß vier Ellen;

Wort für Wort
jyā-dravya-tritayam
dreifaches Sehnenmaterial
vaṃśa-bhaṅga-tvacaḥ
Bambus, Hanf, Rinde
dāru-cāpa-pramāṇam
Maß des Holzbogens
hasta-catuṣṭayam
vier Ellen

tadeva samahīnantu proktaṃ madhyakanīyasi / muṣṭigrāhanimittāni madhye dravyāṇi kārayet //

derselbe, jeweils um das gleiche [Maß] vermindert [?], heißt mittlerer bzw. geringster. In der Mitte lasse man Materialien anbringen, die als Handgriff dienen.

Wort für Wort
sama-hīnam
um das Gleiche vermindert
madhya-kanīyasi
mittel und geringst
muṣṭi-grāha-nimittāni
als Handgriff dienend
madhye dravyāṇi kārayet
in der Mitte lasse man Materialien anbringen

svalpakoṭistvacā śṛṅgaṃ śārṅgalohamaye dvija / kāminībhrūlatākārā koṭiḥ kāryā susaṃyutā //

Bei einem Bogen aus Horn oder Metall [sei] die Spitze klein [und] das Horn mit Haut [überzogen] [?], o Zweimalgeborener. Das Bogenende soll wie die rankengleiche Braue einer Geliebten geformt und gut verbunden sein.

Wort für Wort
su-alpa-koṭiḥ
mit kleiner Spitze
śārṅga-loha-maye
bei [einem Bogen] aus Horn oder Metall
kāminī-bhrū-latā-ākārā
wie die Rankenbraue einer Geliebten geformt
koṭiḥ su-saṃyutā
gut verbundenes Ende

Die erste Vershälfte ist syntaktisch unklar.

pṛthagvā vipra miśraṃ vā lauhaṃ śārṅgantu kārayet / śārṅgaṃ samucitaṃ kāryaṃ rukmavinduvibhūṣitaṃ //

Einen Bogen aus Metall oder Horn lasse man, o Weiser, getrennt oder gemischt anfertigen. Der Hornbogen soll wohlproportioniert und mit goldenen Tupfen geschmückt sein.

Wort für Wort
pṛthak vā miśram vā
getrennt oder gemischt
lauham śārṅgam
metallen, aus Horn
samucitam
wohlproportioniert
rukma-bindu-vibhūṣitam
mit goldenen Tupfen geschmückt

kuṭilaṃ sphuṭitañcāpaṃ sacchidrañca na śasyate / suvarṇaṃ rajataṃ tāmraṃ kṛṣṇāyo dhanuṣi smṛtaṃ //

Ein krummer, gesprungener oder löchriger Bogen wird nicht gepriesen. Gold, Silber, Kupfer und schwarzes Eisen gelten [als Metalle] für den Bogen.

Wort für Wort
kuṭilam sphuṭitam
krumm, gesprungen
sa-chidram
löchrig
suvarṇam rajatam tāmram
Gold, Silber, Kupfer
kṛṣṇa-ayaḥ
schwarzes Eisen

māhiṣaṃ śārabhaṃ śārṅgaṃ rauhiṣaṃ vā dhanuḥ śubhaṃ / candanaṃ vetasaṃ sālaṃ dhāvalaṅkakubhantaruḥ //

Ein Hornbogen vom Büffel, vom Śarabha oder vom Rohiṣa-Hirsch ist glückbringend. [An Hölzern:] Sandel, Vetasa-Rohr, Sāla, Dhava und der Kakubha-Baum.

Wort für Wort
māhiṣam śārabham
vom Büffel, vom Śarabha
rauhiṣam
vom Rohiṣa-Hirsch
candanam vetasam sālam
Sandel, Rohr, Sāla
kakubhaḥ taruḥ
Kakubha-Baum

dhāvalaṅkakubhantaruḥ wohl = dhavaḥ kakubhas taruḥ; Lesung unsicher.

sarvaśreṣṭhaṃ dhanurvaṃśair gṛhītaiḥ śaradi śritaiḥ / pūjayettu dhanuḥ khaḍgamantraistrailokyamohanaiḥ //

Der allerbeste Bogen [ist der] aus Bambusrohren, die im Herbst geschnitten und [dann] gelagert [?] wurden. Bogen und Schwert verehre man mit den [Mantras namens] ‚Die drei Welten betörend‘ (trailokyamohana).

Wort für Wort
sarva-śreṣṭham
allerbester
vaṃśaiḥ gṛhītaiḥ śaradi
mit im Herbst genommenen Bambusrohren
pūjayet dhanuḥ khaḍgam
verehre Bogen und Schwert
trailokya-mohanaiḥ mantraiḥ
mit den Trailokyamohana-Mantras

ayasaścātha vaṃśasya śarasyāpyaśarasya ca / ṛtvijo hemavārṇābhāḥ snāyuśliṣṭāḥ supatrakāḥ //

[Pfeile] aus Eisen oder aus Bambus, aus Schilfrohr oder aus anderem als Schilfrohr: gerade, goldglänzend, mit Sehnen umwickelt, gut befiedert,

Wort für Wort
ayasaḥ vaṃśasya
aus Eisen, aus Bambus
śarasya aśarasya
aus Schilf, aus Nicht-Schilf
ṛjavaḥ
gerade
snāyu-śliṣṭāḥ
mit Sehnen umwickelt
su-patrakāḥ
gut befiedert

ṛtvijo (‚Opferpriester‘) ist Verderbnis für ṛjavo ‚gerade‘.

rukmapuṅkhāḥ supaṅkāste tailadhautāḥ suvarṇakāḥ / yātrāyāmabhiṣekādau yajedvāṇadhanurmukhān //

mit goldenem Schaftende, gut gefiedert [?], mit Öl gereinigt, goldfarben [seien sie]. Beim Aufbruch zum Feldzug, bei der Königsweihe usw. verehre man Pfeil, Bogen und die übrigen [Waffen]

Wort für Wort
rukma-puṅkhāḥ
mit goldenem Schaftende
taila-dhautāḥ
mit Öl gereinigt
yātrāyām abhiṣeka-ādau
beim Feldzug, bei der Weihe usw.
yajet bāṇa-dhanur-mukhān
verehre Pfeil, Bogen usw.

supaṅkāste: Lesung unsicher (supuṅkhāḥ?).

sapatākāstrasaṅgrāhasāṃvatsarakarānnṛpaḥ / brahmā vai meruśikhare svargagaṅgātaṭe 'yajat //

— der König [verehre] die Banner, das Waffenarsenal und die Astrologen [?]. Brahmā opferte einst auf dem Gipfel des Meru, am Ufer der himmlischen Gaṅgā.

Wort für Wort
sa-patāka-astra-saṅgraha
mit Bannern und Waffenarsenal
sāṃvatsara
Astrologe
meru-śikhare
auf dem Gipfel des Meru
svarga-gaṅgā-taṭe
am Ufer der Himmels-Gaṅgā
ayajat
opferte

Die erste Vershälfte ist verderbt (…sāṃvatsarakarān).

lauhadaityaṃ sa dadṛśe vidhnaṃ yajñe tu cintayan / tasya cintayato vahneḥ puruṣo 'bhūdvalī mahān //

Er sah den Daitya Loha als Hindernis beim Opfer. Als er darüber nachsann, entstand aus dem Feuer ein starker, großer Mann.

Wort für Wort
loha-daityam
den Daitya Loha
vighnam yajñe
Hindernis beim Opfer
cintayataḥ
des Nachsinnenden
vahneḥ puruṣaḥ abhūt
aus dem Feuer entstand ein Mann
balī mahān
stark, groß

lauhadaityaṃ … vidhnaṃ = lohadaityaṃ … vighnam; valī = balī.

vavande 'jañca tandevā abhyanandanta harṣitāḥ / tasmātsa nandakaḥ kaḍgo devokto hariragrahīt //

Er verneigte sich vor dem Ungeborenen [Brahmā], und die Götter begrüßten ihn freudig. Darum [heißt] jenes Schwert Nandaka; von den Göttern [so] benannt, ergriff Hari es.

Wort für Wort
vavande ajam
verneigte sich vor dem Ungeborenen
abhyanandanta harṣitāḥ
begrüßten ihn freudig
nandakaḥ khaḍgaḥ
das Schwert Nandaka
hariḥ agrahīt
Hari ergriff

kaḍgo = khaḍgo.

taṃ jagrāha śanair devo vikoṣaḥ so 'bhyapadyata / khaḍgo nīlo ratnamuṣṭistato 'bhūcchatabāhukaḥ //

Der Gott ergriff es langsam; es trat aus der Scheide hervor: ein blaues Schwert mit juwelenbesetztem Griff. Daraufhin wurde [der Daitya] hundertarmig.

Wort für Wort
jagrāha śanaiḥ
ergriff langsam
vikoṣaḥ
aus der Scheide gezogen
nīlaḥ ratna-muṣṭiḥ
blau, mit Juwelengriff
śata-bāhukaḥ
hundertarmig

daityaḥ sa gadayā devān drāvayāmāsa vai raṇe / viṣṇunā khaḍgacchinnāni daityagātrāṇi bhūtale //

Jener Daitya trieb in der Schlacht die Götter mit der Keule in die Flucht. Die von Viṣṇu mit dem Schwert zerhauenen Glieder des Daitya fielen zur Erde;

Wort für Wort
gadayā
mit der Keule
drāvayām āsa
trieb in die Flucht
khaḍga-chinnāni
mit dem Schwert zerhauen
daitya-gātrāṇi bhūtale
die Glieder des Daitya auf der Erde

patitāni tu saṃsparśānnandakasya ca tāni hi / lohabhūtāni sarvāṇi hatvā tasmai harirvaraṃ //

durch die Berührung mit Nandaka wurden sie alle zu Eisen. Nachdem Hari ihn getötet hatte, gewährte er ihm eine Gunst:

Wort für Wort
saṃsparśāt nandakasya
durch Berührung mit Nandaka
loha-bhūtāni
zu Eisen geworden
hatvā
nachdem er getötet hatte
tasmai varam dadau
gewährte ihm eine Gunst

dadau pavitramaṅgante āyudhāya bhavedbhuvi / hariprasādād brahmāpi vinā vighnaṃ hariṃ prabhuṃ //

„Dein Körper soll auf Erden rein sein und zur Waffe dienen.“ Durch Haris Gnade verehrte auch Brahmā ohne Hindernis den Herrn Hari

Wort für Wort
pavitram aṅgam te
dein Körper [sei] rein
āyudhāya bhavet
soll zur Waffe dienen
hari-prasādāt
durch Haris Gnade
vinā vighnam
ohne Hindernis

pūjayāmāsa yajñena vakṣye 'tho khaḍgalakṣaṇaṃ / khaṭīkhaṭṭarajātā ye daśanīyāstute smṛtāḥ //

mit dem Opfer. Nun will ich die Merkmale des Schwertes darlegen. Die [Schwerter], die in Khaṭī und Khaṭṭara entstanden sind, gelten als ansehnlich [?].

Wort für Wort
pūjayām āsa yajñena
verehrte mit dem Opfer
khaḍga-lakṣaṇam
Merkmale des Schwertes
khaṭī-khaṭṭara-jātāḥ
in Khaṭī und Khaṭṭara entstanden
darśanīyāḥ
ansehnlich

Ortsnamen und darśanīya-Lesung unsicher.

kāyacchidastvāṣikāḥ syurdṛḍhāḥ sūrpārakodbhavāḥ / tīkṣṇāśchedasahā vaṅgāstīkṣṇāḥ syuścāṅgadeśajāḥ //

Die aus Ṛṣika [?] schneiden durch den Körper; die in Śūrpāraka entstandenen sind fest; die aus Vaṅga sind scharf und halten Hieben stand; scharf sind auch die im Land Aṅga entstandenen.

Wort für Wort
kāya-chidaḥ
körperdurchschneidend
dṛḍhāḥ sūrpāraka-udbhavāḥ
fest, aus Śūrpāraka stammend
tīkṣṇāḥ cheda-sahāḥ
scharf, hiebfest
aṅga-deśa-jāḥ
im Land Aṅga entstanden

āṣikāḥ ist unklar (ṛṣika-?).

śatārdhamaṅgulānāñca śreṣṭhaṃ khadgaṃ prakīrtitaṃ / tadardhaṃ madhyamaṃ jñeyaṃ tato hīnaṃ na dhārayet //

Ein Schwert von fünfzig Fingerbreiten gilt als das beste; die Hälfte davon ist als mittleres zu kennen; ein kürzeres soll man nicht tragen.

Wort für Wort
śata-ardham aṅgulānām
fünfzig Fingerbreiten
śreṣṭham khaḍgam
bestes Schwert
tat-ardham madhyamam
die Hälfte davon: mittel
na dhārayet
soll man nicht tragen

dīrghaṃ sumadhuraṃ śabdaṃ yusya khaḍgasya sattama / kiṅkiṇīsadṛśantasya dhāraṇaṃ śreṣṭhamucyate //

Wessen Schwert einen langen, sehr lieblichen Klang gleich einem Glöckchen hat, o Bester der Guten, dessen Tragen wird als das beste bezeichnet.

Wort für Wort
dīrgham su-madhuram śabdam
langen, sehr lieblichen Klang
kiṅkiṇī-sadṛśam
glöckchengleich
dhāraṇam śreṣṭham
Tragen als bestes
sattama
o Bester der Guten

yusya = yasya.

khaḍgaḥ padmapalāśāgro maṇḍalāgraś ca śasyate / karavīradalāgrābho ghṛtagandho viyatprabhaḥ //

Ein Schwert mit einer Spitze wie ein Lotosblatt oder mit gerundeter Spitze wird gepriesen, [ebenso eines,] das wie die Spitze eines Oleanderblattes aussieht, nach Ghee duftet und wie der Himmel glänzt.

Wort für Wort
padma-palāśa-agraḥ
mit lotosblattförmiger Spitze
maṇḍala-agraḥ
mit runder Spitze
karavīra-dala-agra-ābhaḥ
wie eine Oleanderblattspitze
ghṛta-gandhaḥ
nach Ghee duftend
viyat-prabhaḥ
himmelsfarben glänzend

samāṅgulasthāḥ śasyante vraṇāḥ khadgeṣu liṅgavat / kākolūkasavarṇābhā viṣamāste na śobhanāḥ //

Male auf Schwertern, die in gleichen Fingerbreiten-Abständen sitzen, werden gleich [glückbringenden] Zeichen gepriesen; wenn sie die Farbe von Krähe oder Eule haben und ungleichmäßig sind, sind sie nicht gut.

Wort für Wort
sama-aṅgula-sthāḥ
in gleichen Abständen sitzend
vraṇāḥ
Male, Flecken
liṅga-vat
gleich Zeichen
kāka-ulūka-savarṇa-ābhāḥ
krähen- und eulenfarbig
viṣamāḥ
ungleichmäßig

khaḍge na paśyedvadanamucchiṣṭo na spṛśedasiṃ / mūlyaṃ jātiṃ na kathayenniśi kuryānna śīrṣake //

Man soll nicht sein Gesicht im Schwert betrachten; im unreinen Zustand soll man das Schwert nicht berühren. Seinen Preis und seine Herkunft soll man nicht nennen, und nachts soll man es nicht ans Kopfende [des Lagers] legen.

Wort für Wort
vadanam na paśyet
soll das Gesicht nicht betrachten
ucchiṣṭaḥ
im unreinen Zustand
mūlyam jātim
Preis, Herkunft
niśi
nachts
śīrṣake
am Kopfende

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